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Prozess in Linz Soldat soll irrtümlich Freund angeschossen haben

Der 26-jährige Schütze, dem fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen wird, war bei dem Vorfall betrunken. Das Opfer erlitt schwere innere Verletzungen und ist nun querschnittgelähmt.

Eine Glock 19
Eine Glock 19 © (c) EPA (Carsten Rehder)
 

Ein Soldat, der im November des Vorjahres im privaten Rahmen irrtümlich einen Freund angeschossen haben soll, muss sich am Donnerstag in Linz vor Gericht verantworten. Das Opfer erlitt schwere innere Verletzungen und ist nun querschnittgelähmt.

Der 26-jährige Schütze, dem fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen wird, war bei dem Vorfall betrunken. Er soll seine Glock 19, die er legal besaß, vor mehreren Leuten aus einer Plastikbox genommen, ein Magazin angesteckt und die Waffe geladen haben. Im Glauben, dass sich nur eine Übungspatrone darin befinde, habe er laut Strafantrag aus kurzer Entfernung auf einen Bekannten gezielt und abgedrückt.

Der Berufssoldat, der in seiner Einvernahme von einem "Missgeschick" sprach, leistete seinem Freund Erste Hilfe und verständige die Einsatzkräfte. Dem Mann drohen bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe. Gegen ihn wurde bereits ein Waffenverbot verhängt. Das Bundesheer hat ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

Kommentare (3)

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stprei
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Missgeschick

Gerade in einer Berufsgruppe, die im Umgang mit Waffen geübt ist, muss so ein "Missgeschick" eigentlich ausgeschlossen sein.

Aber diese Handlung auf die gleiche Stufe zu stellen, wie einen KFZ-Unfall (fahrlässige Körperverletzung), ist lächerlich und entbehrt jeglicher Maßhaltigkeit.

Barbara Mokre
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Nach Strich und Faden

des Gesetzes abstrafen. Bei diesem "Missgeschick" hat der Herr gegen jede Vernunft und so ziemlich alle Gebote im Umgang mit Schusswaffen verstoßen.

*Berufssoldat, sollte entsprechend sensibilisiert sein
*betrunken
*Waffe unnötig geladen
*Waffe auf Personen gerichtet, willentlich geschossen
*schwere körperliche Beeinträchtigung am Opfer

Bin selber Berufssoldat und privat zu Sportzwecken in Besitz einer Waffe. Bei derart grob fahrlässigem Verhalten kann ich nur den Kopf schütteln und mich genieren.

UHBP
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Schön, dass wir schön langsam amerikanische Verhältnisse bekommen.

Dank Gesetzesänderungen von Tükis-Blau dürfen nun viele auch privat Schusswaffen besitzen. Dass das die Sicherheit nicht erhöht, sondern im Gegenteil große Gefahren in sich birgt, zeigt dieses Beispiel und die tausenden in den USA.
Aber es scheint einen Zusammenhang zwischen Schusswaffenbesitzern und IQ zu geben. Und der ist nicht positiv!