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ChronologieBluttaten in der Familie mit Frauen und Kindern als Opfer

Eine Chronologie der vergangenen zehn Jahre in Österreich.

© Fuchs Jürgen
 

Österreich ist in den vergangenen Jahren immer wieder von Bluttaten erschüttert worden, bei denen oft männliche Täter sowohl ihre Partnerin als auch die gemeinsamen Kinder töteten. Bei derartigen Delikten mit Angehörigen als Opfer waren häufig psychische Probleme oder eine gescheiterte Beziehung mögliche Auslöser. Hier eine Auswahl von Fällen:

27. Oktober 2019: In Kottingbrunn (Bezirk Baden) ersticht ein Mann seine 29-jährige Frau und sein zweijähriges Kind. Ein elf Monate altes Baby wird schwer verletzt. Der Familienvater wählt nach der Tat den Polizeinotruf, schildert das Geschehene und wird von der niederösterreichischen Polizei festgenommen.

17. August 2019: Eine 31 Jahre alte, hochschwangere Frau und dreifache Mutter wird tot in der Badewanne ihrer Wohnung in der Gemeinde Paternion (Bezirk Villach-Land) gefunden. Dringend tatverdächtig ist ein 35-jähriger verheirateter Familienvater, der eine Affäre mit dem Opfer hatte und auch der Vater ihres Ungeborenen ist. Der Mann wird in U-Haft genommen. Der Kärntner bestreitet die Tat.

3. Jänner 2018: In der Wiener Leopoldstadt kommen drei Menschen ums Leben, als ein 41-Jähriger seine Ehefrau (45) mit sieben Messerstichen tötet, seine zehnjährige Tochter stranguliert und anschließend mit einem Sprung aus dem Fenster Selbstmord begeht. Da sich auch Angehörige die Tat nicht erklären können, werden psychische Probleme als Auslöser vermutet.

16. September 2017: In Hohenems (Bezirk Dornbirn) in Vorarlberg tötet ein 38-jähriger Mann seine Frau (33) sowie seine beiden vier und sieben Jahre alten Töchter und begeht Suizid. Der Mann dürfte trotz eines Betretungsverbots in die Wohnung eingedrungen sein.

2. Oktober 2016: Ein Polizist erschießt in Wien seine schwangere Freundin und erwürgt am nächsten Tag seinen 21 Monate alten Sohn. Der 23-Jährige täuscht erst eine Abgängigkeit der jungen Frau und des Kindes vor. Der Fall wird nach mehreren Tagen geklärt, der Polizist legt ein Geständnis ab und wird im Juli 2017 zu lebenslanger Haft verurteilt.

27. März 2013: In Marchegg (Bezirk Gänserndorf) in Niederösterreich tötet ein Mann seine Frau und seine Tochter mit einer Schusswaffe. Dann bringt sich der 48-Jährige um. Das Einsatzkommando Cobra wird wegen einer angeblichen Geiselnahme angefordert. Als das Verhandlungsteam aber keinen Kontakt zu dem angeblich in einem Einfamilienhaus verschanzten Mann herstellen kann, verschaffen sich die Beamten Zutritt und entdecken die Leichen.

12. November 2012: Im Tiroler Bezirk Kufstein ersticht ein 51-Jähriger seine beiden 13 und 23 Jahre alten Söhne mit einem Küchenmesser und tötet sich selbst. Die heftige Gegenwehr der Opfer bleibt wirkungslos. Über das Motiv herrscht Rätselraten.

25. Mai 2012: Ein 37-jähriger Mann kommt in der Früh in eine St. Pöltner Volksschule in Niederösterreich und holt seinen achtjährigen Sohn und dessen siebenjährige Schwester aus den Klasse. Dem Buben schießt der Mann in den Kopf. Danach flüchtet der Täter und begeht Selbstmord. Der Bub erliegt zwei Tage später seinen Verletzungen. Auslöser der Tat ist möglicherweise der Umstand, dass seine Frau wegen Gewalt in der Familie die Scheidung eingereicht hat.