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"Sehr hoher Stellenwert"Auto hat im Leben der Österreicher elementare Bedeutung

Gerade in der Stadt lässt es sich auch ohne Auto gut leben - um im Alltag von A nach B zu gelangen, kommt das Rad jedoch nur bei weniger als einem Zehntel der Österreicher zum Einsatz.

© (c) PixPartout - stock.adobe.com
 

Das Auto ist im Leben der Österreicher von hoher Relevanz, bevorzugt werden dabei noch klar Modelle mit Verbrennungsmotoren. Der Shift zur E-Mobilität lässt somit noch auf sich warten. Ähnlich ergeht es Mietwagen-Angeboten oder Car-Sharing, deren Nutzung in großen Teilen der Bevölkerung noch auf Skepsis stößt. Das ist zumindest die Bilanz einer aktuellen, repräsentativen Umfrage von marketagent.com.

Für 26,1 Prozent der Befragten hat das eigene Auto einen "sehr hohen Stellenwert", für 31 Prozent einen "eher hohen". Als "eher gering" und "sehr gering" bezeichneten 9,8 bzw. 9,2 Prozent der Umfrageteilnehmer den Stellenwert des privaten Pkw. Gut ein Viertel der Befragten plant die Anschaffung eines neuen Autos innerhalb der nächsten zwölf Monate. Jeder Zweite kann sich dabei durchaus vorstellen, sich einen Gebrauchtwagen zuzulegen.

In Bezug auf den Antrieb stehen Diesel und Benzin immer noch hoch im Kurs. Mehr als acht von zehn Österreicherinnen und Österreicher würden einen Verbrennungsmotor einem Elektroauto vorziehen (Diesel: 47,5 Prozent, Benzin: 35,8 Prozent, Elektro: 11,7 Prozent).

Die am besten vorstellbaren Alternativen zum eigenen Auto sind Taxi, Uber, Taxify und Co., die von fast zwei Drittel der Befragten regelmäßig oder zumindest ab und zu genutzt werden. In privaten Fahrgemeinschaften finden sich drei von zehn Befragten gelegentlich zusammen. Sie haben aus Sicht von jedem zweiten Österreicher das größte Potenzial, sich zukünftig als echte Alternative zum eigenen Wagen zu etablieren. Etwas mehr als vier von zehn sind der Meinung, dass Auto-Abos und Car-Sharing zukunftsträchtige Modelle darstellen.

Gerade in der Stadt lässt es sich auch ohne Auto gut leben. Bei kürzeren Wegen und aus Sicht des Klimaschutzes lohnt sich beispielsweise der Griff zum Fahrrad, was für knapp sechs von zehn Österreichern zumindest gelegentlich eine Alternative zum Pkw darstellt.

Als "Haupt-Fortbewegungsmittel", um im Alltag von A nach B zu gelangen, kommt der Drahtesel jedoch nur bei weniger als einem Zehntel der Österreicher zum Einsatz (sieben Prozent). Knapp jeder Fünfte nutzt ihn zumindest für einen Teil der täglichen Wege. Für drei von zehn Befragten ist das Rad lediglich ein unregelmäßiger Begleiter.

Kommentare (9)

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Plantago
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alles nur Erziehungssache.

Mit dem nötigen Druck wird man die Autofahrer schon dazu bringen, auf bunte Lastenfahrräder umzusteigen, damit sie ihre Mineralwasser- und Bierkisten, Möbel, Koffer etc. etc. transportieren. Die Medien sind da einfach noch viel zurückhaltend. Sie sollten sich an Herrn Kurz orientieren, z.B.: "Bald wird jeder jemanden kennen, der bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist." oder so. Auch die E-Autos werden viel zu wenig beworben und gefördert, obwohl die Massen schreiend danach verlangen. - Satire Ende.

Plantago
4
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Auch wenn das tote Pferd noch so gepusht wird,

es mag einfach keiner auf ihm reiten.

Beson
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Ballungsraum vs. ländliche Regionen

In den Ballungsräumen ist der öffentliche Verkehr nicht so schlecht ausgebaut und ein eigenes Auto damit nicht unbedingt notwendig. In den ländlichen Gebieten sieht das ganze dann wieder anders aus. Ich kenne beide Seiten und kann deswegen die Schimpferei auf den Individualverkehr oft nicht verstehen. Veränderung ist notwendig, klar, jedoch ohne Alternativen schwer.

Jiyu
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"Gerade in der Stadt lässt es sich auch ohne Auto gut leben"

Ja in Wien schon...
Von Graz-West nach Graz-Ost wäre mein Arbeitsweg: 1 Stunde 20 Minuten mit den Öffis vs. 40 Minuten Fahrrad vs. 20 Minuten mit Auto/Moped.
Mich bringt man so vom Individualverkehr nicht weg.

unterhundert
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Wien, ist Spitze, Linz ist besser.

Ähnliches von Feldkirchen bei Graz, zum LKH.. zumal es die Fahrkarte nicht immer oder fast nie in den Trafiken in Feldkirchen zu Kaufen gibt, der Buslenker, darf keine mehr verkaufen. Mit der S -Bahn zu Umständlich , da längerer Fußweg. Als Grazer mit den Gratis Öffis zum Schwarzl, ist wichtiger, als der Innerstädtische Verkehr.

duesenwerni
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Aus wirtschaftlicher Sicht ist die Anschaffung eines eigenen ...

PKW ziemlicher Unsinn, wenn man bedenkt, dass das Fahrzeug die meiste Zeit des Tages unbewegt am Straßenrand oder in der Garage/Carport herumsteht. Gebundenes Kapital, das zumeist nicht arbeitet.
Psychologisch sieht das Ganze natürlich anders aus - der Hauch von Freiheit, Bequemlichkeit und (für andere) sichtbarem Lebensstandard :-)

Jamestiberius
29
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Freiheit und...

...gemeinsam im Stau warten, über Parkschäden ärgern, Schlange vor der Waschstraße stehen, vom Staat abgezockt werden - und last but not least mit dem 3-Tonnen-SUV die Umwelt verpesten und Parkplatz suchen - ja, ist psychologisch schon eine echte Freude das Ganze.

einmischer
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Jamestiberius

Tuan´s net jammern und erfreuen Sie sich lieber über die aus diversen KFZ-Steuern finanzierten Straßen, auf denen Fahrradstreifen aufzumalen ja derzeit en vogue

badkitten
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3 Tonnen SUV‘s

Der war gut, dann sitzt man zu 7. drinnen und brauchen nen LKW Schein ;) aber ja SUV sind ziemlich sinnbefreit