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Warnung vor politischem IslamIslamforscher Khorchide: "Die Politik muss klare Kante zeigen"

Europa soll nicht mehr ruhig schlafen gehen. Das sei die Botschaft des Terroranschlags von Wien gewesen, sagt der Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide. Die Moscheegemeinden fordert er auf, eine Schlüsselrolle im Kampf gegen den politischen Islam einzunehmen. Die Politik müsse aufwachen.

Khorchide: „Jeder, der sich kritisch äußert, ist früher oder später mit Morddrohungen konfrontiert“
Khorchide: „Jeder, der sich kritisch äußert, ist früher oder später mit Morddrohungen konfrontiert“ © Holde Schneider / Visum / pictur
 

Herr Professor, Sie haben in Wien studiert und gelehrt. Sie waren Imam in Ottakring. Was ging Ihnen durch den Kopf oder durchs Herz, als Sie vom Anschlag erfuhren?
MOUHANAD KHORCHIDE: Ich saß in Münster an meinem Schreibtisch. Ich war entsetzt. Als jemand, der sich seit Jahren mit dem Thema Radikalisierung befasst, muss man sagen: Es war eine Frage der Zeit. Der Terror bedroht uns alle in Europa.

Österreich hat sich immer als neutrales Land betrachtet, das ungefährdet und von allen gemocht durch die Zeiten geht. Dieses Bild ist zerstört. Warum Wien?
Wien hat Symbolik. Wien ist die Mitte Europas, das Herz. Mit Wien sollte ganz Europa getroffen werden. Die Botschaft war, wir wollen euch alle verunsichern. Wir wollen, dass Europa nicht mehr ruhig schlafen geht.

Kommentare (24)
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egubg
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Die Politik?

Es sind die Muslime samthaft aufgefordert weniger diesem Glauben und mehr den Menschsein verpflichtet zu sein, - wenn es das wäre würden keine Gesamtuntesuchungen am Flughafen, keine Personenschutz für Menschen, die nur die leiseste Kritik an ihrer Religion anmerken, notwendig sein usw. Tötungsaufforderungen..
Aus Solidarität sollten einmal alle Muslima ihr Kopftuch abnehmen oder für länger Zeit ihre Moscheen oder Gebetshäuser nich besuchen usw. - Muslime samthaft sind gefordert in ihren Reihen ihre Verbrecher unter Kotrolle zu bringen, das wäre ein Anfang, denn z.Z. scheint es noch immer, dass sie mehr Religionsbürger und nicht Staatsbürger sind.

Peterkarl Moscher
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Ab nach Hause !!!

Verstärkung der Strafen, Aberkennungen der Staatsbürgerschaft, Einziehen von Staatsgeldern wie AMS usw.
Abschiebungen bis die Herrschaften endlich einsehen das es
so nicht geht. Mit unseren Steuergeldern sind wir nicht
verpflichtet Terroristen zu finanzieren. Daher vom Gastland
rasch zurück in die Heimat, die AUA hat genug Plätze frei !

FritzTheCat
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Menschen, welche eine Religion (den Islam)

politisch und gefährlich instrumentalisieren haben meiner Ansicht nach keinen Platz hier.

MoritzderKater
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Das schreckliche ist ,......

...... in einfachsten Worten ausgedrückt, dass WIR in Europa den Islamisten die *Aufklärung* - so wie wir sie im 17. Jahrhundert hatten - vermitteln sollen.
Wie kommen wir dazu, unsere Werte und Regelungen unentwegt auf's Spiel setzen zu müssen, nur weil sie den *islamischen Gästen* nicht gefallen, sie uns dafür auch noch *bestrafen* wie kürzlich in Wien.

