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MorgenpostAnsteckungen und Durchseuchung: Welche Strategie hat die Regierung?

Der tägliche Morgenpost-Kommentar aus der Chefredaktion.

CORONAVIRUS: PK BUNDESREGIERUNG:  KOGLER / KURZ /  ANSCHOBER
© APA/ROLAND SCHLAGER
 

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ritus
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Transparenz bedeutet Durchsichtigkeit...

...und ich gebe Ihnen Recht, Herr Winkler, dass wir Transparenz erwarten dürfen, was die Absichten und Perspektiven der Regierung betrifft. Allerdings wird Ihnen sicherlich auch bewusst sein, dass politische Transparenz nur dann zum Wohl der Bevölkerung funktionieren kann, wenn die Kommunikation so geführt wird, dass wir ihr vertrauen, sie auch verstehen und annehmen können. Wenn selbst seriöse Journalisten der Regierung täglich mehrmals die gleiche Frage nach einem Endtermin der Maßnahmen stellen, dann erinnert mich das ein wenig an Fragen meiner Kinder, wann denn endlich der Osterhase kommen würde. Die Regierung würde sich dem unwiderstehlichen Druck der Medien und Opposition ausliefern, wenn sie sich jetzt auf einen Termin für die Aufhebung der Einschränkungen festlegen würde. Immer mehr Experten melden sich zu Wort, die die Maßnahmen als unverantwortlich und gesellschaftlich schädlich bezeichnen. Vielleicht haben sie recht, aber wenn nicht, werden sie die letzten sein, die die Verantwortung für die Folgen übernehmen, sondern kleinlaut was von "so nicht vorhersehbar..." faseln. Transparenz schließt Message Control nicht aus. Message Control ist ja das einzig brauchbare Instrument, um Unsicherheit und Panik zu vermeiden, in der Regierung eines Landes gleich wie in der Familie. Damit ist aber nicht Zensur und Diktatur gemeint, sondern eine klare Botschaft aller Entscheidungsträger, die auf einer Grundhaltung und einem abgestimmten Konsens beruhen und auch Kritik standhält.

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PiJo
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Welche Strategie

Herr Winkler, sie bringen es auf den Punkt,es gibt zwei Wahrheiten, eine gewünschte und eine existierende.
Es ist warscheinlich sehr schwierig, ohne Panik zu erzeugen, den Menschen reinen Wein einzuschenken, das wir noch Monate mit Masken und eingeschränkter Freuiheit werden leben müssen.

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RonaldMessics
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Covexit

Das wird das dringende Gebot zur Stunde. Im Berufsleben wird viel der Arbeitsmediziner vorgeben müssen, und die Führungskräfte umsetzen. Im Alltagsleben werden Öffis und Veranstaltungen neue Verhaltensformen akzeptieren und überwachen müssen. Lokale müssen ab einer definierten Anzahl an Personen gesperrt werden müssen. Abstände müssen ermöglicht werden. Der MUN-Schutz wird leider zum Standard des Alltags werden, zumindest bis es Impfstoff oder Medikamente gibt.

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IlmarTessmann
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Zahlungen

Sorry das geht etwas schleppend - die Hausbanken sind da recht flexibel, aber alle anderen Autobanken etc. die mauern, auch sind 1000 mal gut und richtig, aber viele haben viel mehr Verlust, da muß jetzt bald mehr kommen, bis Ende April müssen diese Summen auch ausbezahlt sein

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IlmarTessmann
4
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Perspektive

