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Ab 2020/21 Verpflichtendes Schüler-Feedback für Lehrer kommt

Die Ergebnisse sollen allerdings - anders als bei der jüngst präsentierten umstrittenen Lehrerbewertungs-App "Lernsieg" - nicht öffentlich einsehbar sein. Nur der betreffende Lehrer soll die Rückmeldung erhalten. Das Online-Tool wurde in der Steiermark entwickelt.

Sujetbild © stokkete - stock.adobe.com
 

In ihrem Regierungsprogramm hatte die letzte ÖVP-FPÖ-Koalition angekündigt, dass Lehrer künftig von Schülern, Kollegen, Direktoren und Eltern ein "360-Grad-Feedback" erhalten sollen. Die Vorarbeiten sind noch nicht abgeschlossen, bei den Schülern ist das Bildungsressort aber bald startklar: Sie sollen ab dem Schuljahr 2020/21 Lehrern verpflichtend Feedback geben, schreibt die "Presse" am Freitag.

Voraussetzung für das Projekt ist freilich die Zustimmung der kommenden Regierung. Davon wird im Bildungsministerium allerdings ausgegangen, wie eine Sprecherin gegenüber der APA betont. Immerhin seien in der Vergangenheit alle Parteien dafür gewesen.

Online-Tool in der Steiermark entwickelt

Für die Schülerrückmeldungen wurde vom Ministerium gemeinsam mit der Uni Graz und der Pädagogischen Hochschule (PH) Steiermark ein Online-Tool entwickelt. Die Ergebnisse sollen allerdings - anders als bei der jüngst präsentierten umstrittenen Lehrerbewertungs-App "Lernsieg" - nicht öffentlich einsehbar sein. Nur der betreffende Lehrer soll die Rückmeldung erhalten. Die Pädagogen sollen laut Plan das Feedback regelmäßig verpflichtend von ihren Schülern einholen müssen, ein Mal pro Jahr ist laut Ministerium realistisch. Dieses soll dann auch Grundlage für Fort- und Weiterbildungsplanungsgespräche mit der Schulleitung sein.

Auch Eltern können rückmelden

In Zukunft sollen dann auch Eltern den Lehrern Rückmeldung geben können, hier wird ebenfalls über ein Online-Tool nachgedacht. Die Bewertung von Lehrerkollegen soll wiederum auf der Beobachtung des Unterrichts basieren, für Schulleitung und Schulaufsichtsbeamte wird ebenfalls an einheitlichen Feedback-Instrumenten gearbeitet.


Gänzlich neu ist das freilich alles nicht: Schon jetzt gibt es unter www.sqa.at (Schulqualität Allgemeinbildung) und unter www.qibb.at (Qualitätsinitiative Berufsbildung) Online-Fragebögen, in denen Schüler die Unterrichtsgestaltung und den Umgang mit den Kindern und Jugendlichen bewerten können. Auch für Feedback von Kollegen gibt es laut Ministerium bereits Tools, diese würden gerade evaluiert.

 

Kommentare (13)

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Aleksandar
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Nett

Anstatt mit dem Schüler, der diese umstrittenen App entwickelt hat, eine von allen akzeptable Lösung zu erarbeiten, dürfen sich wieder die tollen Expert/inn/en, denen wir den Niedergang des Schulwesens verdanken, wichtig machen.

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sandor026
7
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???

Du bevorzugst also wirklich den profitorientierten 17jährigen (mit seinen Investoren im Hintergrund) gegenüber einem studierten Pädagogen oder Forscher. Es gibt Parteien in denen du das Zeug zum Bildungsminister hättest. Bei uns glaubt wirklich jeder, nur weil er selbst einmal in der Schule war, dass er ein Experte ist.

