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TrendImmer weniger Junge machen den B-Führerschein

Die Zahl der Jungen, die einen Führerschein erwerben, ist rückläufig - bei Lkw gab es gar einen Einbruch und das Moped ist "out".

Fahrschule - Sujetbild
Fahrschule - Sujetbild © (c) michaeljung - stock.adobe.com (Michael Zhang)
 

Was Autohändler und Frächter schon länger beobachten, bestätigt auch die Statistik: Die Zahl der Jungen, die einen Führerschein erwerben, ist rückläufig - bei Lkw gab es gar einen Einbruch und das Moped ist "out". Die Zahl der erworbenen B-Führerscheine lag 2008 noch bei 87.568, zehn Jahre später waren es 80.423 Lenkerberechtigungen. 7 Personen über 65 Jahre haben im Vorjahr den "Deckel" erworben.

Von den insgesamt 80.400 erteilten B-Lenkberechtigungen im Vorjahr wurden 31 Prozent nach der L17-Ausbildung ausgestellt, bei der man den Führerschein nach einer Grundausbildung in der Fahrschule und privaten Ausbildungsfahrten bereits ab dem 17. Lebensjahr erwerben kann.

Lenkermangel

Bei den Lkw ohne Anhänger ging die Zahl von 7.620 auf 5.023 zurück, bei den Brummis mit Hänger von 7.011 auf 4.470, geht aus Daten der Statistik Austria hervor. Die Auswirkungen spüren die Transporteure seit langem, verschärft wird der Lenkermangel dadurch, dass auch in Osteuropa ein Fahrermangel herrscht. Aushilfe könnte ein harter Brexit bringen, denn dann würden viele osteuropäische Fahrer in Großbritannien ihren Job verlieren.

Während der Drang nach vier Rädern rückläufig ist, erfreuen sich Motorräder steigender Beliebtheit. 2018 wurden fast 8.900 Lenkberechtigungen der Klasse A (schwere Bikes) erworben, das sind um 51 Prozent mehr als 2013. Rund 2.300 Personen, davon fast ausschließlich Jugendliche, kamen 2018 in den Besitz der Lenkberechtigung Klasse A1, um zehn Prozent mehr als im Jahr davor. Weitere rund 6.300 Personen erwarben die Klasse A2 (minus zwei Prozent). Insgesamt wurden gegenüber 2017 um drei Prozent mehr Lenkberechtigungen aller Motorradklassen (A1, A2, A) erworben. Ein Relikt von vergangenen Tagen scheint das Moped zu werden. Seit 2011 gab es einen Rückgang von elf Prozent auf rund 30.800 Mopedscheine.

Weniger neue Führerscheine
Weniger neue Führerscheine Foto © (c) APA

 

Kommentare (30)

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NikoHorn
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Trauen Sie keiner Statistik, die Sie nicht selbst gefälscht haben.

Geburtenzahl 1990: ca. 90.000.
Anzahl der neuen Führerscheine 2008 (= 18 Jahre später): ca. 88.000.

Geburtenzahl 2000: ca. 78.000.
Anzahl der neuen Führerscheine 2018 (= 18 Jahre später): ca. 80.000.

Nach wie vor macht also praktisch jeder Heranwachsende in Österreich den B-Führerschein. Verändert hat sich bloß die Zahl der jungen Leute.

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Silra
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Absolut richtig

Danke für ihr Kommentar. Es macht wieder einmal bewusst, wie sehr Zahlen täuschen können, wenn sie nicht im Zusammenhang gesehen werden. Das wäre eigentlich die Aufgabe der Kleinen Zeitung, die dazugehörigen Zahlen und Hintergründe zu recherchieren.

