AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Ab 1. AprilAchtung! Das ist neu für Radfahrer

Ab dem 1. April bringt die Novelle der Straßenverkehrsordnung Radfahrern auf den heimischen Straßen mehr Rechte.

© Juergen Fuchs
 

Auf Österreichs Straßen ändert sich für die Radfahrer - auch für E-Bikes - ab dem 1. April einiges. Hier die wichtigsten Änderungen der Novelle der Straßenverkehrsordnung im Überblick:

  • Reißverschlusssystem für alle:

Das Ende eines Radfahrstreifens soll künftig nicht mehr gesondert durch die Markierung "Ende" gekennzeichnet werden. Gleichzeitig soll für den Fall, dass ein Radfahrstreifen endet, auch für Radler das Reißverschlusssystem gelten. Sie sind also gleichberechtigt mit anderen Fahrzeugen und müssen nicht mehr warten, um sich in den Fließverkehr einzuordnen.

  • Vorrang für Radler:

Radler, die parallel zum Fließverkehr fahren haben künftig Vorrang gegenüber rechtsabbiegenden Fahrzeugen. Bisher mussten sie, wenn sie den Radfahrstreifen verlassen und nach rechts oder links abbiegen wollten, warten. Nun gelten auch für alle Radler die "normalen Vorrangregeln".

  • Schutzwege befahren verboten:

Schutzwege zu befahren ist künftig für Radfahrer streng verboten, außer der Schutzweg hat eine Zusatzmarkierung für Radler.

  • Radfahrausweis bereits ab dem vollendeten 9. Lebensjahr:

Der Radfahrausweis, mit dem Kinder bisher ab zehn Jahren allein radeln durften, kann mit Inkrafttreten der Novelle bereits ab dem vollendeten neunten Lebensjahr erworben werden, wenn die vierte Schulstufe besucht wird. An der Radhelmpflicht für Kinder unter zwölf Jahren ändert sich ebenso wenig wie an den erlaubten Verkehrsflächen (Radwegbenützungspflicht, Gehsteig und -weg tabu). Der Club machte am Freitag außerdem auf die Ausrüstungsbestimmungen aufmerksam: vorne weiße, hinten rote Reflektoren, gelbe Reflektoren an Pedalen und Speichen, Klingel oder Hupe, zwei voneinander unabhängige Bremsanlagen, Licht bei schlechter Sicht oder Dunkelheit. Wer dagegen verstößt, riskiert hohe Strafen. Bis zu 726 Euro pro fehlendem Teil sind möglich.

  • Fahrrad am Zebrastreifen schieben

Die Novelle stellt nun ausdrücklich klar, dass ein Zebrastreifen nicht mit dem Fahrrad befahren werden darf. "Dies entspricht der schon bisher herrschenden Rechtsansicht. Der Mobilitätsclub begrüßt die Klarstellung jedenfalls, weil jede Unsicherheit ein gutes Miteinander behindert", so ÖAMTC-Jurist Nikolaus Authried.

 

Kommentare (48)

Kommentieren
Henry H.
2
19
Lesenswert?

Ausstattung

Viele Städte dieses Landes sind für Radler schlicht nicht ausgestattet. Zur Gewissensberuhigung werden halbherzig und ohne viel nachzudenken irgendwelche Radfahrerreifen hingepfuscht. Hier sind Konflikte schlicht vorprogrammiert. Als Auto- und leidenschaftlicher Radfahrer kann ich so manches Lied singen. Ärgernisse gibt es als Radler ohne Ende. Doch es sei gesagt, die wenigsten Ärgernisse habe ich mit Auto- und LKW-Fahrern. Die wissen meist was sie tun. Schlimmer sind "Handyaner", "Hunderlausführer" mit meterlangen Leinen quer über Straßen und Wege und vor allem sich um keinen Deut scherende andere Radler. Wüste Beschimpfungen bleiben bei letzteren kaum aus.

Antworten
Henry H.
4
13
Lesenswert?

Frage der Erziehung 2

Tourismus: Horden vorwiegend deutscher Freizeitradler stürmen die Fußgängerzonen trotz Fahrverbot. Es gibt genau null Konsequenzen, außer dass es die Einheimischen mit der Zeit genauso machen. Die Exekutive scheint für Fahrraddelikte schlicht nicht zuständig. Statt hier zumindest zu verwarnen, stehen sie lieber mit der Radarpistole. Ist für die Polizei einfacher und vor allem für den Staat einträglicher.

Antworten
Henry H.
1
9
Lesenswert?

Frage der Erziehung

Vorweg, ich fahre mit allem. Das Problem ist auch die Erziehung und Vorbildwirkung. Beispiel: Neuer Radweg auf alter Bahntrasse. Wo früher die Lok Vorfahrt hatte, hat jetzt der Radler Nachrangig. Selbst jeder Feldweg. Nach der 5 Stopptafel pfeift man einfach drauf. Studentenstadt: Vorwiegend deutsche Studenten kennen keine Regeln, werden von der Exekutive weder gestraft noch irgendwie verwarnt. Mit der Zeit macht's halt auch der letzte Radfahrer nach.

