Noch vor zwei Jahren herrschte quasi lagerübergreifende Einigkeit. Österreichs Gasversorgung müsse so rasch wie möglich auf alternative Beine gestellt werden, hieß es von allen Interessensvertretern und Parteien angesichts der in gewaltige Höhen geschossenen Preise fürs Erdgas im Gefolge des Ausbruchs des Ukrainekriegs. Am Dienstagabend verkündeten nun Vertreter der Regierungsparteien, dass es mit der Einspeisung von heimischem Biogas ins Erdgasnetz doch nichts wird. Der lange gehegte Plan, auf diesem Weg den Gasbedarf ein (kleines) Stück weit von russischen Lieferungen zu entkoppeln, scheiterte an der dafür nötigen Zweidrittelmehrheit im Parlament.