Ja die Regierung hat vieles richtig gemacht, da sie früher reagiert hat, jetzt viele Testungen und nach Ostern muß aufgrund dieser Testungen mathematisch errechnet werden, wann ein ausperren in Schritten möglich ist - wenn wir davon ausgehen und wir 14 Tage früher dran waren, müßte ein schrittweises öffnen mit 18. Mai möglich sein - Maturanten, kleine Unternehmen mit Abstand, kleine Hotels etc. Mundschutz, Abstand und antesten, das muß aber mindestens 14 Tage vorher angekündigt werden, denn es braucht Vorlauffristen und Vorbereitungen, wenn der 18. Mai nicht halten kann, dann 30. Mai oder 11. Juni, aber länger kann ich mir das nicht vorstellen, denn wenn die Grenzen zu sind, ich die zahlen jetzt bei 10 % täglich sehe, sollten wir mindestens eine Phase von 14 Tagen haben, wo wir vor Öffnung auf Null neue sind und das hoffe ich, das das doch sein müßte, denn wo sollen neue Infektionen herkommen, wenn niemand von außen was reinträgt

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hfg
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Die Ansteckungskette

kann man nur mit technischen Hilfsmittel rasch, wirksam und einfach bekämpfen. Es gibt die bereits und sie sind auch von Datenschützer als unbedenklich bezeichnet. Jeder der ein Smartphone hat kann und muss diese App kostenlos laden. Dann werden bei einer festgestellten Infektion sämtliche Kontakte (von der U-Bahn,vom Geschäft usw.) der letzten 2 Tage (die automatisch am Handy gespeichert werden) auch automatisch Anonym per SMS verständigt. Damit kann man sich in Quarantäne begeben und die Ansteckungskette wird unterbrochen. Bei einer Verordnung können damit viele Maßnahmen rasch gelockert werden und die Zwangsverordnungen entsprechend reduziert werden. Die Rotkreuz App wird auf automatische Handshake umprogrammiert. Dann ist sie das geeignete technische Instrument. Ein wichtiger und unverzichtbarer Schritt um viele Tote , Arbeitslose und weitere Milliarden zu ersparen.

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pietrok5
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@hfg

ABSOLUT RICHTIG, wenigstens ein paar haben es kapiert daß es nur mit einer App möglich sein wird, die Restriktionen schrittweise zu lockern. Wer sich weigert muß eben zuhause bleiben. Bei allen anderen muß die Polizei kontrollieren ob die App aktiviert ist, wenn man sich in der Öffentlichkeit befindet. Und es muß natürlich sichergestellt werden, daß alle Daten nach 14 Tagen gelöscht werden. Grundsätzlich ist die Aufregung unverständlich, weil jeder Smartphonebesitzer bewußt oder unbewußt täglich eine Spur im Netz hinterlässt.

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hfg
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Unverständlich das immer noch soviel Minus gibt

Es gibt absolut keinen Grund dagegen zu sein. Außer man versteht die Technik bzw. Sache nicht, dann muss man sich informieren und/ oder beraten lassen. Man kann auch seine Kinder fragen die können das machen. Bezüglich Kontrolle, Polizei und Einschränkungen: die jetzigen Maßnahmen sind ruinös für die Wirtschaft und trotzdem nicht ausreichend. Die Polizei kontrolliert ohnehin und muss das auch tun. Es werden auch jetzt schon tausende Anzeigen und Strafen verhängt. Das zeigt aber auch das immer ein gewisser Prozentsatz der Bevölkerung uneinsichtig ist, daher braucht man mehr Kontrolle. Die Personen welche die Pantemie und die Gefahr verstanden haben halten sich auch an die Maßnahmen-der Rest gefährdet alle und muss kontrolliert und gegebenenfalls auch bestraft werden. Wer zeigt da noch mit dem Daumen nach unten?

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donots1
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Baumärkte öffnen

Ich stimme meinen Vorpostern zu 100% zu.
Ich bin sogar der Meinung das man unter den selben Schutzmassnahmen wie bei den Supermärkten auch Baumärkte aufmachen kann, denn es beginnt die Zeit des gartelns + was ist ablenkender als sich grün nach Hause zu holen. Egal ob Haus oder Balkon. Eine nicht zu unterschätzende Ablenkung. Den es bringt so etwas wie Normalität ins Haus.
Und mal ganz ehrlich: 20.- € Zustellgebühr (auch innerhalb der Stadt!!) wie ein Baumarkt im Bezirk DL verlangt, sind Abzocke. Da sind die Leute ja schon fast gezwungen statt regional in Online Shops zu bestellen.