Antworten
Ooesterreicher
12
13
Lesenswert?

Radfahrer und Regeln... ? wie Wasser und Feuer!

was ist denn hier los..? 1. April Verarsche? das Fahren am Schutzweg war schon IMMER verboten..!! Noch NIE erlaubt!! Radfahrer hatten schon immer Vorrrang paralell einer Fahrbahn wenn Auto beim Abbiegen diese queren.. das ist ne 1. April Verarsche weil diese Regeln keiner kennt.. kann nichts anders sein..
finds allerdings absolut nicht witzig.. :-(
eher traurig!
zudem: Radfahrer machen sowieso was sie wollen - es gibt für sie keine Regeln...

Antworten
Henry H.
1
12
Lesenswert?

Widerspruch

Sorry, aber das stimmt so nicht ganz. Gewiss, es gibt eine Menge "Scheißminix" unter den RadfahrerInnen, doch auch viele Fußgänger sind keinen Deut besser. Rote Ampeln existieren für sie vielfach nicht. Ebenso nervig, wie gefährlich, die Dauerhandyglotzer und Ewigtetefonierer, sowohl als Fußgänger, Auto-, Bus-, LKW- aber auch Radfahrer. Und wer sich tagtäglich im Autoverkehr bewegt, erlebt tagtäglich rücksichtslose Egoisten unter Seinesgleichen.

Antworten
duerni
0
12
Lesenswert?

Vorsicht- und Rücksicht sollte für alle Menschen gelten, ....

ob sie sich auf Strassen oder Plätzen bewegen, im Gastgarten sitzen oder im Supermarkt einkaufen ist doch egal. Unsere Welt kennt kaum noch ein Miteinander - viele Menschen leben in ihrer "Handy-Welt" und nehmen die Umwelt samt dort vorhandenen Menschen nicht mehr wahr.
Es ist bezeichnend - der Hausverstand kommt zu kurz und muss - wenn wir nicht im Chaos enden wollen - durch Gebote und Verbote ergänzt werden.
Die Zivilisation hat uns zu egoistischen Wesen gemacht, die ohne eine zivilsatorische Errungenschaft, wie Auto, Radl, Handy keinen Sinn im Leben erkennen. Angeblich sind wir die Krone der Schöpfung - ausgestattet mit Verstand und einem freien Willen. Beides sollten wir nutzen!
..... dieser Beitrag ist nicht als Aprilscherz gedacht!

Antworten
zafira5
10
16
Lesenswert?

An alle Autofahrer

Montieren Sie ihn Ihrem Fahrzeug eine
Videoaufzeichnungskammera die ständig die letzten
Minuten Ihrer Fahrt aufzeichnet, weil nur so haben Sie
falls es zu einen Unfall mit einen Radfahrer oder
Fußgänger kommt ein kräfiges Beweipmittel vor der
Polizei und Gericht, ansonsten heisst es sowieso:
Der rücksichtlose Autofaher war schuld.

Das ist kein Aprilscherz.

Antworten
tomtitan
0
3
Lesenswert?

Die Idee ist gut -

aber leider nicht legal...

Antworten
styrianprawda
0
2
Lesenswert?

@tomtitan

Eine Dashcam ist sehr wohl legal.
Solange der Inhalt nicht veröffentlicht wird.
Man darf ein Video aber nur zur Verteidigung verwenden und es obliegt dem Richter, ob er es in einem Verfahren als Beweismittel zulässt.

Antworten
Henry H.
1
7
Lesenswert?

Erbpacht

Und die Stadtzentren in denen sich vorwiegend solche Unfälle ereignen sind keine Erbpacht der PKW-Fahrer. Andersherum ist auch ein Radfahrer mit einer Helmkamera gut beraten. Denn nur so lässt sich beweisen, wie einem der ein oder andere "ach so gute und zu Unrecht ewig dauerverfolgte" Autofahrer nach dem Überholvorgang in den Straßengraben schneidet, weil er eine Minute auf's Überholen warten musste.

Antworten
Musicjunkie
1
14
Lesenswert?

Vielleicht sollten wir uns mal ein Beispiel an andere Länder nehmen, wie z.B. den Niederlanden.

Die Koexistenz zwischen den Verkehrsteilnehmern scheint da, (wenn man bedenkt wie viele Radfahrer es dort gibt), viel besser zu funktionieren.

Antworten
Mein Graz
2
11
Lesenswert?

@Musicjunkie

Ich hab vor etwa 2 Jahren mit Holländern darüber gesprochen. Sie haben mir erklärt, dass bei ihnen eigentlich die Radfahrer "Vorrang" haben, die Autofahrer sehen sie als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer ohne Knautschzone.

Funktioniert wahrscheinlich, weil es dort kaum Leute gibt, die nicht zumindest zeitweise auf Fahrrad umsteigen...

Antworten
Henry H.
0
6
Lesenswert?

Priorität

Sowohl in Kopenhagen als auch Amsterdam sind die Prioritäten klar definiert. Nämlich "Pro Rad". Kopenhagen ist sogar federführend. Die dortigen Bürger haben es klar festgelegt. Ganze Straßenzüge quer durch die Stadt sind exclusive dem Fahrrad-Verkehr vorbehalten. In Wien zB völlig undenkbar. Unternehmen stellen ihren fahrradpendelden Angestellten Umzieh- und Duschmöglichkeiten zur Verfügung usw.