In ihren eigenen Ländern könnten sie diese Vorhaben gerne auf Jahrzehnte oder Jahrhunderte ausdehnen.

pescador
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Glasklare Worte

Dieser Mann sollte Susanne Raab zur Seite gestellt werden. Frau Raab ist zu schwach für diese Aufgabe. Wir dürfen dieses Problem nicht den rechten Hetzern überlassen. Wenn wir das Problem nicht lösen, bekommen die Rechtspopulisten wieder mehr Zulauf.

feringo
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Kanten und Grenzen

Die Politik (wer wohl genau damit gemeint ist?) kann erst dann klare Kante zeigen, wenn die Islamverantwortlichen selbst in Europa zusammenfinden und den Koran einheitlich interpretiert in europäischen Sprachen für alle gültig veröffentlichen. Erst dann wird es möglich sein, dass Nicht-Muslime egal welchen Bildungsgrades verstehen, welche Werte im "Europäischen Islam" gefordert werden. Das ist von den für die Politik Verantwortlichen zu fordern ohne einen Millimeter davon abzuweichen.
Die Unrichtigkeit der naiven Aussage, Religion sei Privatsache, zeigt sich nach jedem Attentat. Nicht in der Tat selbst, sondern in der anschließenden gesellschaftlichen Verarbeitung.
Religionsfreiheit: Sie hat ihre Grenzen dort, wo eine Religion mit ihren Grundsätzen einen Rechtsstaat in Frage stellt.

unfassbar
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Das wird den

...Grünen u.v.a. aber sehr weh tun....

GordonKelz
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Man hat den Moslems.....

von Anfang an zu viele Rechte eingeräumt, deshalb treten Sie auch so selbstsicher auf!
Gordon Kelz

rontin
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Der sagt mal was Sache ist ...

... man sollte mit solchen Leuten und der Muslimischen Regligionsgemeinschaft zusammenarbeiten ... eigentlich müssten jetzt die gemäßigten Religionen der Gesellschaft öffentlich zusammenrücken und gemeinsam auftreten ... das wäre ein klares Zeichen, dass solche Terroristen ihr Ziel nicht erreichen: Die GEsellschaft zu spalten, Länder ins Chaos zu stürzen, Menschen in Angst zu versetzen ...

Shiba1
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Mit der muslimischen Religionsgemeinschaft zusammenarbeiten?

Unter deren Obhut haben sich diese extremistischen Moscheen und Vereine ja erst entfalten können. Das Zusperren von einer Moschee und einem Verein bewirkt genau gar nichts. Im Untergrund gehts weiter wie bisher. Und kritische Muslime sind mit Sicherheit in der Minderheit. Etliche von denen müssen sich vor Todesdrohungen verstecken. Die Mehrzahl der angeblich friedlichen Muslime sind Mitläufer, die nichts bewirken werden und schon gar nicht werden sie gegen die Radikalinskis aufmucken.

rontin
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Aber trotzdem ...

... man muss mal ein Zeichen setzen, deswegen gehören die zugesperrt. Immer nur zu sagen, dass bringt eh nichts die machen dann halt im Untergrund weiter wäre wie immer mal nur eine österreichische Lösung, nämlich nichts tun. Die Laschheit muss aufhören, es gehört gehandelt.

Shiba1
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Da gebe ich Ihnen natürlich Recht,

aber es gehören noch viel mehr zugesperrt und die Vereine abgedreht und dann gehören die relevanten Personen strengstens überwacht, diejenigen ohne österr. Staatsbürgerschaft gleich einmal aus dem Land befördert, bei allen Moscheen gehört die Finanzierung überprüft. Es kann ja nicht sein, dass ganze Scharen von Muslimen die beschwerlichen Reise nach Mitteleuropa (bevorzugt Länder mit üppigem Sozialsystem) in Kauf nehmen, statt in die reichen Bruderländer Saudi Arabien, Katar, VAE etc. zu fliehen, die ihnen ideologisch ja weitaus näher stehen, derweil genau diese Länder jede Menge Moscheen hier finanziell unterstützen.
Übrigens: mit Zeichen setzen kann man sich bei denen ziemlich brausen. Die verstehen ausschließlich robuste Maßnahmen.

3770000
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Endlich kritischen Muslimen helfen!

