AußensichtPolitisches Beben in Graz: Wenn sich die schützende Hand zurückzieht

Günter Eichberger meint, der Sieg der KPÖ in Graz habe wohl mit den immer tieferen sozialen Gegensätzen zu tun.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
© Juergen Fuchs, Kleine Zeitung
 

Ein Gespenst geht um in Graz – das Gespenst des Kommunismus. Allerorts macht sich ein globaler Neoliberalismus breit. Nur eine Stadt wehrt dem als Befreiung kostümierten Unheil. Eine Heldin der Arbeiterklasse steht auf wider die Übermacht. Und mehr als achtundzwanzig Prozent der Wählerschaft leisten ihr Gefolgschaft. Dass Lenin das nicht mehr erleben durfte!

Kommentare (2)
mobile49
0
18
Lesenswert?

schützende

betonhand
ironie off

silent
0
10
Lesenswert?

Ja ich glaube auch ....

dass für viele Grazer*innen die Idee einer U-Bahn das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Wer immer noch einmal ÖVP oder Sigi Nagl gewählt hat, dem ist beim Gang durch Mariatrost, Geidorf, Ruckerlberg, Leechviertel klargeworden, dass aus jeder schönen Villa ein grauslicher Immobilien-Anlegerwohnungenkasten wird. Wenn man an die Seilbahn über der Mur, die Tiefgarage unter dem Eisernen Tor oder auf den Plabutsch noch nicht so recht glauben wollte, die U-Bahnidee hatte etwas beängstigend Realistisches. Und die Grazer*innen - besonders die bürgerlichen - wussten wer das via erhöhte Müllgebühren, Wasser- und Strom, Parkgebühren, Parkpickerl, Tourismusabgabe, Kommunalsteuern und Abgaben zahlen hätte müssen. Wenn nur diese umweltzerstörerische Großmannsucht gestoppt wurde, hat sich dieses Wahlergebnis und gewagte Experiment schon ausgezahlt.