Schwindendes VertrauenPeter Strasser: Die schleichende Staatskrise - eine Fallstudie

In gefestigten Demokratien bricht eine Staatskrise nicht herein; sie beginnt schleichend: Verlust des Unrechtsbewusstseins im Amt, schwindendes Vertrauen in die Amtsträger.

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© Illustration Margit Krammer
 

Es ist in den letzten Wochen viel davon die Rede gewesen, dass wir keine Staatskrise, sondern eine Regierungskrise hätten. Unser Bundespräsident hat es uns eingeschärft. Nun soll die Regierungskrise auch vorbei sein, die Koalition hält.

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helmutmayr
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Demokratien

sterben langsam. Sie siechen dahin.Was Kurz mit der Macht wollte ist wohl offensichtlich: Eine Autokratie nach dem Muster Ungarns. Und auch sein Busenfreund in Israel scheiterte.

zweigerl
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Büchse der Pandora.

Die Analyse ist alles andere als bestechend, flüchtet sich sogar in mystifizierende Adverbien ("kehrterhand"), um - eine gewagte These! - der mählichen Korrodierung des Staates ("schleichende Staatskrise") das Wort zu reden. Ich frage mich, ob solche Analysen nicht isomorph sind dem politisch immer intransparenter werdenden politischen Geschäft. Akteure und Beobachter blicken einander ratlos an. Das "waffenscheinpflichtige" Smartphone (Sittinger) sprengt offenbar wohlgehütete KOmmunikationsnetze und öffnet dadurch die Büchse der Pandora. Max Weber ist längst kein Stichwortgeber mehr.