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VerjährtMissbrauchsverfahren gegen Langlauf-Trainer eingestellt

Ein Oberösterreicher soll sexuelle Übergriffe auf teils minderjährige Langläuferinnen in den 1990er-Jahren verübt haben.

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Das Ermittlungsverfahren wegen Missbrauchverdachts gegen einen oberösterreichischen Langlauftrainer ist eingestellt worden. "Wegen Verjährung", bestätigte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Linz einen Bericht der "Oberösterreichischen Nachrichten" am Dienstag. Die berufliche Zukunft des Beschuldigten bleibt vorerst ungewiss.

Der Mann soll sexuelle Übergriffe auf teils minderjährige Langläuferinnen in den 1990er-Jahren verübt haben. Mehrere Betroffene meldeten sich nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe im heurigen März. Offenbar erfolgte ihr Outing aber für eine juristische Verfolgung zu spät.

Auf APA-Anfrage erläuterte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, dass die Verjährungsfristen umso länger sind, je höher die Strafdrohungen für die Delikte sind. Das Ermittlungsverfahren im konkreten Fall wurde zunächst wegen Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses geführt - Strafdrohung bis zu drei Jahre und Verjährungsfrist fünf Jahre. Auch im Verdacht des sexuellen Missbrauches seien die Verjährungsfristen im maximalen Ausmaß geprüft worden. Letztlich habe aber das Verfahren aus rechtlichen Gründen eingestellt werden müssen.

Alle Ämter entzogen

Dem Landestrainer wurden nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe umgehend alle Ämter entzogen. Wie es mit ihm weitergeht, ist offen. Der Ball liegt vorerst beim Bundesheer. Dieses hatte ihn von seiner Anstellung im Heeressportstützpunkt auf der Linzer Gugl abgezogen und eine "Dienstverwendung" in Wien ausgesprochen. Nach Abschluss der Ermittlungen der Behörden wird sich nun eine Disziplinarkommission mit dem Fall befassen und mögliche Konsequenzen daraus ziehen.

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