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MorgenpostÖkostrom ja, aber nicht hinter meinem Gartl!

Der Morgenpost-Kommentar aus der Chefredaktion.

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Geschätzte Leserin, geschätzter Leser!

In Herbert Paierl ist noch der alte Politik-Profi wach, mühelos emotionalisiert er ein Thema mit einem Satz und bemüht dafür auch gleich seine „Herkunft aus bäuerlicher Umgebung, ich weiß, wovon ich spreche“: „Wir sollten agrarisch geschundenen Böden die Chance geben auf 25 Jahre ökologischen Erholungsurlaub zur biologischen Regeneration.“ Paierl weiß, was er seinem Geschäft und als Präsident des Photovoltaik Verbandes Austria seiner Lobby schuldig ist: Freiflächen nutzbar zu machen für großflächige Photovoltaikanlagen.

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richeseb
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Die Kleine untertützt EVU

Herr Winkler, sowohl im gestrigen, als auch im heutigen Kommentar verwechseln Sie Stromerzeugung mit Gesamtenergieverbrauch. Kärnten erzeugt seinen Strom (ca. 6 TWh) schon zu 100% aus Erneuerbaren Energiequellen, hauptsächlich dank unserer 550 Wasserkraftwerke. Dafür haben wir schon genug Bäche und Flüsse geopfert. Kaum genutzt haben wir leider unser Einsparpotential (lt. E-Map ca. 1,3 TWh) und sicherlich auch die PV - als sonnigstes Bundesland. 50% unserer Dachflächen erbrächten 1 TWh Strom! Sollen wir auch noch unsere Landschaft für über 200 m hohe Windradmonster auf unseren Berggraten und -spitzen opfern - nur dort gäbe es genug Wind? Oder für riesige PV Flächen auf den Almen, als Stromkolonie für Österreich und als Cashcow für die E-Wirtschaft? Wir hätten für die Energiewende unsere überdimensionierten Pumpspeicher-kw anzubieten. Bitte lassen Sie sich nicht nur von der E-Wirtschaft informieren und ergänzen Sie Ihren Artikel mit diesen Aspekten! MfG

pesosope
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Hr. Winkler,

Sie schreiben so schön und natürlich auch die Wahrheit. Was Sie allerdings gerne verschweigen, wie alle anderen Medienprofis in dieser Sache auch, ist, dass es selbstverständlich beim Bürger in erster Linie um den "eigenen" Garten geht, weil er von all den anderen Dingen zu wenig weiß.
Der wahre Grund, oder einer davon, ist die wirtschaftliche Seite solcher Projekte. Die ist im Vergleich zu Gas, Öl, Kohle oder Atom nicht gegeben. Wäre es nämlich wirtschaftlich günstiger, uns nur mit eE zu versorgen, dann hätten wir sie schon längst, auch wenn sie im Garten erzeugt werden müsste. Aber auch die Verlässlichkeit ist noch nicht gegeben und da helfen auch die hochgelobten Biomasseanlagen nichts, denn dafür werden wir NIE die erforderliche Menge an Biomasse haben und selbst wenn, dann würde uns die Luft wegbleiben.
Es wäre daher sehr angebracht, würden alle einmal die Super-Superstudien genauer durchlesen und immer auch die einzelnen Quellangaben und vor allem die Annahmen kritisch überprüfen.