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Prozess in Wien Wilder Streit zwischen Taxler und E-Scooter-Fahrer

Dem Taxler wurde schwere Körperverletzung vorgeworfen, dem E-Scooter-Fahrer Sachbeschädigung.

Sujetbild © APA/HANS KLAUS TECHT
 

Zwischen einem Taxler und einem E-Scooter-Fahrer ist es am 15. Mai 2019 in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung gekommen. Beide Streitparteien hatten sich am Dienstag vor Richterin Olivia-Nina Frigo am Landesgericht zu verantworten. Dem Taxler wurde schwere Körperverletzung vorgeworfen, dem E-Scooter-Fahrer Sachbeschädigung.

Das Ungemach begann damit, dass der Taxler dem E-Scooter-Fahrer derart rasant in die Fahrspur fuhr, dass dieser beinahe zu Sturz kam. Ein paar Straßen weiter trafen die beiden vor einer roten Ampel an einer Kreuzung wieder zusammen. Der E-Scooter-Fahrer wollte den Taxler zur Rede stellen, fühlte sich von diesem aber ignoriert. Darauf gingen dem 25-Jährigen die Nerven durch: Er nahm den Roller in die Hand und drosch dem Taxi damit einen Seitenspiegel weg.

Das wiederum brachte den Taxler in Rage. Er sprang aus dem Wagen, packte den Kontrahenten am Krawattl, zog ihn in die Höhe und versetzte ihm einen oder mehrere - diesbezüglich gingen die Aussagen der Beteiligten und eines Zeugen auseinander - Faustschlag bzw. -schläge.

Faust aufs Auge

"Er hat mir mit der Faust zwei Mal gegen das linke Auge geschlagen. Dann hat er abgesetzt, die andere Faust genommen und mir die Nase eingeschlagen", schilderte der E-Scooter-Fahrer, der sich zur ihm angelasteten Sachbeschädigung schuldig bekannte. Er war auch zur Schadensgutmachung in Höhe von 350 Euro für den zerstörten Spiegel bereit.

Der Taxler argumentierte dagegen mit Notwehr. Als er aus dem Auto gestiegen sei, habe der andere Mann versucht, mit dem Roller auf ihn einzuschlagen. Da habe er "mit der flachen Handy" zugelangt und "seine linke Gesichtshälfte berührt".

Fest steht allerdings, dass der E-Scooter-Fahrer eine gebrochene Nase, eine Schädelprellung und Blutergüsse davon getragen hat. Dafür verlangte er in der Verhandlung vom anderen Angeklagten 20.000 Euro. "Wir sind in Österreich", belehrte die Richterin den gebürtigen Briten, worauf er seine Forderung auf - realistische - 1.500 Euro reduzierte.

Die Verhandlung wurde zur Einvernahme weiterer Zeugen auf unbestimmte Zeit vertagt.

 

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