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Schmid & Co.Wer die Rücktrittskultur beklagt, muss auch fehlendes Unrechtsbewusstsein kritisieren

Nicht Korruption, Postenschacher oder Amtsdelikte führen zum Rücktritt, sondern verbale Entgleisungen in Chats. Das sollte uns allen zu denken geben.

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© Kleine Zeitung
 

Die Österreicher sind ein tolerantes Volk. Dass der Vorstand der größten Industrieholding Österreichs, der staatliche Beteiligungen im Wert von 27 Milliarden verwaltet, sich seinen Job inklusive „steuerbaren“ Aufsichtsrat aus einem Ministerkabinett heraus selbst zimmerte, blieb zunächst konsequenzenlos. Erst, als bekannt wurde, wie Thomas Schmid Kirchenvertreter unter Druck setzte, begann der Rückhalt auch in der eigenen Partei zu schwinden. Geahndet wurde das untragbare Verhalten aber erst, als bekannt wurde, dass Schmid sich beschwerte, ohne Diplomatenpass mit dem „Pöbel“ reisen zu müssen oder einen Termin auf der Polizeiwache als einen Besuch bei „den Tieren“ bezeichnete.

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Danke für Ihr Verständnis.

aposch
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Wahlempfehlung

Sollte es tatsächlich zu vorgezogenen Neuwahlen kommen, würde ich der ÖVP empfehlen, sich an keiner Regierung zu beteiligen.
Denn all das, was die Opposition der derzeitigen Regierung anlassen, darf dann natürlich die nächste Regierung nicht tun. Das kann sich nur positiv auf das Volk auswirken, falls es die Mandatare von SPÖ, FPÖ und NEOS mit der Wahrheit ernst nehmen. Natürlich muss es dann auch wieder einen U- Ausschuss geben, denn dann kann man ja Chatprotokolle der Regierung anfordern, auch von privaten Handys, ist ja alles legal.

aposch
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Rücktrittskultur

Es ist schon sonderbar, wie vergesslich gerade Diejenigen in bestimmten Parteien sind, die sich über derzeit so kritisch beurteilte Vorstände auslassen.
Als alle diese gut bezahlten Posten noch in rotem Einflussbereich lagen, war für sie alles in Ordnung. Auch dann, wenn sie wegen diverser Schwarzgeldtransaktionen in die Karibik dem Staat Schaden in vielfachen Millionenwert verursacht haben und angeklagt wurden. Es gab aber trotzdem immer wieder Abfertigungen in Millionen. Natürlich, so etwas den sauberen Aufdeckerparteien zu präsentieren, kann Ihnen nicht schmecken.

menatwork
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Die Karibiktransitionen von Flöttl haben nur der Gewerkschaft geschadet!

Den Staat oder alle außerhalb des ÖGB haben sie keinen cent gekostet.

Kurz Parteigänger wie Sie übertreffen ihren Vorsänger noch an Unwissenheit oder ist es Ihnen schlicht schon in die politische DNA gelegt zu lügen und Fakes zu verbreiten?

Widerwärtig ist sowas!

scionescio
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Es ist wohl ein Henne Ei Problem ...

... Schwarzarbeit, Versicherungsbetrug, etc. wird ja auch mehr als gutes Recht als Straftat empfunden und man muss sich ja fast schon schief anschauen und Dummheit vorwerfen lassen, wenn man noch ganz regulär einen Professionisten beauftragt und eine Rechnung verlangt!

Ob die Bevölkerung jetzt so ist, weil es uns die Politiker im großen Maßstab vorleben oder ob sich die Politiker so benehmen, weil sie wissen, dass die Bevölkerung das nicht so schlimm empfindet - wie soll man das mit Sicherheit nachweisen könne?

PiJo
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Wer die fehlende Rücktrittskultur in Österreich beklagt

Werte Redakteurin Veronika Dolna
Woher kommt das Unrechtsbewustsein in der Bevölkerung ???
Wohin soll der " Normalbürger " aufschauen und sich orientieren wenn diejenigen die für die Ordnung und das Wohl der Bevölkerung sorgen sollen solche " Schweinereien" anstellen und durch Ihr Verhalten zum verkümmerten Unrechtsbewusstsein in der Bevölkerung maßgeblich beitragen.
Es gibt derzeit sehr wenig " Ehrenmänner oder -Frauen " die als Vorbilder herangezogen werden können.

stprei
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Moral

Wer moralische Mindeststandards ausruft und sich über ein verkümmertes Unrechtsbewusstsein auslässt, soll bitte auch intensiv sein eigenes Leben betrachten. Niemand wird innerhalb des Familienkreises oder mit Freunden in vertrauter Privatheit genau so sprechen, wie er es vor einer Kamera täte.

Wer moralische Mindeststandards und ein verkümmertes Unrechtsbewusstsein anspricht, möge auch intensiv über den Wert der Unschuldsvermutung sowie eines geordneten Rechtstaats nachdenken. Denn nicht alles, was mir persönlich moralisch missfällt, ist rechtswidrig oder gar strafbar.

Bevor wir als Gesellschaft diese Spirale abwärts gehen, wird wohl ein intensiver Diskurs über die möglichen Folgen notwendig sein. Langsam geht es nämlich in Richtung einer Gesinnungshaftung und jedes Wort wird auf die Goldwaage geworfen.

Ich erinnere nur, dass auch die Artikel, in denen die Zeitungen Falsches behaupten und dann (nach Urteil) richtig stellen, ohne absolute berufliche Konsequenz für die Redakteure bleiben. War dann zwar rechtlich falsch, aber wohl moralisch richtig.

GordonKelz
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LEIDER....DIE WAHRHEIT...DIE KEINER ...

HÖREN MÖCHTE...Großartiger ARTIKEL!
Gordon

SoundofThunder
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Kommt immer drauf an WER Postenschachert.

Wenn es die Roten tun ist es ein Skandal und wenn es die Türkisen und die Blauen tun :Ja,mei. Das tun eh alle anderen auch.

wollanig
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Objektiv wie immer,

der rote Sound.

SoundofThunder
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Sie haben auch kein Unrechtsverständnis

Der Türkise Wollanig

Dianthus
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Offensichtlich

Bei Pilnacek, Brandstätter und Schmid besteht keine Chance einer Verurteilung. Sprich sie sind unschuldig. Und solange sie nicht verurteilt sind gilt die Unschuldsvermutung. Und wenn rechtlich nichts dran ist muss man die Personen öffentlich diskreditieren und den Ruf zerstören.

lumpi50
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ihren Ruf

haben die 3 wohl selbst zerstört, aber Selbsterkenntnis funktioniert scheinbar nicht, wenn man auf einem hohen Ross sitzt und auf den Pöbel oder Müllfrau hinunter schaut

menatwork
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Auf den Punkt gebracht.

Man kann aber immer hoffen, dass es nicht beim Pikanten bleibt, sondern auch das Politische langsam sickert.