AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

MorgenpostEine „persönliche Erklärung“ und das Ende einer Karriere

Der tägliche Morgenpost-Kommentar aus der Chefredaktion.

Weiterlesen mit unserem Digitalabo

Gratis testen

    Sie erhalten Zugriff auf:

  • Alle Kleine Zeitung Plus Artikel
  • Tägliches E-Paper
  • Smartphone App
Heinz Christian Strache
Heinz Christian Strache © APA/Hans Punz
 

Guten Morgen!

Noch einmal, wieder einmal wird er im Mittelpunkt stehen. Heinz Christian Strache will heute Vormittag eine „persönliche Erklärung“ abgeben. Das vage Wort hat in den letzten Jahren eine eindeutige Bedeutung erhalten. Wer auch immer in den letzten Jahren eine solche „persönliche Erklärung“ ankündigte, nutzte diese zum Rücktritt von was auch immer. Strache ist schon von fast allem zurückgetreten, ihm bleibt nur die Parteimitgliedschaft. Die wäre ihm heute von der Partei entzogen worden, wie der oberösterreichische FPÖ-Chef Manfred Haimbuchner am Vorabend ankündigte. Dem könnte er zuvorkommen.
 
Für Strache, der die Partei groß gemacht hat, ehe er sie an den Rand der Vernichtung brachte, muss es sich um die Höchststrafe handeln. Monatelang hatte er sich geweigert, die Fakten zur Kenntnis zu nehmen und seine Partei mit ihm. Erst der Verdacht, er habe sich bereichert, habe die Macht seiner Position zum eigenen Vorteil ausgenützt, brachte den Schwenk. Zum Äußersten aber ist die Partei erst bereit, seit ihr die Wählerinnen und Wähler zur Kenntnis brachten, dass sie nicht alles zu schlucken bereit sind.
 
Was nun folgt, wird spannend. Frau Strache hat angekündigt, ihr Mandat nicht annehmen zu wollen, das die Partei ihr zur Ruhigstellung des Gemahls angeboten hatte. Warum, wenn sie damit doch das einzige Familieneinkommen aufs Spiel setzt? Weil Strache schon länger an der Gründung einer neuen Partei arbeitet, die in Wien die FPÖ im kommenden Jahr herausfordern wird? Wie die Partei sich langsam von ihrem mächtigen einstigen Chef absetzt, schildert Christina Traar in ihrer Analyse.
 
Wir halten Sie am Laufenden in diesem nicht enden wollenden Krimi. Klinken Sie sich ein, rät

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren