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CoronavirusLehramts-Studenten sollen an Schulen aushelfen

Laut Bildungsminister Heinz Faßmann habe man einen Pool von rund 1800 Studenten aufgebaut, die in den kommenden Wochen bei der Betreuung und Lernbegleitung aushelfen sollen. Eine Entscheidung über das Vorgehen bei der Zentralmatura wäre noch verfrüht.

Bildungsminister Heinz Faßmann
Bildungsminister Heinz Faßmann © APA/Herbert Neubauer
 

Bei der Betreuung und Lernbegleitung an den Schulen in den kommenden drei Wochen sollen auch Lehramts-Studenten eingesetzt werden. Das kündigte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) in der ZiB2 am Sonntagabend an. In den vergangenen Monaten habe man einen Pool von rund 1800 Studenten aufgebaut, die nun über Sonderverträge beschäftigt werden könnten.

Außerdem sollen bei der Betreuung vor allem Lehrer aus jenen Fächern eingesetzt werden, die im Distance Learning weniger gebraucht werden. Weiters würden Überstunden ausbezahlt.

Noch nicht festlegen wollte sich Faßmann auf das Vorgehen beim Zentralmatura-Haupttermin im Frühjahr. "Ich habe im letzten Sommersemester durchaus gezeigt, dass ich bereit bin, eine Zentralmatura durchzuführen, die auf die Umstände der Zeit Rücksicht nimmt. Wenn wir sehen, dass sich die Zeiten nicht ändern, werde ich Ähnliches tun." Jetzt sei es aber erst Mitte November: Bereits jetzt zu sagen, was bis zum Zeitpunkt der Matura noch passiere, wäre noch verfrüht.

Kommentare (5)
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dude
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Sehr gute Idee!

Auch abseits von Corona wäre es gut, wenn Studenten möglichst früh in ihrer Ausbildung Unterrichtserfahrung sammeln könnten! Manche kommen vielleicht dann schon im 1. Studienabschnitt drauf, dass Vortragen, Unterrichten, vorne "auf der Bühne stehen", mit "schwierigen" Kindern umzugehen, nicht so ihre Sache ist.
Je früher man drauf kommt, umso besser!
Das gleich gilt auch für Medizinstudenten. Je früher sie Patientenkontakt haben, umso besser!

MR1994
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Naja

...oder sie kommen hoffentlich darauf, dass Lehren und Lernen eben nicht aus “auf der Bühne stehen” und Disziplinierungsmaßnahmen besteht, sondern sehr viel mehr dazugehört, sei es fachspezifische Diagnostik oder Fördermaßnahmen!

zweigerl
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winwin

Jede Praxiserfahrung von Lehramtsstudenten , auch unter diesen eingeschränkten Bedingungen, ist eine winwin-Sache: Die Studiererenden bekommen ein Feedback, ob sie sich in dieser komplexen sozialen Situation zurechtfinden, die Schule kann die Risikopersonen des Kollegiums nach Hause entlassen.

Alicesoph
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Von Erfahrung kann man nicht leben

ach ja, die unbezahlbare "Erfahrung". Die Studenten müssen natürlich nicht für die reine "Erfahrung" arbeiten (in welcher Branche passiert das denn bitte?!) sondern werden entlohnt.

zweigerl
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Natürlich bezahlt

Klar werden die bezahlt. Durch die Reform der LA-Ausbildung, Stichwort "Induktionsphase", und durch die Pandemie ist eine Lage entstanden, die es Studierenden fast unmöglich macht, zu ihren "Praxisstunden" zu kommen. Außerdem ist der Fallout von Debutanten im Lehrberüf, da sie ganz andere Erwartungen an einen Beruf hatten, der für die Akteure neben dem Hochbefriedigenden, Bildung weiterzugeben, unvorgesehene Tücken hat.