Nach dem Fund einer stark verwesten männlichen Leiche im Garten eines Hauses in Hall in Tirol (Bezirk Innsbruck-Land) vergangene Woche steht mittlerweile die Identität des Toten fest: Es handelte sich um einen seit Herbst vergangenen Jahres in Innsbruck abgängigen 30-jährigen Einheimischen. Dies ergab ein durchgeführter molekulargenetischer Abgleich. Die Todesursache war indes weiter unklar und Gegenstand von Ermittlungen.

Man ermittle in alle Richtungen und könne auch ein mögliches Fremdverschulden weiter nicht ausschließen, sagte der stellvertretende Leiter des Landeskriminalamtes, Philipp Rapold. Der Mann soll jedenfalls bereits mehrere Monate tot gewesen sein. Der Todeszeitpunkt dürfte annähernd mit dem Zeitpunkt der Abgängigkeit übereinstimmen, erklärte der Ermittler. Der Innsbrucker hatte seit Anfang September als abgängig gegolten. Der Mann stellte sein Auto im Osten der Tiroler Landeshauptstadt ab und war fortan nicht mehr erreichbar.

Von Mord erzählt?

Wie die Tiroler Tageszeitung nun berichtet, war der 30-Jährige bereits im vergangenen Sommer Opfer einer Bombendrohung. Ob der Drohanruf mit seinem Ableben in Verbindung steht, ist unklar. Ebenfalls mysteriös: Ein mittlerweile ebenfalls verstorbener Verdächtiger soll bereits im Herbst vom Mord erzählt haben. Der laut „TT“ mittlerweile in den Fokus der Polizei geratene Verdächtige soll bereits Wochen vor seinem Drogentod im Bekanntenkreis über den Mord geredet haben. Zu einem Zeitpunkt, an dem der 30-Jährige noch als vermisst galt. Aber niemand nahm damals die dunklen Andeutungen des Innsbruckers ernst.

Leiche auf Suche nach Katze gefunden

Die Leiche war von dem Bewohner des Hauses am 21. Jänner in einem schwer zugänglichen und kaum einsehbaren Bereich des Gartens gefunden worden, als dieser dort laut eigenen Angaben gerade nach seiner Katze suchte. Wie lange der Leichnam tatsächlich in dem Garten lag, war indes weiter unklar. Bei dem Haus handelte es sich um einen größeren Komplex. Der besagte Bewohner lebte dort alleine. Seine Befragung hatte zunächst keine nennenswerten neuen Aufschlüsse gebracht.