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Waren sich selbst überlassenStudie zeigt: Mehr verletzte Pensionisten während Lockdowns

Krankenhaus Braunau untersuchte die Fälle. Fazit: Es gab mehr Stürze und andere Verletzungen. Frakturen an Oberschenkeln, Wirbeln und Oberarmen hatten um fast 40 Prozent zugenommen.

© Robert Kneschke - stock.adobe.co
 

Während des Lockdowns sind deutlich mehr Senioren mit Verletzungen nach Stürzen und Ähnlichem auf dem Operationstisch der Unfallchirurgie gelandet als in anderen Jahren. Das ergab eine Untersuchung im Krankenhaus Braunau in Oberösterreich. Primar Jürgen Barth führt das u.a. darauf zurück, dass die Betroffenen "mehr als sonst auf sich selbst angewiesen" waren.

In der Gruppe der Über-65-Jährigen habe die Zahl der alterstypischen Verletzungen wie Frakturen an Oberschenkeln, Wirbeln und Oberarmen um fast 40 Prozent zugenommen, berichtete Barth. Im Zeitraum von Mitte März bis Ende Mai zählte er 51 Patienten mit diesen Diagnosen, im Vergleichszeitraum des Jahres davor waren es nur 33. Ein großer Teil der Verletzungen war auf Stürze etwa mit dem Rad, aber auch im Haushalt zurückzuführen. Die Untersuchung bezieht sich zwar nur auf das Spital in Braunau, laut dem Primar habe man aber auch in anderen Häusern ähnliche Erfahrungen gemacht.

Generation 65+ besonders betroffen

Besonders stark betroffen war die Gruppe der 65- bis 80-Jährigen. "Das sind vor allem jene Personen, die noch zuhause und nicht in Pflegeheimen betreut werden", so Barth. Daheim sei aber die eine oder andere Pflegekraft ausgefallen und die Angehörigen seien weniger präsent gewesen, weil man ihnen geraten hat, den Kontakt zu betagten Menschen einzuschränken. "Dadurch waren die älteren Personen viel mehr auf sich selbst angewiesen und das Resultat waren mehr Unfälle als sonst in diesem Zeitraum."

Todesfälle während des Spitalsaufenthalts oder der Remobilisierung waren laut Barth in Braunau nicht zu beklagen. Allerdings würden manche Verletzungen wie etwa Oberschenkelhalsbrüche sehr häufig zu Pflegebedarf oder letztlich sogar zu geringerer Lebenserwartung führen.

Kommentare (2)

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berndhoedl
12
16
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meine Ängste momentan...

dass ich mir eine Verletzung oder Erkrankung zu ziehe (Meniskus, Leistenbruch, etc...) - weil da musst du dich mit Covid anstecken, dass du ins Spital kommst.

die 2. große Angst ist, dass die Regierung noch einmal gewählt wird. Da wähl ich als absoluter Antiroter echt lieber rot, weil noch einmal die Türkisen oder Grünen zusammen wäre ein Wahnsinn. Warum? bei den Türkisen sinds net wirklich erfahren (nicht in der Profession oder im Alter - Blüml wär so ein Beispiel). und die Grünen sind entweder echt so unerfahren oder sie dürfen von den Türkisen aus nicht.

erstdenkendannsprechen
5
20
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du kommst ganz normal ins spital

das funktioniert zur zeit wie immer.