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B117Die traurige Karriere einer Bundesstraße

Der tägliche Morgenpost-Kommentar aus der Chefredaktion.

© Kleine Zeitung
 

Guten Morgen!

B117, so hieß einmal die Straße zwischen Altenmarkt bei St. Gallen und Admont in der Steiermark. Jetzt heißt ES so, das Neue aus England, das bei uns gerade seinen Einstieg probt. Wenn sich diese Variante von Covid-19, wie man vermutet, 50 bis 70 Prozent rascher verbreitet als die alte, bedeutet das acht Mal so viele Infizierte innerhalb eines Monats, rechnen Virologen vor. Was das alles für unsere Schulen, Läden, Friseure, Theater und Impfpläne bedeutet, möchten wir uns gar nicht ausmalen.

Bildungsminister Heinz Faßmann, neben dem Gesundheitsminister vielleicht der gebeuteltste unter den Dienern des Staates, wird heute wohl nicht verkünden, was er eigentlich sagen wollte: Die Schule geht wieder los. Daraus wird vermutlich nichts. Die krisenfeste Angela Merkel, so sickerte durch, denkt sogar schon daran, den Lockdown für weitere acht bis zehn Wochen zu verlängern, weil die Zahlen auch im disziplinierten Deutschland nicht und nicht sinken. Nur Wiens Gesundheitsstadtrat versuchte in der ZiB 2 gestern noch die alte Zuversicht zu verstrahlen. Natürlich könne man Schulen öffnen, gemeinsam mit ganz Ostösterreich auch Handel, Gastronomie, Museen. Ob er da nicht seiner Zeit vorauseilt?

Schwach wirkte der Trost des Virologen an diesem Tag der düsteren Nachrichten. Andreas Bergthaler, befragt von unserer unermüdlichen Ehrenvirologin Sonja Krause, verweist auf die Wirksamkeit der bekannten Maßnahmen auch gegen neue Varianten des Virus. Den Nachteil verschwieg er allerdings auch nicht: Sollen sie helfen, muss man sie ernst nehmen.

Bleiben Sie gesund und halten Sie Abstand, wünscht Ihnen

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