Es gibt genug kritische Muslime, die schon lange und auch laut vor dem Islamismus warnen. Auch Religionswissenschafter und Imame wie Herr Khorchide. Das sind ja Leute, die sich auskennen, die die relevanten Sprachen sprechen, die wissen, was so geredet und geschrieben wird. Nehmen wir doch diese Leute endlich ernst und helfen wir der grossen Mehrheit der Muslime, die mit Islamismus und Terror nichts am Hut haben!

zweigerl
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Man mag es sich nicht ausdenken

Der zweisprachige kritische Muslim ist bei uns bald eine Schlüsselperson, um den liberalen Islam auch in diesen Parallelgesellschaften hoffähig zu machen. Der ist ein Krisengewinner par excellence. Die "Mehrheit" der schlecht sozialisierten, minder kompetenten und sprachlich eingeschränkt kommunikationsfähigen muslimischen Familien befindet sich aber weiterhin auf einem Schleudersitz in unserer Hochleistungsgesellschaft, wo die besten Jobs nach Netzwerkgesichtspunkten vergeben werden. Was passiert, wenn diese prekären Gruppen plötzlich aus unserer Gesellschaft herausfallen? Man mag es sich nicht ausmalen und unterschreibt daher jedes Programm der Migrationsbegrenzung.

MS80
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Verbotsgesetz muss her!

Einzig ein Verbotsgesetz für den radikalen politischen Islam ist die Hilfe, welches mit aller Härte vollzogen werden muss!

zweigerl
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Kärntnerstraße in Beirut?

Ich möchte dennoch "die Kärntnerstraße" nicht zu einer Multikulti-Karawane unterschiedlichster Völkerschaften idyllisiert sehen. Es gibt da einen Schwellenwert der kulturellen Diversität, der nicht nur kulturelle Traditionen und regionale Identitäten nivelliert, sondern unter dem sich auch latente interkulturelle und interreligiöse Konflikte aufschaukeln. Je mehr Wien zu Beirut wird, desto größer ist die Gefahr der Gewaltexplosion. Eine territoriale Homogenität macht Sinn., und sei es nur durch das Prinzip der Über- und Durchschaubarkeit.

Mein Graz
24
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Der beim Anschlag verletzte Saeed Mousavi erklärte:

"Ich schäme mich sehr und habe die Sorge, dass die Österreicher alle Muslime hassen. Deshalb sage ich es noch einmal laut: Die Taliban, die Leute vom IS – das sind für mich einfach keine Muslime."

Der Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide erklärt hier:
"Es zeigt, dass es hier nicht um die Grenze zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen geht, sondern zwischen Extremisten und menschenfeindlichen Ideologien auf der einen Seite und friedliebenden Menschen, Weltanschauungen und Religionen auf der anderen."

Beim gestrigen Artikel zum verletzten jungen Mann konnte man lesen, dass die Attentäter Muslime SIND und es nicht reicht, sich von denen zu distanzieren, die Muslime müssten Verantwortung übernehmen, weil man immer Verantwortung trägt wenn man einer "Gruppe" beitritt, und der solle doch aus seiner Religion austreten.

Fordern diese User auch von Hr. Khorchide, er möge aus der Kirche austreten und Verantwortung übernehmen?

zweigerl
7
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Terror und Meinungscourage

Na, geht doch. Die vor Angst schlotternden Verharmloser islamistischer Schlächtereien, lange Zeit zählten auch die Medien dazu, mit ihrer ständigen Angst, "Hetzern" eine Stimme zu geben, werden nun wenigstens in Augenblicken wach, wenn wieder so ein blutiges Zeremeoniell der barbarischen Tötung von Menschen passiert ist.
Dem einen Riegel vorzuschieben, geht nur mit einer Politik, wie sie Kanzler Kurz verfolgt, nämlich die MIgration aus muslimischen Ländern auf das Notwendigste (der humanitären Hilfe) zu begrenzen. Die Neos-Frontfrau, die jetzt nach einer wehrhaften Demokratie schreit, hätte noch vor wenigen Wochen am liebsten alle aus dem Lager Moria nach Österreich geholt. Und die "Menschlichkeitsappelle" der planlosen SPÖ-Vorsitzenden sind ja hinlänglich bekannt. Sogar ein SPÖ-Zudenker wie R. Misik rafft sich in einem heutigen Kommentar der KlZtg dazu auf, schärfste repressive Maßnahmen gegen potentielle Gefährder zu verlangen. Wehe aber, es kommen längere Zeiten ohne Terror: Dann steht der Autor Khorchide sofort wieder auf der Indexliste der verbotenen Autoren in Europa.

rouge
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Lass doch die Kirche im Dorf.

