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EssayPhilosophin Isolde Charim: "Was uns rettet, sind die Restposten des alten Sozialstaats"

Die Corona-Epedemie zeigt: Der Markt kann diese Bedrohung nicht regeln. Deshalb braucht es eine Renaissance von Konzepten des öffentlichen Guts, des Gemeinwohls und die Stärkung der Systemrelevanten.

Die Krise hat die übersehenen sichtbar gemacht
Die Krise hat die übersehenen sichtbar gemacht © AP
 

Wenn diese Epidemie eine spirituelle Dimension hat – und das hat jede existenzielle Bedrohung –, dann ist es die: Wir gehen eines Glaubens verlustig. Des Glaubens an den Markt. Denn eines zeigt sich gerade in der Krise deutlich: Der Markt kann das nicht regeln. Der Markt mit seinem Credo: Privatisieren. Deregulieren. Sparen. Dieser ganze Marktglaube mitsamt seinem siegesgewissen Marktsubjekt fällt der Epidemie zum Opfer. Oder ist zumindest drastisch erschüttert. Und keiner kann sagen, ob er in der „neuen Normalität“ überleben wird. Ob er nach dem Schockmoment auferstehen wird. Noch gieriger als zuvor.

Kommentare (5)

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differentialrechnung
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"Lernen'S Geschichte"

ein Rat, der, ob zu Recht oder Unrecht, dem weiland Bundeskanzler in den Mund gelegt wird ....

Zu der Geschichte, aus der zu lernen wäre, zählen doch bestimmt auch die ungeheuren Erfolge aller zentral gelenkten, ob kommunistischen oder sozialistischen oder sonst ideologisch als Heilslehren beworbenen Wirtschaften. Beispiele aus der jüngeren Geschichte: die DDR, die Sowietunion, Kuba (mit Vorbehalt), Venezuela (?).

michtede
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Das Gesundheitssystem

Das Gesundheitssystem Ist sehr gut in Österreich! Ich lobe es! Das einzige Manko, ist dass man bei Zahnbehandlung keine Chance hat irgendwas billig oder gratis zu bekommen, hier ist das Gesundheitssystem schlecht!

Mr.T
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Tja...


... ALLE die die letzten Jahre über den Sozialstaat geschimpft haben und alle die den Armen dieses Landes (Bezieher von Mindestsicherung, Notstandshilfeempfänger und Arbeitslose usw.) Ihre Förderungen nicht gegönnt haben soll nun auch die Unterstützung verwehrt werden...

Sie wollen ja nicht das Menschen in Not etwas bekommen!

Eigenartig ist auch, das Kurz, der sich ja auch Immer EINDEUTIG gegen diese Menschengruppen ausgesprochen hat, nun, wenn es um seine Gefolgschaft (Selbstständige) geht als der große Gönner aufspielt und mit den Milliarden nur so um sich schmeißt!

Offenbar hat er nur dann etwas gegen Bittsteller von Sozialleistungen wenn es nicht seine Wähler sind!

crawler
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Zumindest zeigt die Krise

dass viele zu (von den Medien unterstützten) Jammerern und Egoisten verkommen sind, die sonst stolz ihren Status mit der S-Klasse vorführen. Sogar ein begnadeter Kabarettist, der nun wirklich nicht über zu wenig Publikum und Einnahmen jammern kann hat sich angeschlossen. Ja und auch Musikkapellen machen sich schon laut Gedanken über ausfallende Einnahmen. Ist es heute wirklich so, dass alle Unternehmer schon aus dem letzten Loch pfeifen, dass sich keiner mehr für zwei Monate über Wasser halten kann? Dass das Risiko von Unternehmen letztendlich immer die Allgemeinheit tragen muss?

samro
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ego

es ist so dass ein riesen egoismus herrscht, den man ewig als gesundes ego gelehrt hat.
ein kalter wind im zusammenleben. ersichtlich in partnerschaften und business.
ich hoffe auf die prognostizierte empathie.