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wirklichnicht
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Unsere freien Medien

Der Artikel wurde von der APA geschrieben und Hintergründe wurden schon dort nicht recherchiert. Danach wurde der Artikel von ORF, Kleine Zeitung, Kurier, Tiroler Tageszeitung, OÖ Nachrichten, Heute, Vorarlberg Online auch entsprechend übernommen. Natürlich hat keiner recherchiert. Bei anderen Ländern regt man sich über Propaganda auf, bei uns ist es allen egal, wenn man qualitativ schlechten Einheitsbrei serviert bekommt.

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wirklichnicht
6
4
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Beim Autofahren lügt man sich selbst permanent finanziell an

Den meisten ist gar nicht bewusst, wie teuer ein Auto eigentlich ist. Durchschnittlich 520 Euro kostet ein Auto pro Monat in Österreich laut trend.at.
Das spiegelt sich im Kilometergeld von 42 ct/km wieder. Wenn man einmal von Graz nach Wien und zurück fährt, kostet das für 2 x 200 km x 0,42 ganze 168 Euro! Dieser Betrag wird aber verdrängt, denn so etwas können die wenigsten akzeptieren, es wird maximal mit den Benzinkosten gerechnet.
Aber es regt sich jeder gleich auf, wenn man am Parkautomaten in der blauen Zone ein paar Euro einwerfen muss, weil das spürt man dann sofort.
Ohne Auto könnte man sich eine viel größere Wohnung leisten (Wohnraum statt Hubraum) und sehr oft mit dem Taxi fahren, obwohl diese recht teuer sind.

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Südsteirer
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Stimmt!

Aber warten Sie, es dauert sicher nicht lange, bis jemand mit dem Argment kommt, dass man das „Auto ja eh hat“ und somit nicht mehr kostet..

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Reipsi
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Macht e nix

haben mir mehr Platz .!

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Dogsitter
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ohne Auto

könnte ich nicht arbeiten, meine Arbeitszeiten sind so komplex, dass ich mit den öffentlichen nicht fahren kann....und bei den Jungendlichen kommt es wohl darauf an, wo sie leben..Landkinder werden einen Führerschein brauchen, Stadtkinder nicht...

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Südsteirer
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Aber nicht jeder hat solche Arbeitszeiten.

Denen die solche Arbeitszeiten haben, die will man eh nicht in die Öffis drängen. Aber der Großteil könnte schon aufs Auto verzichten und öffentlich fahren.

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tturbo
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Sie nutzen lieber das Elterntaxi

Bequem und kostenlos.

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kropfrob
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"Führerschein machen" ...

... "Auto haben" sind doch zwei völlig unterschiedliche Dinge. Dass immer weniger Junge ein eigenes Auto haben möchten, ist ein erfreulicher Trend. Aber der B-Führerschein gehört zur Allgemeinblidung, genauso wie man Lesen, Schreiben, Rechnen lernt und genauso wie man einen Schulabschluss erlangt.

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pani77
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Kosten

Denke das ganz klar die Kosten einfach zu hoch sind. Viele sind Schüler die einfach kein Einkommen haben und von den Eltern abhängig sind. Wie soll sich ein Jugendlicher so viel sparen?
Meine Meinung.

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Reipsi
6
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Is e gscheid

ham mir mehr Platz.

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wirklichnicht
9
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Auto ist für Generation Y zunehmend unattraktiv

Das Auto hat als Statussymbol ausgedient, Smartphones sind der neuen Generation wichtiger. Früher war es so, dass es wichtig war, wenn man bei einer Party mit einem eigenem Auto aufgetaucht ist, heute kommen die jungen Leute zunehmend (in anderen Ländern, da bremst Österreich zu viel) mit Uber, das ist für sie cool, weil es mit dem Smartphone funktioniert.

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Alfa166
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Ich habe vor 17 Jahren meinen Führerschein gemacht

Und 1200 euro für A+B zusammen bezahlt, soviel kostet heute nur B alleine und wegen der Mehrphasen Ausbildung kommt da noch etwas dazu....!