Antworten
leserderzeiten
3
17
Lesenswert?

Tipp an alle hier, Autofahrer- Radfahrer und Fußgänger.

Einfach früh genug von Zuhause starten, dann müssts auch nicht durch die Stadt hetzen.
Gutes Gefühl, wenn ich nicht die grün blinkende Ampel noch erwischen möchte, sondern entspannt stehen bleibe.

Antworten
Henry H.
1
8
Lesenswert?

Schlendrian

Selbst relaxte Fußgeher pfeifen sich nicht um rote Ampeln. Besonders ärgerlich ist es, wenn es Eltern mit ihren Kindern machen. Im gesamten Verkehrsmiteinander hält sich keine Spezies an irgendwelche Vorschriften. Missachtungen werden die Regel. Es gibt einfach keine Konsequenzen. Lediglich im Unfalls- und Versicherungsfall werden die Verkehrsregeln aus der Schublade gezogen.

Antworten
wollanig
3
26
Lesenswert?

Das Befahren von Schutzwegen

war auch vorher verboten, wurde jedoch ständig missachtet.

Antworten
Pizzaislife
4
4
Lesenswert?

Schlechte Recherche

"Die Aufzählung in der zitierten Gesetzesstelle ist taxativ und kann daher nicht auf Schutzwege ausgeweitet werden. Daß das Befahren von Schutzwegen mit Fahrrädern verboten ist, kann der StVO nicht entnommen werden" (17.10.1996, UVS Steiermark)

Antworten
pqs
11
61
Lesenswert?

Vorrang für Radler

An ungeregelten Kreuzungen mit Zebrastreifen ist der Vorrang für Radfahrer gegenüber Rechtsabbiegern aus meiner Sicht ein unkalkulierbares Risiko. Autofahrer müssen sich da auf den Fahrzeuge von links, von Fußgänger von links und rechts sowie Fußgänger parallel von vorne und hinten konzentrieren. Wenn da noch von hinten ein Radfahrer angebraust kommt, wird es wirklich unübersichtlich.

Antworten
fragment
0
1
Lesenswert?

Vorrang für Radfahrer

Mein absoluter Horror: ich biege von der Fröhlichgasse in die C.v.H. Str. ein, Radfahrer, der mit Schuss, weil die Fröhlichgasse abfällt, daherkommt, hat dann Vorrang! Den kann man einfach nicht sehen! Schon 2x beschimpft worden! Und: Radfahrer GEHEN NIEMALS über den Zebrastreifen (Schutzweg).

Antworten
gerbur
16
13
Lesenswert?

@pqs

Es gibt eine Lösung für dein Problem! Steig auf das Rad um und die bist all diese Sorgen los. Wobei ich den Stress der Autofahrer teilweise sogar nachvollziehen kann, weil ich selbst als Autofahrer gelegentlich mit solchen Situationen konfrontiert bin. Bin dann immer wieder froh, wenn ich entspannt auf dem Rad sitzen kann.

Antworten
a9849f9cb200c1614699c5dae6bc15cb
16
15
Lesenswert?

Sie armer

Mensch sollten dann lieber mit dem Bus fahren.

Antworten
tiscali58
1
8
Lesenswert?

Bus fahren

Leider ist dies bei flexiblen Arbeitszeiten und je nachdem wie weit man entfernt vom Arbeitsplatz wohnt nicht so einfach möglich, außer man ist bereit 2 Stunden unterwegs (eine Strecke) zu sein

Antworten
Mein Graz
59
14
Lesenswert?

@pqs

Naja, Autofahren ist halt mehr als nur "Aufs-Gas-Steigen".

Es schadet nicht, wenn man die Augen offen hält. Man sieht da Dinge, die man nicht für möglich hält!

*Sarkasmus off*

Antworten
calcit
5
29
Lesenswert?

Das Problem ist halt nur wenn für eine Partei im...

...Strassenverkehr fast gar nichts mehr gilt oder alle Vorteile bzw. ein Grossteil dieser Gruppe sich sowieso an nichts mehr hält, dann wird es für die anderen halt schwierig...

Antworten
eadepföbehm
3
2
Lesenswert?

Schreibst du da über Autofahrer?

.

Antworten
Mein Graz
15
26
Lesenswert?

@calcit

Solche Verallgemeinerungen mag ich einfach nicht.
Ich bin selbst Radfahrer, der manchmal ein Auto benutzt. In beiden Fällen versuche ich, möglichst rücksichtsvoll zu sein und andere nicht zu gefährden.

Ich bin überzeugt, dass die Mehrzahl in beiden Gruppen genau so denkt und dass es nur wenige sind, die Vorschriften nicht einhalten.

Hier wird es so dargestellt, als ob sich Radfahrer generell nicht an Regeln halten, Autofahrer aber schon. Und das stimmt einfach nicht.

Antworten
 
Kommentare 1-26 von 48