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Anti-RassismusZARA: Hohe Dunkelziffer bei rassistischen Vorfällen

2019 wurden ZARA fast 2.000 rassistische Vorfälle gemeldet.

ZARA ´RASSISMUS REPORT 2018´: SCHINDLAUER / KERSCHBAUMER
Dieter Schindlauer und Caroline Kerschbaumer von Zara © (c) APA/HANS PUNZ (HANS PUNZ)
 

Seit vielen Jahren verzeichnet die Beratungsstelle ZARA einen Anstieg an rassistischen Vorfällen in Österreich. Doch seien diese nur die "Spitze des Eisbergs", betont Geschäftsführerin Caroline Kerschbaumer im Gespräch mit der APA. Die Dunkelziffer sei sehr groß. "Gerade bei Vorfällen mit der Polizei wissen wir, dass es eine große Hemmschwelle gibt, diese zu melden", so Kerschbaumer.

Es gehe um "strukturellen Alltagsrassismus", betont die ZARA-Geschäftsführerin. "Den Personen, die betroffen sind, passiert so etwas ständig. Sie werden dann teilweise müde, die Vorfälle jedes Mal zu melden." Und gerade bei Vorfällen mit der Polizei hätten viele Angst vor den Folgen. "Da gibt es viele Bedenken und Ängste", erklärt Kerschbaumer. Oft würden die Betroffenen auch ihre Rechte nicht kennen.

Vorfälle im Zusammenhang mit der Exekutive seien jedenfalls eine "Konstante" in der Arbeit der Beratungsstelle Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit (ZARA) und vor 20 Jahren auch ein Mitgrund für die Gründung des Vereins gewesen. Nun arbeitet ZARA in Sachen Bewusstseinsbildung auch mit der Polizei zusammen. Das funktioniere gut, "wir schätzen den Raum für Dialog und ich habe auch das Gefühl, wir werden als Organisation gehört und ernst genommen", berichtet Kerschbaumer. Die Entwicklungen seien jedoch langsam, sagt die Rassismusexpertin auf die Frage, warum es trotz entsprechender Schulungen noch immer so viele Vorfälle gibt.

Hasssprache auf dem Vormarsch

Auch die Politik habe eine "sehr große und wesentliche Vorbildfunktion". Denn Hasssprache sei nicht nur im Internet Thema, sondern auch bei Politikern. "Je mehr wir Hasssprache ausgesetzt sind, je öfter wir Vorurteile hören, desto mehr beginnen wir unbewusst, diese Aussagen und Einstellungen tatsächlich zu übernehmen", schildert Kerschbaumer. "Dieser Gewöhnungseffekt ist sehr gefährlich."

Die aktuellen Anti-Rassismus-Proteste und vor allem die hohe Beteiligung an der Demonstration nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd in Wien zeigten, dass Rassismus ein weltweites Thema sei, das "angesprochen werden muss. Das ist lange so gut wie nicht passiert. Derzeit ist es aber unmöglich, nicht Position zu beziehen und zu negieren, dass wir ein Problem mit Rassismus in Österreich haben", sagt die ZARA-Chefin.

Die Politik müsse sich nun auf höchster Ebene des Themas annehmen, dieses ernst nehmen und "klar ansprechen". Im Regierungsprogramm ist ein entsprechender Aktionsplan vorgesehen, dieser müsse nun ausgestaltet und umgesetzt werden. "Jetzt ist der ideale Zeitpunkt dafür", appelliert Kerschbaumer.

2019 wurden ZARA fast 2.000 rassistische Vorfälle gemeldet. Drei von fünf Meldungen betrafen das Internet. Laut einer früheren Studie der in Wien ansässigen EU-Grundrechteagentur (FRA) werden nur 14 Prozent aller Fälle von Rassismus gemeldet.

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Danke für Ihr Verständnis.

Vem03
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Einseitig

Einfach Anschuldigungen gegen die Polizei in den Raum stellen ist sehr einfach. Die Herrschaften von Zara sollten bei Amtshandlungen mal dabei sein um das Verhalten ihrer Klienten mal miterleben zu können.
Das darf man ja nicht sagen - man ist ja ein Rassist wenn man die Wahrheit sagt.

zweigerl
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Interdependente Beleidigungen

Österreich ist nicht Amerika. Bei uns gibt es längst eine Interdependenz multikultureller Konflikte. Habe es persönlich erlebt, wie mir ein Farbiger unverhältnismäßig drohte wegen des Bagatellfalls eines ungenauen Spurwechsels beim Fahren. Meine scharfe Gegenreaktion wäre als "faschistoid" ausgelegt worden. Intra muros peccatur et extra: Menschen jeglicher Hautfarbe sind sowohl als Subjekte wie als Objekte beleidigungs- und herabwürdigungsträchtig. "Zara" ist auf einem Auge blind, um sich als Institution zu legitimieren.

Mezgolits
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Hohe Dunkelziffer bei rassistischen Vorfällen

Vielen Dank - ich meine: Solche Vorfälle gibt
es NUR: Wenn eine Personengruppe glaubt,
eine SCHWÄCHERE Personengruppe in der
ZWANGSLAGE - WEITER - UNRECHTMÄßIG -
AUSBEUTEN zu KÖNNEN = so wie beim un-
rechtlichen Sterbehilfe-Verbot. Erfinder M.

samro
3
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rassismus

fuer mich ist dieses ganze thema sehr eng daran gekoppelt dass wir zuwenig empathie generell fuer einander haben. ohne empathie in allen bereichen wird es schwer gerade bei einem thema diese zu fordern. ich glaube der weg muss generell woanders hingehen.
weniger egoismus. mehr den anderen verstehen wollen. was in einer familie schon nicht gegeben ist kann schwer zu anderen moeglich sein.
da sollten wir beginnen mit einem generellen umdenken.