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MorgenpostTerror und Kopftuch: Das laute Bellen der harten Hunde

Der Morgenpost-Kommentar aus der Chefredaktion.

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Zu den Stehsätzen der Opposition zählt der Vorwurf, die Regierung habe in der Pandemiebekämpfung keine Strategie. Das wird stimmen, ist nur trotzdem ein Leersatz. Dieses Virus lässt keine Strategie im herkömmlichen Sinn zu: eine, die man auf Folien schreibt, mit Maßnahmen hinterlegt und irgendwann mit grünen Hakerln versieht. Man lernt vielleicht etwas dazu, hofft, eine Weile mit der Lernerfahrung im Sattel bleiben zu können, und wird dann abgeworfen: einmal als guter Pandemieschüler, einmal als Nachzügler, einmal als harter Hund, einmal als Lockerer, eine lange Halbwertszeit haben die Rollen nicht, und ein Jeder war in den unterschiedlichsten schon zu erleben. Auch die Opposition. Die Maßnahmen, vor denen die SPÖ im Spätherbst gewarnt hat, fordert sie jetzt mit Verve herbei. Bei der FPÖ ist es umgekehrt: Den Hammer, den sie im Frühjahr herbeirief, hält sie jetzt für ein schädliches Folterwerkzeug. Man werde ja wohl noch ein bisserl mehr sterben dürfen als sonst. Die and let die. Auch die Schweden-Fans sind merkwürdig leise geworden, aber der Zusteller der Morgenpost kann sich täuschen.

Kommentare (2)
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Zwiepack
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3
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Ordentlich machen statt schwarz - blau stümpern

Hätte man gleich und ohne Umschweife ein Verbot aller religiöser Uniformierungen ins Gesetz geschrieben, wäre es wohl noch in Kraft.
Das Gesetz gegen radikale religiöse Vereinigungen wird das selbe Desaster: Hier wird etwas erfunden, dass es schon gibt, nur das jetzt ein zusätzlicher Name gefunden wurde.

Sam125
3
9
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DANKE Herr Patterer!

Vielmehr gibt es zu ihrer heutigen "Morgenpost" wirklich nicht mehr zu sagen!