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Thomas.Hahn
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Relation

In Relation zu anderen käuflich erwerbbaren Dingen sehe ich die grundsätzlich einmaligen Kosten eines Führerscheins mit z.B. 1.200€ als nicht übertrieben hoch an.
Handys um 1.200€ kaufen sich die Jugendlichen auch. Dafür 3 Jahre später wieder ein neues...

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aberEigentlich
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um das vergleichen zu können:

1200 Euro vor 17 Jahren sind - bei einer Inflation von sagen wir mal 2% pro Jahr - heute 1680 Euro!

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Südsteirer
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Geburtenrate sinkt!

Und ehrlich gesagt muss man sagen, dass die Jugend scheinbar etwas schlauer ist, als die ältere Generation und mehr auf Rad und öffentlichen Verkehr setzt, als die Älteren.
Gerade in Wien oder Graz brauche ich nicht wirklich ein Auto. Und auch aufs Land raus wird der ÖV immer besser zB ab Anfang Juli Graz - Weiz alle 30 Minuten und Graz - Faßlberg sogar alle 20 Minuten.

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Stratusin
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Grundsätzlich haben sie Recht,

aber in Graz braucht man ein Auto oder Moped. Den die Öffis sind katastrophal!

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Südsteirer
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@Stratusin: Blödsinn!

Die Öffis in Graz passen vielleicht nicht jedem perfekt, aber katastrophal ist was anderes!

Was zB mit dem ÖV nicht geht, ist dafür oft mit dem Stadt machbar.

Katastrophal ist nur, dass man keine Parkplätze in Busspuren oder eigene Gleise umbauen darf, weil man dem PKW ja keinen Platz wegnehmen darf...

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Mein Graz
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@Stratusin

Die Öffis in Graz sind nicht katastrophal, allerdings gehören sie dringend weiter ausgebaut und die Takte verkürzt, da Graz eine stetig wachsende Stadt ist.

Muss man nicht sehr früh los oder kommt Abends sehr spät zurück ist man mit den Öffis meist gut unterwegs.

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eleasar
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@stratusin

Nein, nein, man braucht in Graz weder Auto noch Moped. Nachdem ich nach Graz gezogen bin, habe ich recht schnell mein Auto verkauft und erreiche mit dem Rad alle Ziele in kurzer Zeit und ohne nervige Parkplatzsuche. carsharing hilft für seltene Fälle, falls ich wirklich mal ein Auto brauche. Züge gibts auch. Ansonsten gehe ich auch gern mal zu fuß und bin nicht viel langsamer als mit den Öffis. Leider.

Die spanische Familie mit Kleinkind, die neben mir wohnt, hat auch kein Auto. Man kann vieles organisieren heutzutage.

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patriz2002
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Kosten!!

Bei den Preisen für die Führerscheinklassen B, C kein Wunder.
Wieviel Jugendliche können sich heutzutage noch einen Führerschein dieser Klassen noch leisten? Mein A und B kostet damals umgerechnet in Euro ca. 400,00.

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Holzerl
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Kosten

A/B um 400,--€ ? Das muss 50 Jahre her sein. Vor 30 Jahren waren es umgerechnet 700,--€.

Ich würde den Führerschein viel teurer machen. Würde die Umwelt entlasten. Ausserdem - dann muss man halt - so wie früher auf den Führerschein sparen,...

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ARadkohl
1
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Wieso teurer machen?

Nur um den hauptsächlich jungen Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen? Die Transportfirmen müssen mittlerweile froh sein, wenn noch jemand den LKW Schein macht. Was der heute kostet ist sehr viel Geld für einen jungen Menschen.

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hubsi-vom-salzamt
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@holzerl

Habe meinen Führerschein 1988 gemacht. Also vor ca. 30 jahren.4h auto+ 2h Motorrad mit Abholung Gebühr und Papierkram: 3500Schilling (€ 250 ) lg

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compositore
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@hubsi-vom-salzamt

Wird hinkommen, hab meinen 1968 gemacht, A+B öS 2400,- (kein C mangels Geld) macht in etwa € 180,-- lg

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