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Stark steigende AusgabenApotheker klagen über hohe Kosten und sinkende Gewinne

Die heimischen Apotheken haben im Vorjahr rund 3,8 Mrd. Euro Umsatz gemacht.

Die Krankenkassenspanne habe in den letzten Jahren kontinuierlich abgenommen
Die Krankenkassenspanne habe in den letzten Jahren kontinuierlich abgenommen © APA/BARBARA GINDL
 

Der Apothekerverband beklagt hohe Kosten und eine sinkende Gewinnspanne. Um zu sparen schlägt er eine Reduzierung der Wiener Nachtapotheken im Bereitschaftsdienst nach 22 Uhr von 40 auf 15 vor. "Wir bekennen uns zur flächendeckenden Versorgung, aber derzeit wird der Apotheken-Notdienst zu einem Late-Night-Shopping missbraucht", sagte Jürgen Rehak, Präsident des Österreichischen Apothekerverbandes.

Die Krankenkassenspanne habe in den letzten Jahren kontinuierlich abgenommen. Von jedem umgesetzten Euro bleiben nur mehr 14,54 Cent. Das sei ein historischer Tiefstand. "Wir können das alleine nicht mehr stemmen. Wir erwarten uns konkrete Unterstützung durch die öffentliche Hand", sagte Rehak am Donnerstag vor Journalisten.

3,8 Milliarden Euro Umsatz

Die heimischen Apotheken haben im Vorjahr rund 3,8 Mrd. Euro Umsatz gemacht, davon 2,9 Mrd. Euro mit Krankenkassenprodukten (plus 2,9 Prozent) und 877 Mio. Euro mit rezeptfreien Medikamenten (OTC) (plus 2,7 Prozent). Stark steigende Ausgaben hätten aber die Gewinnspanne verringert, beklagte der Apothekerverband.

Die Kosten für Personal, Mieten und technische Ausstattungen der Apotheken seien überproportional gestiegen. So seien durch die Einführung der E-Medikation erhebliche Investitionen in die Softwaresysteme der Apotheken geflossen. Auch die kürzlich gestartete Umsetzung der Arzneimittel-Fälschungsrichtlinie sei mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden, so die Interessensvertretung. Für die Zukunft erwarte man zudem weitere Belastungen im Zuge des E-Rezeptes Anfang 2020 und die gesetzlich verordnete "Preisbremse" bei Generika.

Kommentare (4)

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ichbindermeinung
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Die online Bereinigung folgt

Die Umsätze werden weiter sinken da immer mehr online Apoth. den Umsatz absaugen werden

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burgring0
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Oha, das ist Jammern....

....auf sehr hohem Niveau! Apotheken sind die allerletzten, die Vorteile aus einem Gebietsschutz ziehen!

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Mein Graz
3
9
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Ooch, die armen am Hungertuch nagenden Aporheker!

Sie könnten einem ja fast leid tun, sähe man nicht, welche Häuser sie bewohnen, Autos sie fahren, wo sie Urlaub machen usw.

Um Missverständnissen vorzubeugen: da spielt keinerlei Neid mit, ich habe was ich brauche, und mehr will ich nicht.
Mir geht es allerdings auf die Nerven, dass da von Sparten gejammert wird wo man mit 100%-iger Sicherheit weiß, dass sie niemals am Existenzminimum dahin schrammen werden.

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dalvero
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4
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Sie haben völlig recht.

Auch ich ohne Neid, aber eine Gewinnspanne von mehr als 14 % hätten viele Gewerbetreibenden gerne.
Ich auch, aber ich bin mit meinen 8 % sehr zufrieden da sie überdurchschnittlich sind.;>)

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