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Aleksandar
5
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Naiv

"Studierte Pädagogen und Forscher" verantworten den Tablet-Schulaufnahmetest für Fünfjährige. Und: Sind die "studierten Pädagogen und Forscher" nicht profitorientiert? Wozu brauchen wir denn überhaupt "online-tools"?
Man muss kritisch denken, nicht blind nachplappern, was sogenannte "studierte Pädagogen und Forscher" von sich geben. Mit ein wenig Einblick würdest du erkennen, dass es unterschiedliche Meinungen gibt, die zum Teil widersprüchlich sind.
Also sandor 026: Erst denken, dann schreiben!

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sandor026
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Naiv

Ich weiß nicht, warum du ein Problem hast mit Menschen, die eine hohe Bildung genossen haben, kannst dich ja mal selbst fragen. Meistens sind das genau die, die erst denken und dann schreiben. Wieso werden die von dir pauschal verurteilt, aber einem 17jährigen sprichst du völlig unreflektiert dein vertrauen aus?

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Aleksandar
2
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Problem?

Ich würde sagen, zunächst beendest du einmal deine Spekulationen bezüglich meiner Bildung. Da du mich nicht kennst, verstehe ich das als unnötigen Versuch, mich zu provozieren.
Wenn du die Entwicklung der Schule in Österreich der letzten Jahre beobachtet hast, musst du gestehen, dass sehr viel schief gelaufen ist und läuft. Und hinter all dem stehen "studierte Pädagogen und Forscher" (wobei man die "-innen" nicht ausschließen sollte). Wir alle wissen, dass gerade im Bildungsbereich (partei-)politische Präferenzen und nicht sachliche Argumente ausschlaggebend sind. Wenn du dich mit Erziehungswissenschaften ernsthaft auseinandergesetzt hättest, würdest du wissen, was ich meine. Um dies auszuführen, reicht der Platz hier nicht.

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Amadeus005
13
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Herzlichen Dank dem Schüler

Seine, vielleicht missglückte, App hat geholfen, dass was gemacht wird.

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hcandussi
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Vielleicht sind die Pläne im Ministerium sogar älter als die dämliche App.

oder glauben Sie, dass alles das, was im obigen Artikel an Aktivitäten beschrieben wird, erst durch "lernsieg" initiiert wurde?

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Amadeus005
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Naja

Technologisch wäre das schon seit 10+ Jahren leicht möglich gewesen. Wurde wohl einfach hinten gehalten, bis der Druck unausweichlich wurde.

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Ifrogmi
9
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Na das wird eine gaudi...

Leistungsorientierten Eltern werden die pädagogInnen zu wenig machen, den anderen, die ihre Kinder ohne übermässigen drück grossziehen wollen, zu viel, den einen gibt es zu wenig regeln und strenge, den Kindern der anderen wird zu viel reglementiert, usw.
Das ist ein populistischer Schwachsinn höchsten Grades.
Ich möchte jetzt ärzte im Spital bewerten ob sie gute Stimmung verbreiten, die naht tadellos ist, sie mit mir über die Art der op- Vorbereitung diskutieren,...

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UHBP
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Nur der betreffende Lehrer soll die Rückmeldung erhalten.

Zumindest die Vorgesetzten/Direktoren sollte schon auch die Rückmeldungen zu den einzelnen Lehrer bekommen.
Damit es am Ende nicht wieder heißt, es ja keiner gewusst was so abgeht in bestimmten Klassen bei bestimmten Lehrern.

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UHBP
3
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und

bei aufgezeigten/mutmaßlichen Missständen, soll der Direktor verpflichtet werden diesen nachzugehen. Bis hin zur dienstrechtlichen Konsequenzen (Entlassungen) für Lehrer und Direktor bei entsprechenden Verfehlungen bzw. Unterlassungen.
PS: Der Fisch fängt nämlich meistens beim Kopf zum Stinken an!

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princeofbelair
1
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@UHBP

Das passiert eh so. Umgekehrt sollten Eltern stichhaltige Beweise liefern, wenn sie Lehrerinnen und Lehrer in der Bildungsdirektion anzeigen (oder sich zumindest rückversichern, ob die Vorwürfe ihrer Kinder der Wahrheit entsprechen)

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tomtitan
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@UHBP: Sehr richtig -

nur so würde das ganze einen Sinn ergeben!

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