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"Unumgänglicher Schritt"Arzt ging während OP - Uniklinik Linz sprach Entlassung aus

Das Kepler Universitätsklinikum (KUK) Linz hat am Montag den Oberarzt entlassen, der während einer heiklen Operation das Spital verlassen und die OP an einen Assistenzarzt übergeben hatte.

Die Universitätsklinik sah den Schritt als unumgänglich an. © (c) APA/HEINZ ZIEGLER (HEINZ ZIEGLER)
 

Interne Ermittlungen hätten "die Verdachtsmomente hinsichtlich der Verletzung der Dienstpflicht verdichtet", so dass der Schritt "unumgänglich war", meinte der ärztliche Leiter des KUK, Ferdinand Waldenberger.

Am vergangenen Dienstag war ein 77-jähriger Patient wegen eines Aortarisses mit dem Rettungshubschrauber ins KUK eingeliefert und operiert worden. Der Oberarzt, der den Eingriff leitete, soll während einer noch kritischen Phase der Operation an einen Assistenzarzt übergeben und das Spital verlassen haben. Nach Schwierigkeiten bei der OP starb der Patient. Der Mediziner sei erst nach einer dreiviertel Stunde wieder zurückgekommen und habe erkannt, dass der Patient nicht mehr zu retten sei, hatte Waldenberger am Wochenende den Vorfall bestätigt.

Am Sonntag wurde vom KUK eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft eingebracht. Im Raum stehen der Verdacht der fahrlässigen Tötung mit einem Strafrahmen von bis zu einem Jahr Haft oder gar der grob fahrlässigen Tötung (bis zu drei Jahre).

Im Sinne der vollständigen Transparenz arbeiten wir intensiv mit den Ermittlungsbehörden zusammen und haben bereits alle erforderlichen Dokumente für eine rechtliche Beurteilung durch die Staatsanwaltschaft übergeben

Das betonte Waldenberger in der Presseaussendung am Montag. Darüber hinaus bleibe die Beauftragung an den externen Gutachter im Sinne der bestmöglichen Aufklärung der Umstände aufrecht.

Kommentare (9)

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jokerr22
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Mehr Zeit

Jetzt hat er mehr Zeit für seine Privatpatienten und muss sich nicht mehr mit dem niedrigen Fußvolk abgeben...

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georgXV
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ENDLICH ...

LEIDER ist dieser Mann ein typisches Beispiel für "die Götter in weiß" ...

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Hieronymus01
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Kein typisches Beispiel für Ärzte

Das sind die typischen Auswüchse des Kapitalismus.
Gewisse Leute können nie genug bekommen. Sie wollen auf Biegen und Brechen immer mehr verdienen. Koste es was es wolle.

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ultschi1
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Nein!

Kein typisches Beispiel!

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georgXV
0
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???

was sind für Dich "Götter in weiß" ?
Für mich sind "Götter in weiß" Ärzte, die ihr eigenes Wohl über das der Patienten stellen, die Unnahbar sind, KEINE eigenen Fehler zugeben können, alles besser Wissen, sich KAUM Gedanken über Alternativen machen, die leider NICHT diskussionsbereit sind und KAUM Fragen beantworten, usw., usw.
Ich hoffe, Du stimmst mit mir in vielen Punkten überein.
Gerade in Zeiten des Internets, bin ich sehr für MÜNDIGE Patienten.

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Rsgg
12
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Unfassbar

Berufsverbot für immer! Strafrechtliche Verurteilung !! Entschädigung für Hinterbliebene!
Reine Gier nach mehr egal um jeden Preis.
Es ist nicht zu fassen !!
Verantwortungslos und ekelhaft!!!!!!
Strafrahmen bis zur Neige bitte ausnützen!!!!!!
Mit nichts zu entschuldigen!!

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lacrima
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Das wird ein Gutachter entscheiden.....

was schlussendlich dabei raus kommen wird. Bekanntlich peckt eine Krähe der anderen kein Auge aus!!! In diesen Fall wird es sich wohl nicht um ein Schicksalshaftes Ereignis handeln. Hoffentlich siegt die Gerechtigkeit!!!

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beneathome
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Grundproblem liegt woanders

Die Unvereinbarkeit von verschränkter öffentlicher und privater Berufsausübung gehört endlich im Sinne der Patienten geregelt. Nur Patienten haben keine Kammer, die sie politisch und institutionell vertritt. Es wäre wahrscheinlich besser, für Arzt und Patient.

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ARadkohl
0
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Genauso ist es.

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