@zweigerl: Ich kenne absolut niemanden, der islamische Gräueltaten verharmlost. Keine Medien in Österreich, keine politische Partei in Österreich. Und auch die „Frontfrau“ der Neos wollte nicht „alle Flüchtlinge aus dem Lager Moria“ nach Österreich holen. Hier ging es um ein paar unbegleitete Kinder.
Ihnen gebe ich den Rat: Man muß nicht immer laut schreien, um gehört zu werden.

zweigerl
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Lautstärke

Sie treffen einen wichtigen Punkt: die Lautstärke. Die wird in terrorlosen Zeiten heruntergeregelt. sodass die latente Gefahr nicht mehr hörbar ist. Dann rollt plötzlich wieder ein Kopf, liegen Leichen herum, werden Guilletonierungen durchgeführt wegen einer absoluten Banalität (Lectures in Meinungsfreiheit in einer Schulklasse!). Und es erhebt sich ein Orkan des schaudernden Protests und des blanken Entsetzens, dass es derlei überhaupt noch geben kann. Ich verlange, dass die ständig vorhandene Gefahr terroristischer Ausraster mitten in einer zivilisierten Gesellschaft durch entschlossene Präventionmaßnahmen auch in Zeiten der (scheinbaren) Ruhe scharf im Auge behalten werden. Diese Maßnahmen kann sich jeder ausrechnen. Andernfalls werden Terroristen wegen guter Führung aus dem Gefängnis entlassen und dürfen ins Ausland Munition einkaufen gehen.

rouge
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Niemand versteht das.

Sie haben ja eh in vielem Recht. Prävention sowie dem politischen Islam viel massiver entgegentreten. Gesetze nachjustieren, um Gefährder engmaschiger zu überwachen usw. Vor allem müssen die Glaubensverbände viel stärker intervenieren und nicht nur Betroffenheit nach so einer Tat äußern.
Aber man soll aus diesen Taten kein politisches Kleingeld schlagen. Kurz hat ja nach diesem Anschlag vorschnell die Schuld bei der Justiz gesucht - wie sich dann herausgestellt hat, hätten sowohl Innenministerium als auch Verfassungsschutz aufgrund der Informationen über den Terroristen diese Tat verhindern können.

Sam125
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Mouhanad Khorchide spricht genau das an,was unsere Multikulti Befürworter stets

ignoriert haben und wird dafür von seinen eigenen Glaubensbrüdern verfolgt und mit dem Tod bedroht!Er muss für seinen Einsatz gegen den radikal politischen Islam,ständig überwacht und beschützt werden,so erging oder besser gesagt ergeht es auch der Deutschen Imamin Seyran Ates! Wenn jetzt noch einer von unseren besonders klugen Multikulti Wahnsinnigen die Aufnahme von Migranten(vorallem junge muslime Männer) aus vorwiegend islamisch dominierten Staaten fordert,so kann man die ISLAMISIERUNG,die durch dieser intoleranten,radikalen Ideologie erfolgt,bestimmt nicht mehr aufhalten!Ich danke Herrn Mouhanad Khorchide für seinen Einsatz gegen den radikal politischen Islam und wünsche ihm alles Gute für die Zukunft! Wenn Tolerante sich gegen Intolerante nicht zur Wehr setzen, so wird die tolerante Gesellschaft zerstört und mit ihr stirbt auch die TOLERANZ!

jg4186
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bekämpfen jede Reform

Danke, sehr wichtig und wertvoll. Eine der wenigen, aber eine wertvolle Stimme innerhalb des Islam. Die Moslems müssen sich einer Reform stellen, ihr Verhältnis zur Demokratie, zur Gewalt, zur Toleranz, zu Menschenrechten muss diskutiert und geändert werden. Aber das rüttelt an Grundfesten des Islam, da wird dann Wesentliches in Frage gestellt. Und deshalb wehren sie sich auch so - wie anno dazumal das Christentum gegen die Aufklärung. Aber durch dieses Feuer der Reform werden die Moslems gehen müssen, wenn sie im aufgeklärten Europa bestehen wollen.

tomtitan
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Ein sensationeller Mensch!

Ein Dank an die Kleine für diesen tollen Artikel (bitte nicht als "+" verstecken, es sollen ihn möglichst viele lesen).