Eine echte Pechsträhne hatten besonders dreiste Glücksspielanbieter in Wels. Denn die Tankstellenbetreiber hatten sich mit einem zweiten illegalen Standbein in der Glücksspielbranche ihre Einnahmen aufgebessert. Die Finanzpolizei im Amt für Betrugsbekämpfung kam dem Inhaber vor Kurzem aufgrund einer Anzeige auf die Schliche. Bei einer Begehung des Tankstellengeländes fanden die Beamten hinter dem Gebäude einen Wellblechverschlag, in dem sich zwei versperrte Kästen befanden. Die Tarnung flog allerdings schnell auf, da vor jedem der beiden Schränke ein für Glücksspielhöhlen typischer Barhocker stand.

Illegale Glücksspielautomaten in Wellblechverschlag

Daher konnten die Beamten schnell feststellen, dass sich in jedem der beiden Kästen ein illegaler Glücksspielautomat befand und an der Tankstelle nicht nur gezapft, sondern auch illegal gezockt wurde. Die Automaten befanden sich zum Zeitpunkt der Kontrolle sogar in Betrieb. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass bereits seit sechs Wochen illegal an der Tankstelle gespielt wurde. „Die Finanzpolizei stößt immer wieder auf neue kreative Versuche von Kriminellen, illegales Glücksspiel anzubieten. Das entschlossene Vorgehen der Behörde in solchen Fällen ist essenziell, um Spieler zu schützen und den Betreibern das Handwerk zu legen“, ließ Finanzminister Gunter Mayr wissen.

Tankstellenbesitzer drohen bis zu 20.000 Euro Strafe

Die Finanzpolizei beschlagnahmte sofort beide Geräte und zeigte den 64-jährigen Tankstelleninhaber an. Ihm droht nun eine Geldstrafe nach dem Glücksspielgesetz in Höhe von bis zu 20.000 Euro. Zudem könnte ihm seine Gewerbeberechtigung wegen mangelnder Zuverlässigkeit entzogen werden.