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LeitartikelWenn's beim EU-Gipfel ums Geld geht, zählen nur noch die nationalen Interessen

Bettel, Merkel, Kurz
© AP
 

Sebastian Kurz war eindeutig der Rädelsführer. Um maximale Wirkung wenige Tage vor dem Start des mehrtägigen EU-Gipfels zu erzeugen, wurde der offene Brief prominent in der „Financial Times“, eine Art von Amtsblatt der Brüsseler Nomenklatura, platziert. Im Namen der „Genügsamen Vier“ warnte der Bundeskanzler vor einem „exzessiven Ungleichgewicht“ beim Schnüren des eine Billion schweren EU-Budgets für die Jahre 2021 bis 2017. Das Quartett sei zwar bereit, „deutlich mehr an die EU zu zahlen als wir zurückbekommen“, von einer Vetodrohung war nicht mehr die Rede. Ein Rabatt könnte die drohende Mehrbelastung abfedern.

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