Drohung, Zuspitzung, ein wenig Hoffnung – und schon zündet Wladimir Putin die nächste Eskalationsstufe. Das ist das vom russischen Präsidenten bis zum Exzess getriebene Verfahren maximaler Verunsicherung in der Ukraine-Krise. Der Nachricht vom möglichen Gipfeltreffen mit US-Präsident Joe Biden folgt die Ankündigung, die selbst ernannten "Volksrepubliken" Donezk und Luhansk möglicherweise anzuerkennen. "Nebenbei" versetzt der Kremlchef so dem Minsker Abkommen den Todesstoß. Darauf hat Europa sein diplomatisches Bemühen konzentriert.
Leitartikel
Drohung und Zuspitzung: Putin im Machtrausch
Der russische Präsident treibt die Strategie maximaler Verunsicherung in der Krise um Ukraine bis zum Exzess. Trotzdem muss man verhandeln, es geht um Tausende Leben.
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