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Mutter half dabeiSalzburger soll im elektronischen Hausarrest Drogen verkauft haben

Familienangehörige, seine Freundin und Bekannte haben 23-Jährigen offenbar unterstützt.

© APA/HANS KLAUS TECHT
 

Ein 23-jähriger Salzburger soll im elektronisch überwachten Hausarrest einen regen Handel mit Drogen betrieben haben. Laut Polizei wickelte er den Verkauf vom Fenster, Balkon und Garten einer Wohnung im Salzburger Stadtteil Maxglan ab. Seine Freundin, seine Mutter, weitere Familienangehörige und Freunde haben ihn dabei offenbar unterstützt. Nun sitzt der Hauptbeschuldigte in Haft.

Seit Februar 2019 sollen die teilgeständigen Beschuldigten rund zwei Kilogramm Cannabisprodukte, mehrere hundert Ecstasy-Tabletten und eine geringe Menge Kokain erworben und gewinnbringend zur Bestreitung ihres Lebensunterhaltes veräußert haben. Die Polizei geht von ungefähr vierzig Drogenabnehmern aus Salzburg und Umgebung aus. Den Großteil der Drogengeschäfte soll der 23-Jährige mit seiner 54-jährigen Mutter abgewickelt haben, mit der er in der Wohnung in Maxglan lebte.

Der junge Mann war wegen eines Körperverletzungsdeliktes rechtskräftig verurteilt worden und hat bis zum 11. April 2019 eine elektronische Fußfessel getragen. Wenn der 23-Jährige nicht zu Hause war, soll sein Vater die Drogen verkauft haben. Weitere "Helfer" wurden eingespannt: Botengänge sollen die 17-jährige Freundin des Salzburgers sowie ein 22-jähriger Salzburger und ein 20-jähriger Somalier übernommen und auch Kundschaft vermittelt haben, wobei die beiden Männer den Ermittlungen zufolge ebenfalls mit Drogen gedealt haben. Auch der 31-jährige Bruder des Hauptbeschuldigten habe Kunden vermittelt und Kokain angeliefert.

Mutter beschaffte die Drogen

Angekauft haben die Drogen laut einer Aussendung der Landespolizeidirektion Salzburg die Mutter des Hauptbeschuldigten, die mit ihrem Pkw auch Botenfahrten unternahm, sowie der 22-jährige Salzburger und der Somalier. Nach Ende des elektronischen Hausarrests zog der 23-Jährige mit seiner 17-jährigen Freundin in eine neue Wohnung in Salzburg-Maxglan. Dort soll er ebenfalls mit Drogen gehandelt haben.

Ende Mai wurden der 23-Jährige, seine Mutter, seine Freundin, der Somalier und der 22-jährige Salzburger festgenommen. Außer dem 23-Jährigen befinden sich alle anderen Verdächtigen mittlerweile auf freiem Fuß. Die Beschuldigten sollen auch eine Cannabis-Indoorplantage in der Wohnung eines 29-jährigen Salzburgers im Salzburger Stadtteil Lehen betrieben haben. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

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