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Fast nur positive ReaktionenNur die FPÖ kritisiert in Kraft tretendes Rauchverbot

FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl kann "mit dem Bevormundungsgeist, der in Gesetzesbeschluss steckt, nichts anfangen".

© (c) APA/GEORG HOCHMUTH
 

Das mit 1. November in Kraft tretende absolute Rauchverbot in der Gastronomie hat am Mittwoch durchwegs positive Reaktionen hervorgerufen. Von der Gewerkschaft über die Initiatoren des Nichtraucherschutz-Volksbegehrens bis zur Suchtprävention kam Zustimmung, lediglich die FPÖ kritisierte weiterhin die Bevormundung der Bürger und befürchtete negative Auswirkungen für die Gastronomie.

"Neue Ära der Gesundheit"

Für die Initiatoren des Volksbegehrens "DON"T SMOKE", Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres, Krebshilfepräsident Paul Sevelda, die Ärztin Daniela Jahn-Kuch und der Rektor der MedUni Graz, Hellmut Samonigg, beginnt damit "eine neue Ära der Gesundheit für Österreich". Denn etwa 24 Prozent der Österreicher über 15 Jahre rauchen, während es im EU-Schnitt nur etwa 18 Prozent sind. Bei den Frauen ist Österreich europaweit sogar die Nummer 1, und auch bei den Jugendlichen liegt die Alpenrepublik mit 14,5 Prozent weit über dem OECD-Durchschnitt.

"Wir sind uns sicher, dass das Rauchverbot in der Gastronomie massiv helfen wird, diese alarmierenden Zahlen nach unten zu korrigieren", betonten Szekeres und Sevelda. "Gleichzeitig sind wir ebenfalls überzeugt, dass das Rauchverbot nicht den von den Gegnern prophezeiten Schaden für die Gastronomie mit sich bringen wird."

FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl, selbst überzeugter Nichtraucher, kritisierte die hinter dieser Maßnahme stehende freiheitsfeindliche Gesinnung. Er könne jedoch "mit dem Bevormundungsgeist, der in diesem Gesetzesbeschluss steckt, nichts anfangen". Die bisherige Regelung sei durch gegenseitige Toleranz gekennzeichnet gewesen und habe allen Gästen - ob Raucher oder Nichtraucher - einen ihren Bedürfnissen entsprechenden Aufenthalt in Lokalen gewährleistet.

Lokale würden bereits im Vorfeld aus Angst vor hohen Umsatzeinbußen geschlossen. "Dass man die Wirte nun auch noch zur Rechenschaft ziehen will, wenn vor ihrem Lokal rauchende Gäste die Nachtruhe von Anwohnern stören, ist geradezu ein legistischer Schildbürgerstreich", meint Kickl. Unterstützung bekam er vom freiheitlichen Tourismussprecher Gerald Hauser: "Wir werden aber weiterkämpfen, damit das generelle Rauchverbot, abgemildert wird. Ziel muss es sein, dass die Gastronomen weiterhin eine bestimmte Wahlfreiheit erhalten - zum Beispiel im Falle einer geschlossen Gesellschaft oder durch die Beschränkung der Verabreichungsplätze."

"Dauer-Selchkammern"

Freude hingegen bei Berend Tusch, Vorsitzender des Fachbereichs Tourismus in der Gewerkschaft vida: "Die über 200.000 Beschäftigten können endlich aufatmen und sind während ihrer Arbeit vor den schädlichen und tödlichen Folgen des Rauchens und des Passivrauchens geschützt." Die Arbeitnehmer in der Gastronomie seien nicht länger während ihrer Dienste in "Dauer-Selchkammern" tätig. Er habe keine Zweifel, dass die Gäste sehr schnell die Vorteile einer rauchfreien Gastronomie schätzen werden.

"Das war seit Jahren fällig. Österreich war hier Schlusslicht im internationalen Vergleich. Die rauchfreie Gastronomie ist eine wirksame Maßnahme in der Tabakprävention bei Erwachsenen und Jugendlichen", sagte Lisa Brunner, Obfrau der Österreichischen ARGE Suchtvorbeugung. Befragungen lassen eine hohe Akzeptanz für die neue Regelung erwarten.

Kommentare (18)

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pianofisch
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Von gestern

Diese Partei ist nicht nur in der Raucher-Frage ewig-gestrig.

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zyni
1
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Die letzten Monate zeigen,

was Kickl sagt, ist nur mehr für ganz wenige Österreicher relevant.

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melahide
3
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Jo

Bevormundung mag er nicht. Alles Zack, zack, Zack am Rechnungshof vorbei ...

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Kristianjarnig
3
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Mich wundert immer wieder wie man die Bevormundung der Nichtraucher durch Raucher solange akzeptieren konnte.

Da durfte man entweder in der verrauchten Bude(in Österreich, überall woanders in Europa gehen die Raucher vor die Tür eine Rauchen) sitzen oder bei Kälte draussen sitzen/stehen.

Nur bei den Russen war/ist es ähnlich verraucht wie in Österreich und da müßte doch wohl auch dem letzten Verfechter der "Raucherfreiheit" irgendwie ganz hinten dämmern das etwas schief läuft, nicht im Staate Dänemark, nein in good old Austria(das sich mehr und mehr lächerlich macht im europäischen Ausland, weiter weg kennt man uns sowieso nicht genug, schon gar nicht bei den Amis was irgendwie schon wieder gut für Österreich ist).