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donots1
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Zusatz:

Mit Vorpostern meine ich notokey + PoetschSt

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Sotler
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Auf Österreich kann man zählen

Niemand hat so eine Tragödie jemals durchgemacht. Es gibt daher keine "richtige" Strategie, wie man an die Sache richtig herangeht.
Eines steht aber fest, dass Österreich hier mutiger Vorreiter war mit den sehr einschränkenden Maßnahmen. Hier kann man durchaus Lob aussprechen.

Wie man Menschen richtig informiert? Dazu gibt es auch keinen konkreten Plan. Wie auch? Es hat so etwas vorher noch nie gegeben. Alles ist ein Lernprozess. Am Ende dieser Pandemie werden wir alle klüger sein. Wer jetzt verurteilt und Fehler sucht, der möge sich gerne an die Spitze eines Landes setzen und diese Entscheidungen treffen. Das ist sicherlich nicht leicht für die Politik, ein Land so herunterzufahren und hier keine Panik zu verursachen.

Fakt ist, dass niemand genau weiß, wie viele Infizierte es gibt. Dieses Virus ist noch "unberechenbar".
Hier hat die Regierung sehr ehrlich und emotional die Leute im besten Gewissen die Bürger/innen des Landes informiert.
Vorwürfe bringen, wie gesagt, nichts.

Also bitte seien sie stolz auf Österreich.
Ich bin froh hier leben zu können und sehe die Zukunft durchaus positiv. Schauen sie einfach die Nachbarländer an. Oder wollen sie etwa England, Spanien oder Italien als Vorbild nehmen? Haben die alle richtig informiert???

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wintis_kleine
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@SotlerIch kann ihnen da nur beipflichten.

Ich wollte nie, und jetzt schon gar nicht, ein politischer Entscheidungsträger sein, da man dort Sachen vertreten muss, die einem von Experten geraten werden, auch wenn man nicht zu 100% dahinter steht.
Andererseits muss ich sagen, hat die Mischung Grün/Türkis (in genau dieser Reihenfolge) aber auch hier mein Vertrauen, dass wir hier mit "2 blauen Augen" und vielleicht einem "verstauchten Fuß" aus der Sache wieder rauskommen, ganz im Gegensatz zu Italien, Spanien oder auch England.
Aber es wird vorrangig auch an UNS selbst liegen, ob und wenn ja wann wir zu einem quasi "Normalbetrieb" Österreichs zurückkehren können.
Ich zum Beispiel frage mich, warum man die Maskenpflicht nicht generell für jeden Aufenthalt im Freien vorschreibt.
Derjenige der wirklich infiziert ist und es aber nicht merkt, könnte damit VIEL für seine Mitmenschenin den Städten tun und allen Anderen tuts vermutlich auch nicht besonders weh, wenn wir uns auch einmal für ein paar Monate wie "Chinesen fühlen".
Die Freiwilligkeit kann natürlich groß geschrieben werden, alleine in einer derartigen Situation ist eine Verordnung einer derartigen Maßnahme zur flächendeckenden Anwendung sicher von Vorteil.
Arbeiten mit Maske wäre vermutlich auch in vielen Betrieben wieder möglich und so könnten vielleicht sogar Schulen und Kindergärten auch wieder bald ihren Betrieb aufnehmen, sofern es den Mundnasenschutz auch für die Kleinen und Jungen ÖsterreicherInnen gäbe.
Es liegt schon auch ein bisserl an UNS!

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unfassbar
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Sie sprechen...

...mir aus der Seele!

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AndiK
70
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Regierung und Strategie

schließen einander bei uns leider aus und wird durch Selbstdarstellung ersetzt

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ritus
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@AndiK: Konstruktive Beiträge sind...

...hier gefragt, nicht Polemik!

