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Schulen bleiben auf GelbGastroregistrierung und mehr Sicherheit in Heimen in OÖ

Die am Montag in Kraft tretende Verordnung schreibt bei Alters- und Pflegeheimen etwa das Tragen von Masken von Besuchern, Fiebermessen beim Eingang und Erfassung der Kontaktdaten vor.

Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer
Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer © APA/Helmut Fohringer
 

Oberösterreich hat am Freitag wie erwartet die verpflichtende Gäste-Registrierung in der Gastronomie beschlossen. Zudem sollen die Schutzbestimmungen in Alters- und Pflegeheimen erhöht werden. Die am Montag in Kraft tretende Verordnung schreibt etwa das Tragen von Masken von Besuchern, Fiebermessen beim Eingang und Erfassung der Kontaktdaten vor.

Die Schulen in Oberösterreich bleiben unabhängig von der Ampelfarbe der Bezirke weiterhin gelb. In Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden wurde festgelegt, dass dies auch für die orangen Bezirke und das rote Wels gelte. Einerseits seien die Schulen aktuell nicht die Infektionsherde. Andererseits wollen man "Kindern und Jugendlichen Bildung so lange wie möglich in der Schule ermöglichen sowie die Eltern entlasten", teilte LH-Stellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP) mit.

In Wels sei die Situation an den Schulen derzeit stabil. Die Gesamtzahl der Schüler der Sekundarstufe II beträgt knapp 8.990. Mit heutigem Stand sind acht Schüler dieser Altersklasse an vier Welser Schulen mit Covid-19 infiziert. Rund 40 Prozent dieser Schülerinnen und Schüler kommen nicht aus dem Einzugsgebiet der Stadt Wels. An Welser Pflichtschulen sind 13 Schülerinnen und Schüler an vier Standorten erkrankt. "In Kenntnis dieser Zahlen ist in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden eine Umstellung auf Distance-Learning oder ein Schichtbetrieb derzeit nicht notwendig

Kritik aus Linz

Kritik an der in Oberösterreich geplanten Einführung einer Registrierungspflicht in der Gastronomie kam am Freitag aus Linz. Diese helfe den Behörden beim Contact Tracing nur wenig, "da in Deutschland etwa bis zu einem Drittel der Angaben falsch waren", so Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ). Er befürchtet zudem, dass nun noch mehr Feierlichkeiten in den privaten Bereich verlegt werden. Die geplanten Maßnahmen für Alters- und Pflegeheime halte er aber für sinnvoll, so Luger. In Linz würden 70 bis 80 Prozent der Infektionen in privaten Haushalten erfolgen, informierte der Bürgermeister. Gesundheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ) erachtet eine Registrierungspflicht in der Gastronomie für "weder sinnvoll noch notwendig" und warnte vor einem "schleichenden Lockdown", den es zu vermeiden gelte.

Mit Stand 16. Oktober 2020, 7 Uhr, waren in Oberösterreich insgesamt 206 Schüler, 43 Pädagogen sowie fünf weitere schulbezogene Personen Corona-positiv. Die insgesamt 254 Fälle verteilen sich auf 131 Schulstandorte. Bis auf Weiteres heißt es an allen Schulen: Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes außerhalb der Klassen- und Gruppenräume ist Pflicht. Auch wenn es jetzt kälter geworden ist, soll weiter während des Unterrichts gelüftet werden. Abstand sowie Handhygiene sind weiter einzuhalten.

"Wir wissen, dass die Schulen in Oberösterreich dies gut umsetzen und bedanken uns für die Arbeit und den Zusammenhalt aller an den Standorten", meinte Bildungsdirektor Alfred Klampfer.

Kommentare (1)

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herwag
4
6
Lesenswert?

:-(((

... die visiere die im umlauf sind und häufig angewendet werden sind eine reine alibiaktion und gehören verboten !