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Weiter keine Spur vom TäterBalkan-Mafia mordet mitten im Wiener Weihnachtstrubel

In der Wiener City sind am Freitag vor einem renommierten Speiselokal Schüsse gefallen. Ein Terrorakt wurde von der Polizei ausgeschlossen. Es dürfte sich um eine Tat der montenegrinischen Mafia handeln.

SCHÜSSE IN WIENER CITY - EIN TOTER, EIN SCHWERVERLETZTER © (c) APA/GEORG HOCHMUTH
 

Zwei Männer sind bei der Wollzeile vor einem Wiener Innenstadt-Lokal am Freitagnachmittag mit Kopfschüssen niedergestreckt  worden. Ein Opfer starb noch am Tatort, ein zweites ist in Lebensgefahr, berichtete die Polizei. Nach dem männlichen Täter wurde auch Stunden nach der Tat in ganz Wien, unter anderem mit Polizeihubschrauber und Diensthunden, gefahndet.

Am Abend wird der Verdacht laut, dass es sich um eine Tat der Balkanmafia handelt. Laut serbischen Medien soll das verstorbene Opfer Vladimir R. sein, der Mitglied des berüchtigten "Kavac-Klans" aus Montenegro war. Der Mann wurde in Belgrad wegen Dokumentenfälschung zu acht Monaten verurteilt. Außerdem gab es zuvor einen Mordverdacht gegen den Mann - er wurde dafür aber nie belangt. Das zweite Opfer soll der 22-jährige Stefan V. aus Niksic sein. Hintergrund des Mordanschlags sollen Drogengeschäfte sein, in die rivalisierende Mafia-Familien aus dem Raum Kotor verstrickt sind.

Die Opfer waren in der Passage, die Lugeck und Wollzeile miteinander verbindet, unterwegs, als laut Zeugen fünf bis zehn Schüsse abgegeben wurden. Ob die Männer zuvor in dem bekannten Schnitzeltempel Figlmüller essen waren und der Täter auf sie gewartet hat, ist unklar. Die Betreiber des Lokals betonten in einer Aussendung, dass Gäste und Mitarbeiter des Restaurants zu keinem Zeitpunkt in Gefahr waren.

Ein Toter bei Schüssen in Wiener Innenstadt

Ein Ohren- und Augenzeuge berichtete, dass die Männer zu dritt unterwegs waren. Der russische Tourist, der in einem Geschäft in der Wollzeile war, hörte die Schüsse und sah, wie Passanten die Flucht ergriffen. In der Passage lagen die beiden Angeschossenen, ein dritter Mann stand daneben und sprach mit den etwa 30 bis 40 Jahre alten Opfern. Der 57-Jährige nahm an, dass es sich um einen Angehörigen gehandelt hat. Der Mann sprach eine slawische Sprache, der Tourist vernahm mehrmals ein besorgtes "Bruder, Bruder", wie er der APA berichtete. Den Täter hat der Russe nicht mehr gesehen.

Im Bereich des Lugeck sind am Freitag Schüsse gefallen Foto © Google Maps

Der Tatort rund um das Lugeck wurde großräumig abgesperrt Foto © (c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)

Dass ein dritter Mann die beiden Opfer begleitete, wollte Polizeisprecher Daniel Fürst auf APA-Anfrage nicht bestätigen. Die Identität des Toten und des Verletzten sind geklärt, wurden aufgrund laufender Ermittlungen aber nicht bekannt gegeben. Zeugen gaben nicht nur eine Täterbeschreibung ab, sie berichteten auch, dass der Bewaffnete mit einem Auto geflüchtet sein könnte. Deshalb gab es im Laufe des Nachmittags nahe des Tatorts mehrere Anhaltungen, jedoch noch keine Festnahmen.

Die Schüsse im größten Weihnachtstrubel in der Innenstadt lösten Panik wegen eines möglichen Terroraktes aus. Das schloss die Polizei jedoch sofort aus. Es habe sich vielmehr um eine "gezielte Straftat" gehandelt. "Es besteht derzeit keine Gefährdung für Unbeteiligte", twitterte die Exekutive.

Der Tatort wurde großräumig zwischen Lugeck und Wollzeile abgesperrt. Polizisten waren mit Helmen und schusssicheren Westen zur Verwunderung zahlreicher Touristen an neuralgischen Punkten postiert. Die Sperre wurde drei Stunden nach der Bluttat aufgehoben. Nur die Passage bleibt für die Tatortarbeit geschlossen.

Über dem ersten Bezirk kreist der Polizeihubschrauber Foto © Michael Jungwirth

Wien: Großeinsatz nach Schüssen

Schüsse sind am Freitag im ersten Bezirk in Wien gefallen. Der Tatort rund um den Bereich des Lugeck wurden großräumig abgesperrt.

Eine großräumige Fahndung wurde sofort eingeleitet. Auch ein Hubschrauber kreiste über der City.

Eine Person starb durch die Schüsse, eine weitere wurde schwer verletzt ins AKH eingeliefert. Beide sollen Kopfschüsse erlitten haben.

Mehr Bilder vom Einsatz!

(c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)
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