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Caritas-PräsidentLandau: "Hätte nichts dagegen, wenn verpflichtender Zölibat aufgehoben würde"

Caritas-Präsident Michael Landau zeigt sich in der ORF-Pressestunde über das Mindestsicherungs-Urteil "erleichtert" - und lässt beim Zölibat aufhorchen.

Caritas-Chef Michael Landau
Caritas-Chef Michael Landau © (c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)
 

Caritas-Präsident Michael Landau reagiert "erleichtert" auf die Aufhebung der Sozialhilfe-Kürzung für Familien durch das Verfassungsgericht. "Ich würde mir wünschen, dass das jetzt als Chance ergriffen wird", plädierte Landau am Sonntag in der ORF-"Pressestunde" für eine Neuregelung unter Einbindung der Praktiker und Hilfsorganisationen. Von der nächsten Regierung wünscht er sich ein Pflegepaket.

Kirchenpolitisch unterstützte Landau die zuletzt auch vom designierten Kärntner Bischof Josef Marketz befürwortete (und am Sonntag wieder relativierte) Abschaffung des Zölibats. "Ich gestehe, ich hätte nichts dagegen, würde der verpflichtende Zölibat aufgehoben werden", sagte Landau. Es wäre wohl manchmal leichter, fachkundig von Dingen zu sprechen, wenn man selbst wisse, wie der Alltag zuhause aussehe, meinte der Priester.

Von der nächsten Regierung wünscht sich Landau Initiativen in den Bereichen Bildung, "Arbeit von der man leben kann" und leistbarer Wohnraum. Außerdem wünscht sich Landau ein Pflegepaket. Es brauche einen "vergleichbaren Qualitäts-, Versorgungs- und Finanzierungsrahmen österreichweit".

Der Zugang zur Pflege müsse für alle flächendeckend leistbar sein und es brauche auch Anstrengungen, damit sich Menschen für den Pflegeberuf entscheiden.

Begrüßt wurde von Landau die Aufhebung zweier zentraler Punkte der türkis-blauen Sozialhilfe-Reform. Die Höchstrichter hatten sowohl die starken Kürzungen für kinderreiche Familien als auch für Menschen mit schlechten Deutsch- oder Englischkenntnissen gekippt. Eine Kürzung der Familienzuschläge auf 44 Euro ab dem dritten Kind "entspricht nicht der Lebenswirklichkeit von Menschen", betonte Landau dazu. Er hoffe nun auf eine Neuregelung unter Einbindung von Bund, Ländern, Praktikern und Hilfsorganisationen.

Zurückgewiesen hat der Caritas-Präsident das Argument, dass Mindestsicherungsbezieher mehr Geld bekommen könnten als Arbeitnehmer. In diesem Fall stünde den Arbeitnehmern eine Aufstockung zu, betonte Landau. Allerdings glaube auch er, dass der Abstand zwischen der Mindestsicherung und den Arbeitseinkommen größer sein sollte. Dafür wäre es aber nötig, dass Menschen, die wenig verdienen, mehr verdienen. Denn acht Prozent der Arbeitnehmer seien "working poor".

Kommentare (3)

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PiJo
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ORF-"Pressestunde"

was Landau aber in der Pressestunde auch klar gesagt hat wird in diesem Artikel tunlichst verschwiegen , das Personen die keinen Anspruch auf Asyl haben nicht in Österreich bleiben können.

hermannsteinacher
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Landau ist

zuzustimmen.

walterkaernten
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zölibataufhebung

Das ist eine gute aussage des Herrn LANDAU.

Die Röm/Kath kirche muss sich vom ZÖLIBAT verabschieden.

Leider hat der neue angeblich so aufgeschlossene Bischof von KÄRNTEN keine kraft seine geäusserte meinung zu vertreten.

Ein weichling wie alle, die schon seit jahrhunderten die KIRCHE leiten, oder vertreten. Oder sind die alle miglieder eine MAFIA ?

Sorry für die offenen worte, aber wenn schon der PAPST sagt, dass die kriche 200 jahre verschlafen hat, dann darf ich als kirchensteurzahler das auch sagen....