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sugarless
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AndiK

noch immer gibts Leute, die in dieser Situation ihre stumpfsinnigen ideologischen Neidkomplexe einfließen lassen. Die Regierung muss in den Medien auftreten, das hätte eine Rendi-Wagner als Kanzlerin genauso gemacht.
Vielleicht sollte man solchen Leuten die Ausreise nach Italien oder Indien gestatten.

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PoetschSt
44
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Plan

Der Artikel bringt es auf den Punkt. Die Regierung verbreitet dzt. Panik ("Bald wird jeder einen kennen, ...") oder Unwissenheit ("Nieman weiß, wie sich die Zahlen entwickeln werden."). Ein Plan sieht anders aus. Wobei ein Plan gar nicht schlecht wäre. Der wirtschaftliche Kollaps steht nämlich vor der Tür.

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ritus
1
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Erstaunlich...

...was Sie aus dem Artikel herauslesen, was gar nicht drin steht. Haben Sie ihn überhaupt gelesen und verstanden, oder nur ihre vorgefertigte Meinung drübergelegt? Panik macht sich jeder selber, wenn er/sie sich durch Emotionen narrisch machen lässt, statt sich Informationen in Ruhe durchzulesen. Davon gibt es naturgemäß schon viel zu viel. Die genannten politischen Aussagen waren vlt etwas drastisch, um den Ignoranten den Ernst der Lage deutlich zu machen. Bei den ohnehin schon sensibilisierten und vernünftigen Menschen hat es evtl noch mehr Angst ausgelöst und das war für die nicht hilfreich.

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jaenner61
1
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das ganze ist sicher nicht einfach

gilt es doch wirtschaft/gesundheit der bevölkerung abzuwägen. aber man muss auch sagen, dass in dieser angelegenheit zwei welten aneinanderprallen.
einerseits chefs und manager, teils im persönlichen büro, dass sie für sich alleine haben, weiters all jene, die im sicheren homeoffice von der ansteckungsgefahr auch nicht sonderlich betroffen sind. und dann natürlich auch die pensionisten, die auch besser in der lage sind, sich persönlich zu schützen. diese personengruppe (und noch andere hier nicht erwähnte) tun sich natürlich leicht normalität zu fordern, sehen doch auch viele die gefahr, dass sich ihr leben das sie bis jetzt gewohnt waren einschneidend zum nachteil ändert. dann gibt es natürlich auf der anderen seite die „helden des alltags“ die jetzt an vorderster front ihren kopf zum wohle aller hinhalten sollen, und von allen beklatscht und gefeiert werden. zum großteil sind es aber genau diese personen bzw berufsgruppen, die eher am unterem teil der gehaltsskala zu finden sind!

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notokey
12
40
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Treffend

Guter Artikel. Sachlich, auf den Punkt gebracht, und nicht mit selbstgefälligem „danke“, „bleib zuhause“ und diesen lächerlichen „bleiben sie gesund“ durchseucht.
Ein Lichtblick an sachlichem, zum Denken anregenden Journalismus.
Weiterhin alles Gute!

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sugarless
0
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Toll

Toller Kommentar, ja es muss bald einen wirtschaftlich sanften Ausstieg geben, wir prallen sonst viel tiefer auf, wo die Welt nicht einmal 1945 war. Die Staaten können nicht alles auffangen und stoßen bald ebenfalls an ihre Finanzierungsgrenzen.

Den Tourismus in seiner ursprünglichen Form wird es bis zur Marktreife eines Medikamentes oder Impfstoffes ohnehin nicht mehr geben

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karin666
5
33
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Naja ...

... ohne ein „ Bleib zu Hause " wird es nicht weiterhin möglich sein- mich selbst und andere vor dem Virus zu schützen.
Keiner soll es - einfach nur so - bekommen müssen.
Jeder - wirklich jeder muss geschützt werden. Ohne ein „ Bleib zu Hause " ist das eben nicht anders möglich und auch gut so ! #stayathome

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notokey
6
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man stelle sich vor:

... man steht vor der Matura und der Lehrer skandiert das kleine Einmaleins.

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