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Leitartikel von Adolf WinklerSignalhafte Pensionserhöhung - mit Beeilung für die Wien-Wahl

Mindestpensionen, bisher 966,65 Euro, nehmen die 1000-Euro-Hürde © APA/Harald Schneider
 

Das hätte wirklich verwundert, hätte Türkis-Grün dies als zeitgerechtes Zuckerl für die Wien-Wahl ausgelassen. So ließen Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vizekanzler Werner Kogler die Erhöhung der kleinsten Pensionen um 3,5 Prozent quasi übers Wochenende aus dem Sack. Aber auch der Pensionistenverband der SPÖ sah zustimmend eine „Blitzeinigung“. Der großen Wählergruppe älterer Menschen will jede Partei Beistand in schwerer Zeit signalisieren. Der wahlkämpfende ÖVP-Finanzminister Gernot Blümel stilisierte die jeden Frühherbst fällige Erhöhung sogar zum Corona-Bonus hoch. Die üblichen Briefe an Pensionistinnen und Pensionisten werden schon unterwegs sein, wenn am Mittwoch der Ministerrat die Erhöhung besiegelt.

Kommentare (1)

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chatrouge
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15
Lesenswert?

vereinfacht bekommt jeder nur 35 € Pensionserhöhung

Die Prozentzahlen dienen nur der politischen Werbung vor der Wien Wahl. Parteien, Organisationen und Medien jonglieren mit Prozenten und lobhudeln um die Wette.
Tatsächlich erhalten alle Pensionisten nur 35 €, als ASVG Pensionist ab 2.333 € weniger als die 1,5 % abfallend bis 1,03 %.
Fällt das wirklich keinen Journalisten auf?
P.S. Der im Artikel genannte Wert von 2.230 € ist falsch. 2330 € x 1,5 % = 35 €.