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Katastrophe noch verhindertGasleitung in Wien manipuliert: Verdächtiger festgenommen

61-jähriger Pole hatte offenbar am Dienstag in Wien-Ottakring seine Gasleitung manipuliert, um eine Delogierung zu verhindern. Nun wurde er festgenommen.

© (c) APA/ROLAND SCHLAGER
 

Der 61-jährige Wohnungsmieter, der am Dienstag in Wien-Ottakring seine Gasleitung manipuliert haben soll, um eine Delogierung zu verhindern, ist am Freitag in Wien-Ottakring festgenommen worden. Nur durch viel Glück war es nicht zur Detonation gekommen. Laut Polizeisprecher Markus Dittrich wurde der Mann um 9.00 Uhr in der Thaliastraße festgenommen. Die Polizei hatte am Donnerstag ein Fahndungsfoto des Mannes veröffentlicht. Er leistete bei seiner Festnahme auf der Straße keinerlei Widerstand.

Der polnische Staatsbürger war seit April 2019 die Miete schuldig geblieben, weshalb er delogiert werden sollte. Termin dafür war Dienstag, 8.00 Uhr. Der Schlosser öffnete im Beisein eines Gerichtsvollziehers, eines Vertreters der Hausbesitzerin und eines Zeugen die Tür der Wohnung im zweiten Stock der Degengasse. Er fräste dafür das Schloss auf, berichtete der Sprecher der Berufsfeuerwehr, Christian Feiler, am Dienstag.

Im Inneren der Wohnung bemerkten die Anwesenden Gasgeruch, weshalb sie ins Freie flüchteten und den Notruf verständigten. Es folgte ein Großeinsatz von Polizei, Berufsfeuerwehr, den Wiener Netzen und der Wiener Berufsrettung. "Die Gaskonzentration in der Luft war bereits nahe an der Explosionsschwelle", sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger.

Kräfte der Berufsfeuerwehr Wien und Mitarbeiter der Wiener Netze schlossen die Gasleitung, um die Gefahr der Gasexplosion abzuwenden. Eine Frau musste ins Freie gebracht werden, ansonsten waren keine Hausbewohner anwesend.

Ermittler des Landeskriminalamtes stellten eine Beschädigung der Gaszuleitung der Gastherme fest, sie wurde durch Werkzeugeinwirkung herbeigeführt, sagte Eidenberger.

 

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