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Großdemonstrationen in Frankreich Es wird demonstriert gegen eine Reform, deren Gestalt niemand kennt.

Am gestrigen Großstreiktag hat sich das Frankreich zurückgemeldet, das als nicht reformierbar gilt und jeden Versuch der gesellschaftlichen Moderne hartnäckig blockiert.

Großstreiktag in Paris © AP
 

Für Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron ist die Pensionsreform eine Überlebensfrage. Bringt er sie erfolgreich durch, könnte er damit seine Amtszeit retten. Ihm wäre gelungen, woran alle seine Vorgänger gescheitert sind. Eher unwahrscheinlich. Drückt er sie allerdings gegen den Willen der Bürger durch, hätte das fatale Folgen. Er würde damit die Wut der Gelbwesten, die er nur mühsam zu beschwichtigen vermocht hat, wieder entfachen. Ersteres wäre ein Wunder, Letzteres politisch eine Katastrophe. Gibt Macron indes ganz nach, verschöbe er die Reform also auf später, würde er seine Glaubwürdigkeit verlieren, die Regierung sprengen und seinen Premier opfern. Auch das wäre ein Fiasko.

Kommentare (2)
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levis555
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Ich habe durchaus den Eindruck, dass die Franzosen aus Lust an Renitenz und vorauseilendem Ungehorsam

so gerne und viel Demonstrieren.
Die niedrigsten Arbeitszeiten, das früheste Pensionsantrittsalter, was will man mehr? Die Franzosen wollen mehr, aber jeder will was anderes mehr, was das vorherrschende Problem zu sein scheint.

PoetschSt
0
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Geht' noch?

"Den Pensionisten geht es besser oder mindestens genauso gut wie der Gesamtbevölkerung. Anders als in Spanien oder der Schweiz, wo Altersarmut ein weit verbreitetes Problem ist, betrifft diese nur wenige Franzosen.
Es ist offensichtlich, dass es so nicht bleiben kann. "

Kommentar überflüssig.