AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Automatisiertes Fahren Ab heute dürfen in zwei Fällen die Hände weg vom Lenkrad

Im Detail sieht die an Montag geltende Novelle vor, dass auf Autobahnen und mautpflichtigen Schnellstraßen eine Kombination aus Spurhalteassistent und Abstands-Tempomat aktiviert sein darf.

Ab heute dürfen in zwei Fällen die Hände weg vom Lenkrad © 
 

Am Montag tritt eine Novelle zur Verordnung über das automatisierte Fahren in Kraft. Einerseits erlaubt die Verordnung das freihändige Fahren auf Autobahnen und Schnellstraßen mit "Autobahnassistent mit automatischer Spurführung", teilte ÖAMTC-Chefjurist Martin Hoffer mit. Andererseits wird das automatische Einparken mit Einparkassistent zugelassen.

Im Detail sieht die Novelle vor, dass auf Autobahnen und mautpflichtigen Schnellstraßen eine Kombination aus Spurhalteassistent und Abstands-Tempomat aktiviert sein darf. Dabei dürfen auch die Hände vom Lenkrad genommen werden. "Allerdings muss man sofort eingreifen können, wenn eine unerwartete Situation auftritt", führte Hoffer aus. Ablenkende Tätigkeiten wie zum Beispiel das Bedienen eines Mobiltelefons bleiben weiterhin verboten. In Baustellenbereichen darf das System nicht verwendet werden.

Automatisches Einparken

Auch beim automatischen Einparken dürfen ab Montag die Hände vom Lenkrad genommen werden. "Aber nicht nur das. Man darf nun sogar aussteigen und von außen beobachten, wie sich das Fahrzeug in die Parklücke schiebt", meinte der stellvertretende Cheftechniker des ÖAMTC, Friedrich Eppel. Bei unerwarteten Situationen müsse man den Vorgang aber sofort abbrechen - wenn man sich außerhalb des Fahrzeuges befindet, entweder mittels Fernsteuerung oder Handy-App.

Der Einparkassistent darf prinzipiell bei Pkw und Lkw bis zu 3,5 Tonnen höchstzulässigem Gesamtgewicht verwendet werden. Wenn der Systemhersteller auch den Betrieb mit Anhängern zulässt, darf auch damit automatisiert eingeparkt werden. Diese Regelung gilt auch für das Ausparken. Die zulässige Maximalgeschwindigkeit beträgt in beiden Fällen zehn Stundenkilometer.

Kommentare (7)

Kommentieren
Kunierer
1
3
Lesenswert?

Wieder so ein Leuchtturmprojekt

des Herrn Hofer. Ich habe es bei meinem Auto ausprobiert, es funktioniert aber leider nicht immer zwei mal hat es den Fahrstreifen nicht erkannt daher fahre ich weiterhin so wie ich es gelernt habe nämlich mit beiden Händen am Lenkrad.

Antworten
Ochkatzlschwof
17
11
Lesenswert?

Hände weg vom Lenkrad

Was ist wenn vorne ein Reifen platzt ? Und man hat die Hände nicht am Steuer für mich bedenklich.

Antworten
DukeNude
2
6
Lesenswert?

...

dafür gibts net notbremsassistenten, der definitiv besser reagiert als jeder mensch

trotzdem wollte mein fahrzeug schon öfter in linkskurven nach rechts abbiegen, weil es den streifen nicht erkannt hat

Antworten
scionescio
10
10
Lesenswert?

Du darfst - aber du musst ja nicht ...

Aber im Prinzip sehe ich es ähnlich: die Industrie wittert ein großes Geschäft und halbwissende Politiker lassen sich instrumentalisieren!
Sowohl die Sensorik als auch die Software hat bei weitem noch nicht den Reifegrad, dass man dafür sein Leben aufs Spiel setzen sollte - erst vor zwei Wochen ist wieder einmal ein Tesla-Fahrer gestorben, weil sein Fahrzeug falsch reagiert hat.

Antworten
Starfox
4
14
Lesenswert?

auf der anderen Seite

hat diese Automatik hat aber auch schon sehr viele Leben gerettet weil sie einfach schneller reagiert als der Fahrer. Nur das steht halt nicht in den Zeitungen. 100 Prozentige Sicherheit wird es nicht geben.

Antworten
scionescio
7
13
Lesenswert?

@Starfox: Das ist vollkommen richtig und ich möchte mein Assistenzsystem auf gar keinen Fall mehr missen und fühle mich mit viel sicherer als ohne ...

... aber: es ist ein Assistenzsystem, ich kenne mittlerweile die Grenzen meines Systems sehr gut (hoffe ich zumindest) und weiß, wann ich besser meine volle Konzentration dem Straßenverkehr widme und wann ich entspannt dahingleiten kann und mein Fahrzeug hält die Spur und den Abstand/Geschwindigkeit.
Vom vielerorts sugerierten Autopiloten sind wir noch meilenweit entfernt (die vielen Toten beweisen das auf traurige Art) und wenn sich ein naiver Fahrer wirklich darauf verlässt, gefährdet er nicht nur sich, sondern auch seine Passagiere und auch alle anderen Verkehrsteilnehmer.
Das autonome Fahren wird genauso sicher kommen wie der elektische Antrieb - zur Zeit fehlt aber noch das exakte Kartenmaterial, ausgereifte Sensoren und vor allem ausgereifte Software mit gut trainierten Netzwerken ... deshalb sollte man den unhaltbaren Marketingversprechen sehr misstrauisch gegenüberstehen und lieber auf ausgereifte Technologie warten, bevor man sein (und anderes) Leben riskiert.

Antworten
fwf
3
9
Lesenswert?

Abhilfe:

Runflat Reifen verwenden !

Antworten