AußensichtKein neuer Meter Radweg in Graz: Das ist auch ein Europa-Rekord

Nach den Worten von Bürgermeister Siegfried Nagl soll Graz Radfahrerhauptstadt von Europa werden. Bis jetzt bleibe es allerdings bei den Ankündigungen, meint Erwin Zankel.

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© (c) Juergen Fuchs (FUCHS Juergen)
 

Kürzlich wurde den Grazern ein exklusives Erlebnis geboten: Anlässlich des „europaweiten autofreien Tages“ wurden einige hundert Meter einer stark befahrenen Straße für den Autoverkehr gesperrt, was rundum Staus verursachte, in der Neutorgassse aber Platz für ein kurzfristiges Spektakel schuf: Komparsen in Kostümen aus dem vergangenen Jahrhundert bildeten das Kontrastprogramm für die Zukunft, das auf Bildschirmen zu bestaunen war: Fußgänger-Boulevards zum Schlendern, Fahrradwege mit breiten Spuren, Straßenbahnen und, ja, auch noch Autos.

Kommentare (2)
stprei
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Verkürzt

Der Kommentar ist doch etwas verkürzt und ignoriert vollkommen, dass Elke Kahr dafür die zuständige Stadträtin ist.

Und die Aufregung wäre genau so groß, wenn man planlos irgendwo Radwege hinklatscht. Es macht Sinn zu überlegen wie man entflechten und absichern kann.

Dass man über den Jakominiplatz muss (wo soll man sonst fahren?) oder durch die FuZo in der Innenstadt, wird sich nicht ändern lassen. Weder die Innenstadt-FuZo kann man entfernen noch den Jakominiplatz vom Öffi-Verkehr befreien.

Das Fahrrad ist auch nur ein Teil der Mobilität, nicht das Zentrum.
Ich persönlich empfinde das Radwegenetz in den Bezirken abseits der Innenstadt als wesentlich wichtiger (weil weniger dicht und mit Hauptverkehrsrouten verknüpft), dort tut sich auch regelmäßig etwas.

zweigerl
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Die Dinge stoßen hart sich in der Wirklichkeit

Der Eindruck, dass die pompösen Ankündigungen eines großzügigen Radnetzes bloße Rhetorik sind, stellt sich jedem Grazflaneur. Werden da jetzt Gebäude weggerissen, um Radwege zu verbreitern bzw. neue anzulegen? Ach ja, in der Keplerstraße gibt es künftig Bus- und Tramspuren, eine beidseitige PKW-Spur UND Radwege, bei denen kein Radfahrer zu fürchten hat, dass von der Seite ein Auto herausschießt. Schön wär's, aber die Dinge stoßen hart sich in der Wirklichkeit.