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Neues Schuljahr, neue SchulclusterSchulcluster: Was das konkret bedeutet

Mit Beginn des neuen Schuljahrs wird es in fünf Bundesländern Schulcluster geben. Aber was bedeutet das konkret?

Sujetbild © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Die Anzahl an Schul-Standorten, die künftig gemeinsam verwaltet werden und etwa bei Bedarf gemeinsam Lehrer nutzen, bleibt aber mit neun Clustern überschaubar. Erstmals wird es solche Schulverwaltungskooperationen ab Herbst in Kärnten und Tirol geben, Burgenland, Steiermark und Vorarlberg sind bereits 2018/19 gestartet.

Was bedeutet Schulcluster?

Schulcluster waren ein Herzstück des 2017 beschlossenen Schulautonomiepakets. Die Idee: Zwei bis maximal acht benachbarte Schulen bekommen eine gemeinsame Leitung. An den einzelnen Schulen gibt es dann statt Direktoren nur mehr Bereichsleiter, die dafür mehr unterrichten. Innerhalb des Clusters können Lehrer flexibel eingesetzt und Infrastruktur (etwa Turnhallen) gemeinsam genutzt werden. Durch den Wegfall von Direktoren an jeder einzelnen Schulen werden außerdem Ressourcen frei, die etwa in Sekretariatskräfte investiert werden können. Im Startjahr 2018/19 wurden sechs Cluster eingerichtet.

Erster Cluster in Kärnten

Kärnten bekommt seinen ersten Schulcluster mit Beginn des Schuljahres 2019/20 am Schulstandort Feldkirchen, teilte Bildungsdirektor Robert Klinglmair mit. Im Bundesschulcluster Feldkirchen - bestehend aus der dortigen Bundeshandelsakademie und dem Bundesrealgymnasium - werden im Schuljahr 2019/20 insgesamt 670 Schüler von 78 Lehrern unterrichtet.

Auch im Osttiroler Defereggental wird es mit dem neuen Schuljahr einen Schulcluster geben. Dieser besteht aus vier Pflichtschulen, darunter eine NMS und drei Volksschulen. In der Steiermark kommt nach dem Bundesschulcluster in Bad Aussee ein weiterer in Mureck dazu.

Weitere Cluster geplant

Auch für das Schuljahr 2020/21 sind bereits weitere Cluster in Vorbereitung: In Kärnten ist für das Schuljahr 2020/21 der Pflichtschulcluster Mölltal in Vorbereitung. Er soll die Volksschulen Flattach, Mallnitz und Obervellach sowie die Neue Mittelschule Obervellach umfassen. Auch in Vorarlberg sollen im Pflichtschulbereich im anstehenden Schuljahr erste Umsetzungsschritte folgen.

In der Steiermark kommt 2020/21 jedenfalls ein Bundesschulcluster in Murau. Außerdem sollen ebenfalls 2020/21 im Pflichtschulbereich die ersten Cluster starten, hier laufen die Vorbereitungsarbeiten. "Gemischte Cluster sind vorerst nicht geplant, da diese organisatorisch deutlich anspruchsvoller sind und das Clustermodell zunächst im Pflichtschul- und Bundesschulbereich separat erprobt werden soll", heißt es aus der Steiermark.

In Vorarlberg und dem Burgenland kommen zu den bestehenden Clustern heuer keine weiteren dazu. In Vorarlberg gibt es seit vergangenem Schuljahr einen Bundesschul-Cluster aus Höhere Lehranstalt für Tourismus (HLT) Bezau und HAK/HAS Bezau. Im Burgenland ist man im Vorjahr mit gleich vier Clustern im Pflichtschulbereich (den Clustern Frauenkirchen, Andau, Illmitz und Lockenhaus) gestartet.

In Wien und Salzburg gibt es derzeit keinen Cluster. Dasselbe gilt für Oberösterreich, wo es aber laut Bildungsdirektion "einige intensive Gespräche zur Bildung" solcher Verwaltungskooperationen gibt. In Niederösterreich gibt es ebenfalls keine Cluster "im klassischen Sinn". "Clusterähnliche Formen", wo ein Direktor mehrere Schulen leitet, seien jedoch vorhanden.

 

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