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Für Suizide verantwortlich?Bei Maturarede: Schwere Vorwürfe gegen Höhere Schule in Wels

Der Absolvent machte das Klima an der Schule für vier Suizide verantwortlich und kritisierte Unterrichtsmethoden, sowie dass 40 Schüler in einer Klasse eingepfercht wurden. Ergebnisse wird es wohl erst im Herbst geben.

Sujetbild © Kanizaj
 

Die oberösterreichische Bildungsdirektion hat nach schwerwiegenden Vorwürfen eines Maturanten bei der Abschlussfeier an einer Höheren Schule in Wels Prüfungen eingeleitet. Der Absolvent machte das Klima an der Schule für vier Suizide verantwortlich und kritisierte Unterrichtsmethoden, sowie dass 40 Schüler in einer Klasse eingepfercht wurden. Ergebnisse wird es wohl erst im Herbst geben.

Die Bildungsdirektion hatte am Mittwoch bereits einen ersten Prüfbericht der Schule vorliegen, dem man weiter nachgehen werde. Demnach habe es sich um zwei Suizide von Lehrern, die nicht in Zusammenhang mit der Schule stünden, und zwei versuchte Selbstmorde von Schülern gehandelt, sagte Sprecher Herwig Kerschbaumer der APA. Einer hatte private Gründe, der andere war eine Messer-Attacke in der Aula. Das sei unter den Tisch gekehrt worden, warf der auch in der Schülervertretung aktive Maturant der Schule vor - es habe umfangreiche Aufarbeitungsmaßnahmen auch mit Schulpsychologen gegeben, hieß es aus der Bildungsdirektion.

Direktor reagierte auf Facebook-Seite

Der Schuldirektor habe bereits "ein positives und offenes Gespräch" mit Schulsprecher und Schülervertretern geführt. Er habe auch angeboten, für weitere Gespräche zur Verfügung zu stehen. Auf der Facebook-Seite der Schule reagierte der Direktor: "Ich verwahre mich gegen diese Art der pauschalen Verurteilung." Die Rede empfinde er als pietätlos und in ihren Formulierungen stark übertrieben. Sie sei eine von zwölf Maturareden an der großen Schule gewesen, alle anderen hätten das gute Schul- und Klassenklima gelobt.

Generell gebe es zwei Lehrer als Ansprechpersonen und das psychosoziale Projekt "mail & ask", an das sich Schüler bei Problemen wenden könnten. Derzeit laufe gerade eine anonyme Qualitäts-Evaluierung mittels Fragebögen an die Schüler. Diese würde über den Sommer ausgewertet und falls es Auffälligkeiten gebe, schaue man sich das an, so Kerschbaumer. Seien die Bewertungen gut, fehle der Grund für Konsequenzen, zumal es bisher nie Negatives über die Schule gab. Mit Schulbeginn werde man sich des Themas weiter annehmen.

Den Vorwürfen bezüglich Unterrichtsmethoden einzelner Lehrer gehe die Schule nach, der räumlichen Gegebenheiten werde sich die Bildungsdirektion annehmen. Über die Vorwürfe hatten bereits mehrere Medien wie "Oberösterreichische Nachrichten" und "Salzburger Nachrichten" berichtet.

 

Kommentare (8)

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cleverstmk
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Prüfen!!

habe den heutigen Direktor als Lehrer meines Sohnes kennengelernt - ein Graeuel!!! War von den Socken als ich hörte er wurde Direktor dieser Schule!!
Auch damals gab es Suzide, einer davon in der Parallelklasse, 2 Jahre vor der Matura ( wegen eines nicht genügend auf einer Schularbeit)- Kommentar : bei 1500 SchülerInnen kann dass schon vorkommen.
Unsere Erfahrungen = HTL glänzt durch Unmenschlichkeit

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büffel
27
15
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Leistungsdenken unter Jugendlichen - ein Greuel

Die HTL ist genauso ein Schultypus, in welchem es nur auf Leistung ankommt, auf die auch gedrillt wird. Zwischenmenschliches bleibt auf der Strecke und ist dort nicht erwünscht. Die Konkurrenz sogar unter den Schülern soll wohl Ausblick auf das spätere Berufsleben geben. :-(
Nie würde ich meine Kinder dort hineinstecken, wo Menschlichkeit auf der Strecke bleibt.
Warum ich das weiß - ich war selbst Schüler in der HTL Klagenfurt, sechs Jahre lang. :-)

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hansi01
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@Büffel wissen sie wie man HOSCHTIPOSCHTI züchtet?

Genauso wie sie es beschreiben. 6 Jahre HTL, ein normaler macht es in 5 Jahren!
Dann bei jeder schlechten Note dem Lehrer die Schuld geben. In der Wirtschaft scheitern, den Druck kann und muss man(n) ja nicht aushalten. Und zu allerletzte auf die Straße gehen und protestieren wie schlecht es einem geht.
Und schon ist HOSCHTIPOTSCHI fertig.

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kalwanger
5
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Böses Leistungsdenken!!

Nach meinen Informationen dauert eine HTL 5 Jahre.
Kein Wunder, dass jemand der 6 Jahre dort verbracht hat (möglicherweise ohne Abschluss?!?), eine Abneigung gegen Leistung hat.

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Kunz
15
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Der Lehrer sitzt immer am längeren Ast

Egal ob Schularbeiten nicht innerhalb der vorgeschriebenen Zeit von den Lehrern korrigiert und zurück gegeben werden, oder Ungerechtigkeiten bei der Notenvergabe. Wenn der Schüler oder dessen Eltern sich dagegen wehren, sitzt der Lehrer dem Schüler in Zukunft auf. Genauso erlebt. Darum halten die meisten Schüler den Mund, solange sie diese Schule besuchen. Solche Lehrer gibt es an fast jeder Schule. Aber Gott sei Dank sind das Einzelfälle.

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erstdenkendannsprechen
4
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Wenn der Lehrer die sa nicht innerhalb einer Woche zurückgibt

Es sei denn es gibt Aufschub durch den Direktor- ist das sehr wohl mit Konsequenzen verbunden. Das "aufsitzen" gibt es, ich fand aber als Schüler meistens, dass - wenn jemand geklagt hat über eine Lehrer der ihm aufsitzt - er meist selber verantwortlich war für seine Noten und es nicht wahrhaben wollte. Was sich Lehrer erlauben können ohne in der Zeitung zu stehen ist oft nicht einmal das was sie sich erlauben dürfen. Und wem der Leistungsdruck an einer Schule zu hoch ist der soll bitte wechseln - sich selber zuliebe. Nicht jede Schule taugt für jeden, der sie gewählt hat. Aber das kann nur jeder einzelne für sich korrigieren...

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AIRAM123
4
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Klingt schön ... ist aber nicht so

Es gibt sie überall die „Aufsitzer“

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erstdenkendannsprechen
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Eh. Aber das andere

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