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85 Prozent reisen per Auto anWie Wintertouristen der Umwelt schaden

Im vergangenen Winter urlaubten mehr als 20 Millionen Menschen in Österreich. Ein Großteil von ihnen kam per Auto, was für steigenden Unmut sorgt. Für Ärger sorgen auch touristische Großprojekte. Dennoch investierte die Seilbahnbranche zuletzt rund 754 Millionen Euro.

Ein gewohntes Bild: Stau zu Ferienbeginn in Westösterreich © Daniel Liebl
 

"Wir kommen an unsere Grenzen“, erklärte gestern Franz Hörl, Obmann der Seilbahnbranche, bei einem Pressegespräch in Wien. Er bezog sich dabei aber nicht auf neue Seilbahnen in den Alpen, sondern auf Probleme bei der An- und Abreise in den heimischen Wintersportgebieten. Demnach fuhren rund 85 Prozent der Urlauber – im vergangenen Winter waren es 20,4 Millionen – mit dem Auto in die Ferien nach Österreich.

Die Folge: Staus in den Tälern, zähflüssiger Verkehr auf den Autobahnen, lange Wartezeiten an den Grenzen, Ausstoß von Emissionen. Die belastende Verkehrssituation sorge laut Hörl auch bei den Einheimischen für Unmut.

Nicht zuletzt deshalb soll den Gästen das Fahren mit Bussen und der Bahn schmackhaft gemacht werden. In den Regionen sind Mobilitätsberater im Einsatz, mit den ÖBB und anderen Verkehrsbetrieben werden Angebote erarbeitet. Ein Knackpunkt: Das Gepäck.

Ausbaupläne

Für Ärger, nicht nur unter Umweltschützern, sorgten zuletzt auch die Pläne, die Skigebiete in Sölden und am Pitztaler Gletscher zu verbinden. Und weiße Kunstschneebänder bei prächtigem Herbstwetter, so wie etwa in Kitzbühel, ließen Viele die Köpfe schütteln.

Und dennoch: Der Wintertourismus brachte zuletzt einen Umsatz von rund 14,1 Milliarden Euro. Die Nächtigungen stiegen in der vergangenen Saison auf 72,9 Millionen (40 Prozent davon von deutschen Gästen). Es wurde und wird kräftig investiert: Die Seilbahnbetriebe gaben vor der heurigen Saison 754 Millionen Euro aus. 17.000 Menschen sind direkt in dieser Branche beschäftigt.

Kommentare (3)

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Mein Graz
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Auch ich fuhr mit dem Auto zum Schifahren.

Wie im Artikel steht, der Knackpunkt ist das Gepäck.
Nimmt man einmal eine Familie mit 2 Kindern, was kommt da alles zusammen? 4 Koffer oder Taschen, 4 Paar Schischuhe (die von den Kindern gehen vielleicht noch in den Koffer, die von den Erwachsenen sicherlich nicht), 4 Paar Schi mit Stöcken, bei kleineren Kindern möglicherweise eine Rodel, vielleicht sogar noch Schlittschuhe... - der Kofferraum reicht da schon nicht mehr, da muss die Dachbox herhalten.

Natürlich kann man sich das meiste heute auch ausleihen - es ist allerdings nicht jedermanns Sache, in Schischuhe zu steigen, die vom Vor-Ausleiher noch Schweißreste drin haben. Und die eigenen Schi fahren sich anders als ausgeliehene.

Umsteigen auf Öffis - da muss ein gut funktionierendes Gepäckservice zu vernünftigen Preisen vorhanden sein mit "Von-Haustüre-zu-Haustüre-" Service.

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altbayer
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Ganz ihrer Meinung

Das Gepäck ist ein Hauptgrund (Schlitten brauchen wir keinen mehr, aber bei 5 Mitfahrern eine Dachbox)- und auch die Verbindung.
Ich habe aufgrund des Artikels gerade nachgeschaut: ÖBB zwischen 12 und 16 Stunden Fahrzeit - 4 x Umsteigen - Sparschiene 650,- Euro für 5 Personen (x2=1300,-).
Wie bringe ich das Gepäck zum Bahnhof?
Im Urlaubsort kann ich ein Schitaxi nehmen.

Mit dem Auto 6 Stunden -
428km x 0,42 = 180,- Euro
X2= 360,-

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lombok
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Ich reise nur mehr mit den eigenen Schischuhen kann.

Ich fahre pro Winter etwa 7-10 Tage Schi und bin vor Jahren zur Erkenntnis gekommen, dass das Ausleihen von immer wunderbar präparierten Schi und somit täglich frisch eingestellten Bindungen für mich mehr Sinn macht, als mir alle paar Jahre neue Schi zu kaufen. Ist echt top und ich bin voll happy damit. Kann ich nur empfehlen ... 😃

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