Offen gesagtVerhältnis zwischen Politik und Medien: Vom Fluch der falschen Nähe

Die Inseraten-Affäre, die den jungen Kanzler und seine Clique eingeholt und zu Fall gebracht hat, wirft ein Schlaglicht auf das Verhältnis zwischen Politik und Medien im Land. Zeit für eine Neuvermessung.

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Österreich ist ein kleines Land. Das ist okay so, denn die Größe war nicht immer ein Segen für den Gang der Zeit. Es ist ein reiches Land, aber es muss kein Reich mehr sein. Mit der Kleinheit ist es klargekommen. Der Komplex hat sich ausgewachsen. Es ist mit sich im Reinen, was das betrifft. Es hat erkannt, dass die Kleinheit mitunter sogar nützlich ist. Man kann sich leichter wegducken und sich dennoch vorteilhaft eingebettet wissen: der Opportunismus der Kleinheit.

Kommentare (11)
Morpheus17
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APA System ist zu hinterfragen

Gut 2/3 der bundespolitischen Zeitungartikel werden eins zu eins von der APA Meldung übernommen. Die "Bundesagentur für Information" übernimmt hier eine wesentliche Selektionsaufgabe und versorgt ganz Österreich mit dem meinungspolitischen Einheitsbrei. Natürlich kann so ein System anfällig sein. Etwa bei dem Verrat der Hausdurchsuchung haben (durften?) die Mitglieder erst dann berichten, nachdem es eine APA Fassung gab. Und die Grassls und Novaks dieses Landes sind auch nicht gerade ein Garant für eine nicht geschönte Berichterstattung.

Lucifer rs
2
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Ohne Medien keine Politik👣🎪

Man kann politisieren was man will, man ist ohne Medien ungehört, deshalb ist es mehr wie fragwürdig wenn sie jetzt behaupten keinen Vorteil aus der Berichterstattung zu ziehen😉
Sehen wir uns einmal den ORF an ZIB 2 hat super Einschaltquoten dank der Turbulenzen in der Innenpolitik ein Wolf und Thürr leben von den Skandalen und sind dabei Brandstifter ungeahnten Ausmaßes 😉
Inserate von Parteien und politischen Personen vor Wahlen bringen sehr,sehr viel Geld, man nimmt ungeniert und stellt sich dann ins Eck der Unwissenheit 😥

peter800
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..

Schwache Ausrede für die Rechtfertigung von populistischem Boulevardjournalismus. Gerne spricht man der Politik Machtlust zu.. Die Wahrheit des heutigen Journalissmus ist leider, das es nur um Leserzahlen und Werbegeld geht.. Nichts anderes wofür man selbst andere bei jeder Möglichkeit anprangert.. Ist ja auch logisch, eine Zeitung ist ein Betrieb und keine gemeinnützig Institution. Man sollte aber auch die Courage und Rückgrad haben dazu zu stehen.

feringo
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🤔

Reue, jetzt, wo Kurz als Bundeskanzler abgeschossen ist? Klingt unglaubwürdig.

GordonKelz
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Politik und Medien....und der BÜRGER !

Was mich schon sehr irritiert ist, wenn es einem Bürger wie mir nach Monaten des Bettelns gelingt, das sich ein Redakteur Deiner Geschichte annimmt ( es geht fast ausschließlich um Ungereimtheiten gegenüber Armen und horrenden Gebühren)
dann wird der oder die zuständige Politikerin
gleich zu einer Stellungnahme dazu eingeladen, was an sich in Ordnung ist, nur diese Stellungnahme strotzt vor Unwahrheiten...und Du als Bürger hast keine Chance mehr, das richtig zu stellen! Jede Diese weitere Stellungnahme oder Richtigstellung wird abgelehnt!? Unwahrheiten bleiben stehen und machen deine Begehren zur Farce ! So wird man von einem Teil der Leser als Nörgler abgetan, was in keinem Fall zutreffend ist! Lassen Sie den Bürger als Leser auf Lügen und Schwurblereien mancher Politiker antworten! Die Meinungen der Bürger sind aufzuwerten! Wir sind MÜNDIG...oft merkt man es nicht, weder in Politik noch in den
Medien!

LG Gordon Kelz

em1962
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Weinverkostung mit Hubschrauber Aussenlandung....

Man fragt sich, ob es Aufgabe einer Zeitung ist, Politiker und A bis Z Promis herbeizukarren, um dann wohl von der #richtigen# Nähe zu berichten.

Morpheus17
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etwas polemisch

Es sind doch eher jene Goodies schlimm, die Entscheidungsträger in Abwesnheit der Öffentlichkeit bekommen,

scionescio
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Gut gebrüllt- aber warum erst jetzt?

Vielleicht macht sich die KLZ einmal die Mühe und zählt nur die Artikel über unsere Politiker, ordnet sie nach Parteien und Personen und differenziert darüberhinaus noch zwischen sehr wohlwollend und kritischer Distanz … und falls es da nicht eine gewaltige Schlagseite zu bestimmten Parteien/Personen gibt, nehme ich den Artikel gerne ernst!

Auch die KLZ hat sich in den letzten Jahren immer mehr an die gerade „Herrschenden“ angewanzt und ich erinnere mich an abenteuerliches Schönreden von moralisch/fachlich eigentlich untragbaren Politikern - da spannt sich der Bogen von Strache, Hofer, Kickl, Eustacchio bis zu Nagl, Schützenhöfer und Kurz und selbst Kapazunder wie Tanner, Köstinger, etc. wurden mit äußerst schmeichelhafter Berichterstattung verwöhnt.

Kleine Zeitung
7
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Unabhängigkeit

Sehr geehrte(r) scionescio,
wir waren und sind eine unabhängige Tageszeitung, "Schlagseiten", wie sie es nennen, finden Sie bei uns nicht. Wir "wanzen" uns auch niemandem an, sondern berichten objektiv und sachlich über Ereignisse und Tatsachen.
Hier auch unsere grundlegende Richtung:
"Die KLEINE ZEITUNG ist eine von allen politischen Parteien und Interessenvertretungen unabhängige Tageszeitung. Sie steht auf dem Boden christlicher Weltanschauung, tritt für eine plurale, demokratische Gesellschaftsordnung, die Eigenständigkeit der Bundesländer und die völkerrechtliche Unabhängigkeit der Republik Österreich ein und begrüßt den europäischen Einigungsprozess."
Mit freundlichen Grüßen aus der Redaktion

scionescio
1
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@KlZ: offensichtlich bin ich nicht der Einzige….

… der eine deutliche Diskrepanz, zwischen dem, was die KLZ vorgibt zu sein und dem, wie viele redaktionelle Beiträge von mir empfunden werden, subjektiv wahrnimmt.

Patriot
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@scio...: Auf den Punkt gebracht! Chapeau!

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