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UmfrageZwei Drittel der Österreicher sehen Wolfs-Rückkehr positiv

WWF-Experte: "Die Österreicher wollen keine Jagd auf bedrohte Arten wie den Wolf und keine aufgeheizte Stimmung."

© APA (dpa)
 

Eine breite Mehrheit der Österreicher begrüßt die Rückkehr des Wolfs in heimische Wälder. 69 Prozent der Befragten einer vom WWF beim Linzer market-Institut in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage stehen dem Raubtier sehr oder eher positiv gegenüber. Eine noch größere Mehrheit - 79 Prozent der 1.035 Befragten - denkt, dass ein friedliches Zusammenleben grundsätzlich möglich sei.

14 Prozent der im Mai und Juni befragten Österreicher sehen die Rückkehr des Wildtieres dagegen eher negativ, acht Prozent sehr negativ. Gegenüber einer vor zwei Jahren durchgeführten Umfrage erhöhte sich die Ablehnung leicht. Für den WWF-Experten Christian Pichler ist dennoch klar, dass der Weg des Miteinanders bevorzugt werde: "Die Österreicher wollen keine Jagd auf bedrohte Arten wie den Wolf und keine aufgeheizte Stimmung."

Hilfe für Weidetierhalter

Ganz klar deklarieren sich die Österreicher für den Herdenschutz. Neun von zehn Befragten fordern unbürokratische Hilfe für Weidetierhalter, die Schutzmaßnahmen für ihre Tiere gegen den Wolf ergreifen wollen. Laut Pichler ist die Finanzierung gesichert, da die Fördertöpfe der EU für Herdenschutzmaßnahmen gefüllt wären. "Die Mittel müssen nur abgeholt und eingesetzt werden. Die Agrar- und Naturschutzreferenten sollten hier endlich ins Handeln kommen", forderte Pichler. Auch sollten die Behörden dem Wunsch der Bevölkerung nach Informationen hinsichtlich der Verbreitung des Wolfes und der nachgewiesenen Nutztierrisse nachkommen, fand der WWF-Experte.

Rund vier von fünf der Befragten attestieren dem Wolf Nützlichkeit. Diesem Befund schloss sich der Biologe und Verhaltensforscher Kurt Kotrschal an: "Beutegreifer wie der Wolf sind eine wertvolle Bereicherung für Ökosysteme. Als Gesundheitspolizei sorgen sie für einen vitalen Wildbestand und eine ausgewogene Kleintierfauna, weil sie dabei helfen, Füchse oder Goldschakale in Schach zu halten."

Weitere Ergebnisse der sowohl online als auch face-to-face durchgeführten Umfrage sind, dass 85 Prozent der Österreicher dem Wolf Respekt entgegenbringen. Sieben von zehn Befragten hegen eine Faszination für das Raubtier. Angst empfindet dagegen nur jeder zehnte Umfrageteilnehmer gegenüber dem Wolf.

Kommentare (9)

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schetzgo
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WWF Umfrage

Jedes andere Ergebnis wäre DIE Überraschung gewesen!

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vanhelsing
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Das sind all je...

die mit allen Problemen die eine Wiederansiedelung der Wölfe NIX zu tun haben!!

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dado
5
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Umfrage

1035 Befragte und sie schreiben von der Mehrheit der Österreicher???

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Ifrogmi
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naja, 57% ...

... der österreicher leben in der stadt und der rest auf 75% hat halt auch nicht mehr als 300m² oder balkon und lebt sehr naturfern, bzw. bestreitet seinen lebensunterhalt abseits einer urproduktion.
wie sagt man? "Mit der vollen Hose ist leicht stinken!".
nach der baum- folgt die wolfshysterie.
aber alles kein problem. knallen wir die gebirge mit windrädern zu.
spannen wir tausende kilometer herdenschutzzäune in die landschaft.
akzeptieren wir endlich,d ass der wolf brutal tötet und daher die tiere wieder in den sicheren stallungen verschwinden werden.
wobei ich mich wirklich frage wie die herdenschutzzäunen mit den vorschriften bezüglich wildtierkorridoren einhergehen sollen.
wie für jedes thema gibt es gruppierungen die nur ihr eines thema sehen.
dann machen sie viel hysterisches geschrei, können sich wichtig vorkommen, haben aber von den anderen 99% rund um die natur trotzdem null ahnung.

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alsoalso
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Gemeinheit

Die Bauern sollen zum Hungerlohn arbeiten und weltweit beste Qualität erzeugen und sollen kostenlos auch das Futter für den Tierpark (frei lebende Wölfe, Luchse und Bären) liefern. Nur damit die naturfernen Städter ihre Vorstellungen leben dürfen und sich auf der Alm erholen können. Aus historischen Unterlagen (vorhandene Abschusslisten) kann man erfahren, das mit gutem Grund zum Schutze der Bauern diese Raubtiere abgeschossen wurden.

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Nixalsverdruss
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2 Millionen Wiener ...

... ein paar hundert tausend Grazer, einige hundert tausend Linzer, und die restlichen urbanen Gebiete sind gegen die Jagd auf den Wolf!
Das war wohl die klügste Meinungsforschung bzw. Statistik, die jemals gemacht wurde ...
Rund 60 % der Österreicher leben in Städten - und sie werden nie einen Wolf real zu Gesicht bekommen, wenn sie nicht in den Tierpark gehen ...
Hilfe in den Problemzonen zwischen Landwirtschaft und Wolf muss es dringend geben - dann haben beide Platz!

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alsoalso
3
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Genau richtig @Nixalsverdruss

…...und diese sinnlosen Ideen von Herdenschutz....wie soll man hunderte Hektar Alm raubtiersicher umzäunen.....das können wirklich nur Schreibtischtäter im klimatisierten Büro aushecken!

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crawler
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Sie haben das Problem genau beschrieben.

Mann muss immer nachdenken wer eine solche Umfrage in Auftrag gegeben hat. Die Unternehmen arbeiten Gewinnorientiert und natürlich im Sinne des Auftraggebers. Wenn von einem Bauern die Existenz am Spiel steht, interessiert das diese Leute wenig. Die werden nicht einmal befragt worden sein.

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rebuh
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Und das restliche drittel

Muss bei wolf, bär und freilaufenden hunden eben nach der 4S methode handeln!

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