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Sechs Opfer Jugendbetreuer wird wegen Missbrauchs angeklagt

Der Mann hat einen Vorarlberger Jugendtreff geleitet. Er soll sich an sechs Buben vergangen haben.

© APA
 

Die Staatsanwaltschaft Feldkirch hat gegen den ehemaligen Leiter eines Vorarlberger Jugendtreffs, gegen den seit Juli 2018 Ermittlungen wegen Missbrauchs laufen, nun Anklage erhoben. Der 47-Jährige soll sich von 2000 bis 2018 an insgesamt sechs Buben vergangen haben, bestätigte Gerichtssprecher Norbert Stütler Berichte in Vorarlberger Medien. Die Anklage sei nicht rechtskräftig.

Der Mann soll die Buben im Alter von zehn bis 17 Jahren im Jugendtreff in Altach (Bezirk Feldkirch) und auf Campingplätzen im Ausland missbraucht haben. Mindestens drei der Opfer sollen laut Gutachten durch die sexuellen Übergriffe schwer traumatisiert worden sein.

Geständnis abgelegt

Der Mann müsse sich insgesamt wegen sieben Vorwürfen verantworten. Die Anklage erfolgte laut den Berichten nach älterer Rechtslage wegen Schändung sowie wegen sexuellen Missbrauchs, Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses und pornografischer Darstellung Minderjähriger - der Mann soll sexuelle Handlungen mit Opfern ohne deren Wissen auch gefilmt haben. Beim Verdächtigen sind laut Stütler ein Springmesser und ein Elektroschocker sichergestellt worden, darum wurde er zudem nach dem Waffengesetz angeklagt.

Der Mann, der geständig sein soll, wurde im Juli 2018 in Untersuchungshaft genommen, als sich eines seiner mutmaßlichen Opfer zur Anzeige entschloss. Die Gemeinde Altach machte den Fall publik, um die zuvor erfolgte Verhaftung des Mitarbeiters öffentlich zu machen und um mögliche weitere Opfer zu bitten, sich zu melden.

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