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Jetzt liveWird das Salzkammergut zur „Kulturhauptstadt“-Region?

Im Kanzleramt wird heute die Entscheidung verlautbart, welcher der drei österreichischen Bewerber im Jahr 2024 Kulturhauptstadt wird.

Das Kurhaus in der Kaiser-Stadt Bad Ischl
Das Kurhaus in der Kaiser-Stadt Bad Ischl © APA/Barbara Gindl
 

Dornbirn, St. Pölten oder Bad Ischl – einer dieser drei Kandidaten wird heute Vormittag noch als Sieger im Rennen um die europäische Kulturhauptstadt 2024 feststehen. Dann wird dieser Titel wieder für ein Jahr nach Österreich gehen. Seit zehn Uhr wird im Wiener Kanzleramt verkündet, welche der drei Städte sich durchsetzen konnte.

Weil es sich bei der Bewerbung Bad Ischls eigentlich um eine bundesländerübergreifende Kooperation in der Region handelt – das Salzkammergut –, könnte der Zuschlag auch an steirische Gemeinden gehen. Die steirische Seite des Salzkammerguts ist durch die Gemeinden Altaussee, Bad Aussee, Grundlsee und Bad Mitterndorf vertreten. „Die Präsentation ist für uns gut gelaufen, auch wenn man die Erfolgsaussichten, wie bei jedem Wettbewerb, natürlich schwer abschätzen kann“, ist der Grundlseer Bürgermeister Franz Steinegger nach der Präsentation der Salzkammergut-Bewerbung am Sonntag in Wien recht zuversichtlich.

"Bisserl schräg", aber kein Problem

Exakt 45 Minuten durfte die zehnköpfige Abordnung ihre Bewerbung präsentieren, exakt 75 Minuten blieben für die Fragen der zehnköpfigen Jury und die Antworten der Bewerber. Die gesamte Präsentation läuft auf Englisch. Steinegger: "Wir haben uns natürlich eingehend darauf vorbereitet, auch die Präsentation in englischer Sprache war keine Hürde. Der gesamte Ablauf war sehr professionell, aber auch ein bisserl schräg. Die Zeit ist nämlich sekundengenau einzuhalten. Und wenn mitten im Wort die Glocke läutet, musst du halt genau dann auch aufhören." Am vergangenen Freitag gab es eine Jury-Visite und auch die war minutiös getaktet: Vier Jurymitglieder machten sich vor Ort jeweils exakt acht Stunden lang ein Bild von den Gegebenheiten.

Dass sich mit dem Salzkammergut erstmals eine inneralpine Region um den Titel bewirbt, könnte sich als Vorteil erweisen. Auch die große kulturelle Breite spreche für Bad Ischl und Co., unterstreichen die Bewerber. Den finanziellen Aufwand dieser Kulturhauptstadt(-Region) teilen sich Bund, die Länder Oberösterreich, Steiermark und Salzburg sowie die Gemeinden. Die Rede ist von bis zu 30 Millionen Euro.

Österreichische Kulturhauptstädte waren bislang Graz 2003 und Linz 2009. Neben einer Stadt aus Österreich werden im Jahr 2024 zwei weitere Städte zur Kulturhauptstadt Europas ernannt: die Stadt Tartu in Estland und Bodø in Norwegen.

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