Die Eintragungswoche für das Nichtraucherschutz-Volksbegehren "Don't smoke" von Ärztekammer und Österreichische Krebshilfe gegen das Kippen des geplanten Gastro-Rauchverbots durch die türkis-blaue Regierung ist in der Zielgeraden. Laut einer Zwischenbilanz der Kammer haben bis Freitagmittag rund 750.000 Österreicher unterschrieben.
Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres forderte ebenfalls erneut zur Unterschrift auf: "Umso höher die Beteiligung am Volksbegehren ist, desto eher können wir die Politik dazu bewegen, umzudenken und dem Nichtraucherschutz zum Durchbruch zu verhelfen. In Österreich sterben jährlich 14.000 Menschen aufgrund ihres Tabakkonsums. Ungefähr 1.000 davon erliegen den Folgen des Passivrauchens." Alle 41 Minuten sterbe ein Mensch in Österreich an den Folgen des Rauchens.
Raucherquote unter Jugendlichen "erschütternd hoch"
Speziell die Raucherquote unter Jugendlichen sei in Österreich im europäischen Vergleich "erschütternd hoch", und Studien aus anderen Ländern hätten gezeigt, dass mit einem generellen Rauchverbot in der Gastronomie, diese Quote drastisch zurückgehe. Das Nichtraucherschutz-Volksbegehren kann auch am Wochenende und spätestens am kommenden Montag per Handysignatur oder in jedem beliebigen Gemeinde-/Bezirksamt in Österreich unterschrieben werden.
Fast schon 200.000 Unterstützer hat das von der "Christlichen Partei Österreichs" (CPÖ) initiierte Volksbegehren zur Abschaffung der ORF-Gebühren gefunden - doppelt so viele wie für die Befassung des Parlaments nötig sind.
Stand bei anderen Volksbegehren
Fast schon 200.000 Unterstützer hat das von der "Christlichen Partei Österreichs" (CPÖ) initiierte Volksbegehren zur Abschaffung der ORF-Gebühren gefunden - doppelt so viele wie für die Befassung des Parlaments nötig sind.
Vom Frauenvolksbegehren gab es keine Zahlen, aber das Team war verwundert über eher schwachen Zuspruch in Wien. Heuer liegen fast alle anderen Bundesländer über den Erwartungen des Frauen-Volksbegehrens-Teams, aber in Wien vermisst Projektleiterin Lena Jäger bisher den erhofften "Ansturm". Sprecherin Andrea Hladky appellierte deshalb in einer Aussendung an die Wiener, "unsere Stadt nicht einem Kickl oder einem Gudenus zu überlassen".
Die drei Volksbegehren können noch bis Montag, 20.00 Uhr, auf den Gemeindeämtern oder online unterzeichnet werden. Am Freitag kann man noch bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag von 8.00 bis 13.00 Uhr auf den Gemeindeämter bzw. Magistraten unterschreiben.