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In WienProteste vor der russischen Botschaft nach Mord an Tschetschenen

Nach dem Mord eines tschetschenischen Videobloggers in Gerasdorf gab es Proteste vor Russlands Botschaft in Wien.

KUNDGEBUNG VON EXIL-TSCHETSCHENEN VOR RUSSISCHER BOTSCHAFT
© APA/HANS PUNZ
 

Nach dem Mord am 43-jährigen Tschetschenen Mamichan U. alias Martin B., der am Samstag in Gerasdorf mit fünf Schüssen getötet wurde, hat am Dienstagnachmittag vor der russischen Botschaft in Wien eine Demonstration stattgefunden. Mehrere Dutzend Tschetschenen versammelten sich, um aus Anlass der Bluttat Konsequenzen zu fordern. Die Veranstaltung verlief ausgesprochen friedlich.

"Die tschetschenische Community hat den Tod von Mamichan U. vorausgeahnt", sagte eine Rednerin. Es habe sich um einen "politischen Mord" gehandelt. Der 43-Jährige hatte in den vergangenen Monaten auf seinem Videoblog den tschetschenischen Regionalpräsidenten Ramsan Kadyrow in regelmäßigen Beiträgen kritisiert und teilweise wüst beschimpft. Dafür habe er mit dem Leben bezahlt, mutmaßten die erschienenen Manifestanten, wobei sie die Letztverantwortung bei Russland und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sahen, der Kadyrow stütze.

Transparente mit Aufschriften wie "Putin ist ein Kriegsverbrecher", "Russland ist kein sicheres Land für Tschetschenien" und "Putin Mörder nach Den Haag" wurden für die zahlreich erschienenen Medienvertreter in die Kameras gehalten. Mehrere Frauen skandierten minutenlang "Putin Terrorist" und "Russland Terrorist".

Kommentare (4)

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Nebelspalter
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Uiuiuiui.

da kann doch der bekannte Friedenstauben Züchter Wladimir aus dem Kreml und sein bärtiger Spezi Kadyrow nichts dafür!
Alles gelogen, ein bisserl mit den Gegnern aufräumen wird doch nicht verboten sein!

Plantago
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Wenn wir daheim nicht miteinander auskommen,

dann gehen wir halt zum Nachbarn in die Wohnung und fangen dort zu streiten und zu raufen an, - der hat sicher eine Freude damit. Österreich scheint allen Völkern dafür eine Bühne zu bieten. Und dann die Streitparteien gemeinsam zu Gesprächen einladen... - wir sind ja mittlerweile so etwas wie eine "kleine UNO", nicht wahr?

duesenwerni
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Dumm nur, dass sie gar nicht bis vor die Botschaft der Russischen Föderation ...

... vorgelassen wurden.
Die Volksschüler der VS Reisnergasse werden geschaut haben :-)

heinz31
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Wieviele waren das?

Wahrscheinlich eh nur die 5, die das Transparent halten.
Und die Medien schaukeln das hoch anstatt einfach zu ignorieren.