Drinnen ist in der Öffentlichkeit nicht zu Rauchen, ist das jetzt wirklich SO schwer zu verstehen für einen rauchenden Österreicher? Ob sich dann jeder daheim die Wohung/Kinder/Auto "volltschickt" sei jedem selbst überlassen. Da muß ich dann ja auch nicht hin, gottseidank. Bzw. für die Wirte? Es geht ja überall sonst innerhalb der EU, warum ist das für ÖSterreich so ein Problem? Man kann sich wirklich nur noch Wundern und ein bißchen Schämen wäre auch nicht schlecht.....

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janoschfreak
4
3
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Lest, lest...

GHauser lebt noch und weiß - wie gehabt - mit seinen Fachkommentaren zu überzeugen.
Der gelernte Lehrer aus St. Jakob in Defereggen, der jede Wahl verliert, kennt sich einfach aus.

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Lodengrün
4
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Ich kann

mit Kickl nichts anfangen. Würde sagen er sollte seine Privatmeinung daheim deponieren. Aber die lacht ihn schon aus.

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Rudi Mikosch
4
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Kicklkommentar

Der Kicke soll sich raushalten mit den Kommentaren,
kann nix anfangen mit den Beschlüssen .
Ich kann den Kicke absolut niiiicht mehr Sehen-Hören-
und schon gar nit Sein dahergeplapp`l .
In die Wüste !!!

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asbachuralt
7
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Die FPÖ muss das Rauchverbot ja kritisieren...

...schließlich hat sie sich zum Ziel gesetzt, die Gesundheit der österreichischen Bevölkerung nachhaltig zu vernichten...

Übrigens: die FREIHEIT des Einzelnen, sich immer und überall eine Zigarette anzünden zu können, endet spätestens dort, wo andere geschädigt werden - das haben die Damen und Herren der FPÖ bis heute nicht kapiert und auch übersehen, dass die Steinzeit bereits vorbei ist...

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GuentAIR
3
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Jede Schutzvorschrift ist eine Bevormundung

Vor allem deshalb, weil nicht der Einzelne selbst für seine Gesundung und Rehabilitation aufkommen muss, sondern die Allgemeinheit.
Das ist beim Rauchen so, bei Alkmissbrauch, Gurtenpflicht, beim Arbeitnehmerschutz usw.

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CuiBono
3
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Who the hell

is Kickl?
A last fart of a blue balloon.😏

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ichbindermeinung
10
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und jetzt endlich auch ein Werbeverbot f. alle alkohol. Getränke u. Glücksspiel

und zum Schutz der Kinder müsste jetzt endlich auch ein Werbeverbot für alle alkohol. Getränke u. Glücksspiele / Kriegsspiele umgesetzt werden, so wie bei den Zigaretten schon vor langer Zeit vollzogen; Komisch, dass diesbezüglich nichts passiert

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heku49
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Und 0,0 Promille beim Autofahren!

Wie in ganz vielen Staaten Europas und der übrigen Kontinente schon längst Standard mit viel weniger an Unfalltoten.

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H260345H
0
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In manchen Oststaaten, ja,

aber in den Weststaaten gilt fast überall 0,5!
Je weniger Alk im Straßenverkehr, desto besser, aber ein Glas Bier sollte zum Gulasch oder Schnitzel erlaubt sein, also 0,3 Promille passen.

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Frohsinnig
7
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Ein kleiner Schritt, falsche Hoffnung und Untätigkeit

Ich freue mich für die Beschäftigten in der Gastronomie.
Diese Rauchverbot hat aber schon gar nichts mit dem Trend bei Jugendlichen, vor allem jungen Frauen zu tun wie die Herren Szekeres und Sevelda meinen. Die lernen das Rauchen sicher nicht in der Gastronomie. Hier sind Ärztekammer und Krebshilfe zuwenig einfallsreich um Kindern das Rauchen weniger chic erscheinen zu lassen. Man könnte zumindest schauen was andere Länder machen die nicht 14.5% über sondern die unter dem OECD-Durchschnitt liegen.

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Civium
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Am ersten

November ist Österreich in Europa und in der Welt angekommen!
Stinkende und rauchende Lokale sind Geschichte!!!

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plolin
13
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Die Depparten

sterben nie aus.
Daumen hoch für das generelle Rauchverbot!
Endlich sind wir dort, wo viele europäische Länder schon lange sind.

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duesentrieb1
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FPÖ ...

Die ewig Gestrigen, im Geiste verwahrlost, engstirnig in die Zukunft blickend.

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wintis_kleine
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Man kann nur sagen ENDLICH

Denn nun gibt es für alle Gasthäuser die gleichen Grundvoraussetzungen und vor allem die vielen dort Beschäftigten und vor allem die jungen Leute müssen sich nicht permanent in einer Dunstglocke bewegen.
Es ist ja wirklich erstaunlich, dass überall äußerst strenge Maßnahmen zum ArbeitnehmerInnenschutz vollzogen werden, nur bislang in diesem Falle, die Gastronomie ausgespart wurde.
Daher sag ich nocheinmal: ENDLICH ist es nun soweit.

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