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Grafenbach-St. Valentin 75-Jährige getötet: Bluttat wurde nachgestellt

Die Pensionistin war am 23. März tot in ihrem Haus aufgefunden worden. Sie starb laut Obduktion durch mehrere Messerstiche in den Halsbereich. Der 28-jährige Enkel ist tatverdächtig.

Der Tatort in Grafenbach-St. Valentin © APA/EINSATZDOKU.AT
 

Im Fall einer 75-Jährigen, die im März von ihrem Enkel getötet worden sein soll, hat am Freitag die Tatrekonstruktion in Grafenbach-St. Valentin (Bezirk Neunkirchen) stattgefunden. Der 28-Jährige bestritt laut Verteidiger Wolfgang Blaschitz weiter die Vorwürfe. Im Blut des Mannes wurden nach der Festnahme beeinträchtigende Substanzen festgestellt, teilte die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt mit.

Enkel streitet Tat ab

Die Tat wurde im Schlafzimmer des Hauses der Pensionistin mit einer Puppe nachgestellt. Der Verdächtige, der sich seit seiner Festnahme im März in U-Haft befindet, "sagt nach wie vor, er war es nicht", berichtete Blaschitz. Er beschrieb die Situation bei der Tatrekonstruktion als "sehr bedrückend". Zuerst sei der 28-Jährige ruhig gewesen, aber er habe "schwerstens überfordert" gewirkt, es sei "alles über ihn hereingebrochen". "Die Tatrekonstruktion musste abgebrochen werden, weil der Verdächtige nach rund 30 bis 45 Minuten keine Fragen mehr beantwortet hat", sagte der Rechtsanwalt zur APA.

Tatwaffe waren laut Blaschitz zwei Messer, eines davon gehört dem Beschuldigten. Sein Mandant habe angegeben, es rund eine Woche vor dem Vorfall verloren zu haben. Bei einem der beiden Messer sei die Klinge abgebrochen.

Opiate und Amphetamin 

Laut einem toxikologischen Gutachten wurden nach der Festnahme im Blut des 28-Jährigen Substanzen wie Opiate und Amphetamin gefunden. Der laut Verteidiger psychisch kranke Mann bestritt dem Rechtsanwalt zufolge, Drogen genommen zu haben. Der 28-Jährige vermutete, dass ihm jemand etwas ins Glas geleert habe.

Dem psychiatrischen Gutachten zufolge ist der Beschuldigte zurechnungsfähig, teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt, Erich Habitzl, auf Anfrage mit. Wegen Gefährlichkeit liegen demnach die Voraussetzungen für eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher nach Paragraf 21 Absatz 2 Strafgesetzbuch vor. Nun werde auf ein ergänzendes Gutachten in Bezug auf Wechselwirkungen der im Blut gefundenen beeinträchtigenden Substanzen gewartet. Weiters ausständig sei ein DNA-Gutachten, sagte Habitzl.

Die Pensionistin war am 23. März tot in ihrem Haus aufgefunden worden. Sie starb laut Obduktion durch mehrere Messerstiche in den Halsbereich. In der folgenden Nacht wurde der Enkel des Opfers in Bad Vöslau (Bezirk Baden) festgenommen und in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert.

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