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MorgenpostHeinz Christian Strache: Neues vom Schwarzen Schaf und seiner Herde

Der tägliche Morgenpost-Kommentar aus der Chefredaktion.

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Endlich einmal hätte zur Abwechslung einmal etwas Schönes hier stehen sollen, und wieder nix. Programmänderung nach der ZiB 2. Was die Kollegen da erzählten, klingt wirklich unglaublich, oder auch wieder nicht. Es klingt vielmehr wie die Bestätigung dessen, was man zwar kaum glauben mag, was aber eigentlich mittlerweile hinlänglich bekannt sein sollte. Aber der Reihe nach.

Die Kollegen erzählen also vom Besitzer einer Wiener Privatklinik, der sich mit Heinz Christian Strache anfreundet. Er spendet direkt an die FPÖ 10.000 Euro, aber auch an den Chef privat. Der Beschenkte erkundigt sich nach den Bedürfnissen des Großzügigen. Und schwupps, scheint die Klinik auf unter jenen privaten Krankenhäusern, die von einer Gesetzesreform der damaligen blauen Ministerin profitierten. Schön, wenn man sich so revanchieren kann.

Man könnte das als ein Kapitel der Vergangenheit betrachten, wären da nicht die Chatverläufe zwischen Freiheitlichen, die es immer noch sind und die sich als die ehrlichen Hinterbliebenen eines schwarzen Schafs gerieren, das bedauerlicherweise irrtümlicherweise 15 Jahre lang ihr Chef gewesen ist. Straches Wiener Nachfolger Dominik Nepp ist dabei und der EU-Mandatar Harald Vilimsky. Man plaudert über die Blödheit des Stifters, der Partei direkt gespendet zu haben und deutet an, dass noch viel mehr Geld geflossen sein müsse. Verschriftlichte Dreistigkeit.

Da kann die Süddeutsche Zeitung nicht mit. Der wurde der Reprint eines antisemitischen Nazi-Machwerks zugespielt, den der junge Heinz-Christian Strache in den neunziger Jahren einem Gesinnungsgenossen gewidmet haben dürfte. Strache erinnert sich nicht, Grafologen haben aber die Echtheit seiner Handschrift bestätigt. „Jüdische Bekenntnisse aus allen Zeiten und Ländern“ heißt das Werk, das 1941 im Stürmer-Verlag erschienen war. „Dieses Buch“, schreibt Strache, „soll Dir einen Einblick in die jüdisch verworrene und machtlüsterne Gedankenwelt vermitteln“. Als „politische Elite“ des Landes müsse man seine Gegner „studieren“. Drunter steht „Heil Jul! Hel Vandalia, Heinz-Christian Strache“.

Soweit die Ausbeute des Pfingstmontags. Möge der Dienstag besser werden, hofft

Kommentare (2)

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freeman666
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11
Lesenswert?

Verworren und machtlüstig

Ja das trifft vollkommen auf den Herrn Strache zu.
Wer bitte wählt den echt noch?

Schauplatz
0
4
Lesenswert?

Unverfroren, geldgierig und ......

Gewählt wird wohl von Wählern mit gleicher Einstellung.
Wie heißt es doch so schön: "Wie der Herr, so das Gscherr".