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Polizei rätseltZweifel an Darstellung von "Vespa-Weltrekordler"

Günter Schachermayr hatte geäußert, während eines Rekordversuchs auf der Großglockner Hochalpenstraße am 1. November von einer Zivilstreife gestoppt worden zu sein.

Günter Schachermayr bei seinem Absprung mit einer Vespa © APA/ERWIN HUBERT
 

Die Salzburger Polizei hat nun massive Zweifel an der Aussage des "Vespa-Weltrekordlers" Günter Schachermayr geäußert, während eines Rekordversuchs auf der Großglockner Hochalpenstraße am 1. November von einer Zivilstreife gestoppt worden zu sein. "Keiner der örtlich zuständigen Dienststellen ist etwas von einer Kontrolle bekannt", sagte Polizeisprecher Hans Wolfgruber zur APA.

Die Exekutive hat den Zweirad-Stuntman darum schriftlich um Aufklärung gebeten. Denn sollte er tatsächlich von Beamten aufgehalten worden sein, könnte auch der Verdacht eines Amtsmissbrauchs im Raum stehen, weil die Amtshandlung nicht gemeldet wurde. Schachermayr selbst wollte sich auf APA-Anfrage nicht zu der behaupteten Kontrolle äußern. "Ich sage dazu nichts. Wir recherchieren gerade, was da passiert ist", meinte er knapp.

Der 41-jährige Maschinenbauingenieur aus Oberösterreich, der mit seinem Zweirad laut eigenen Aussagen schon 21 Weltrekorde aufgestellt hat, wollte zu Allerheiligen auf seiner Vespa die 46 Kilometer lange Großglockner Hochalpenstraße mit ihren 36 Kehren im Blindflug absolvieren. Dazu stülpte er sich einen blickdichten Sack über den Kopf. Von einem Begleitfahrzeug per Funk dirigiert fuhr er dann die an diesem Tag für einspurige Fahrzeuge eigentlich gesperrte Panoramastraße hoch. Seinen Angaben zufolge wurde er nach 14,7 Kilometern von der Zivilstreife gestoppt. "Ein neuer Weltrekord ist es trotzdem", betonte Schachermayr nach der Fahrt.

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